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Leader.In-Community-Tipps Was Sie am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub auf keinen Fall tun sollten

Sind Sie auch vom Post-Holiday-Syndrom befallen? Damit die Urlaubslaune im Büro nicht allzu schnell verfliegt, empfiehlt es sich, ein paar Dinge zu vermeiden.
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Vielleicht geben Sie sich in ihrer Abwesenheitsnotiz ja sogar einen Tag extra, um ohne Zeitdruck alle E-Mails lesen und beantworten zu können. Quelle: Unsplash
Was tun gegen den Blues nach dem Urlaub?

Vielleicht geben Sie sich in ihrer Abwesenheitsnotiz ja sogar einen Tag extra, um ohne Zeitdruck alle E-Mails lesen und beantworten zu können.

(Foto: Unsplash)

Bonn Auch der schönste Urlaub hat ein Ende. Ich weiß ja nicht, wo Sie waren, aber ich habe zwei sagenhafte Wochen in den Ötztaler Alpen verbracht. Ich habe Höhenluft geschnuppert, ohne überzuschnappen und bin inzwischen wieder mit einem klaren Kopf an den Schreibtisch zurückgekehrt.

Für mich war die Auszeit diesmal auch tatsächlich etwas Exotisches, weil ich wirklich kaum gearbeitet habe. In meinen letzten Urlauben war ich dagegen quasi dauerverfügbar. Am Strand der französischen Atlantikküste habe ich mal für einen Kunden täglich eine Stunde lang getwittert, vor dem Kamin in Helsinki Börsenumfragen ausgewertet und in einem holländischen Ferienhaus E-Mails von Kollegen beantwortet.

Vorläufiger Tiefpunkt meiner Arbeitssucht: Am Flughafen in New York bin ich vor zwei Jahren auf dem Boden herumgekrabbelt und frei von voyeuristischen Gedanken unter einem Bistro-Tisch aufgetaucht. Warum tat ich das? Weil ich Strom für mein Diensthandy suchte.

Diesmal also alles bestens. Allerdings gab es da zwei merkwürdige kritische Tage vor meinem ersten Arbeitstag. Die ersten Beschwerden tauchten sogar schon auf, also wir noch über den Fernpass und dann über die A7 in Richtung nach Hause gefahren sind.

Natürlich mein Fehler: aber ich habe auf dem Beifahrersitz mit meinem Smartphone in mein Arbeitspostfach geschaut und ein paar E-Mails gelesen, die sich in meiner Abwesenheit angesammelt hatten. Prompt hatte ich Bauchgrummeln und wurde von extrem schlechter Laune befallen.

Ein typisches Phänomen, mit dem sich der niederländische Tourismusforscher Jeroen Nawijn beschäftigt hat. Demnach ist das negative Gefühl sogar umso heftiger, je mehr Stress den Urlauber erwartet, wenn er an seinen Schreibtisch zurückkehrt.

Und weil auch das Gefühl der Uninformiertheit Stress verursachen kann, habe ich mich an meinem ersten Arbeitstag direkt in der Früh von meinen Kollegen auf den neuesten Stand bringen lassen, was sich „off the record“ so in meiner Abwesenheit hier alles so getan hat.

Man sollte die ersten Arbeitstage langsam angehen lassen, um nicht von diesem Post-Holiday-Syndrom befallen zu werden. Das gibt es tatsächlich: Etwa zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung sollen daran leiden. Demnach brauchen Körper und Kopf ein bis drei Tage, um wieder in den gewohnten Arbeitsrhythmus zu finden.

Damit die Urlaubslaune im Büro nicht allzu schnell verfliegt, empfiehlt es sich also nach der Rückkehr, möglichst Stress und Zeitdruck zu vermeiden. Dazu empfehlen Arbeitsmediziner häufig, den ersten Arbeitstag nicht gleich auf einen Montag zu legen, sondern beispielsweise den Mittwoch als Einstieg zu wählen. So ist das Wochenende schon wieder in greifbarer Nähe.

Was man noch tun kann, wenn einen die Lustlosigkeit überkommt, bevor man sich überhaupt wieder an alle Passwörter erinnern kann, haben wir unsere Leader.In-Community gefragt – unser Businessnetzwerk mit dem Ziel, Female Leadership in Politik und Wirtschaft zu fördern sowie erfolgreiche Frauen und einflussreiche Männer zu vernetzen, um die Innovations- und Wirtschaftskraft Deutschlands zu stärken. Hier finden Sie die wirkungsvollsten Erste-Hilfe-Maßnahmen:

Wie es leichter fällt – Tipps aus der Leader.In-Community

  • Sich der eigenen unausweichlichen Sterblichkeit bewusst sein und den ersten (Arbeits-)Tag nach dem Urlaub so verbringen, als wäre es der letzte. (Fee Steinhoff)
  • Auf keinen Fall alle eingegangenen E-Mails durchforsten und beantworten. Lieber in der Abwesenheitsnotiz auf Kolleg*in verweisen und dringliches per E-Mail auf den ersten Arbeitstag timen lassen. Gern stattdessen mit den Kolleg*innen Mittagessen. Das ist viel befriedigender. (Jeannette Gusko)
  • Bewusst in der Gegenwart bleiben. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie die aktuelle Situation ist, bei wem welche Themen gerade aktuell sind und wo Sie gerade gebraucht werden. Der menschliche Austausch ist der wichtigste, denn wenn das Team sich gesehen fühlt, sieht es auch, wo es Sie unterstützen kann und hält Ihnen langfristig den Rücken frei. Ach ja, und die E-Mails laufen schon nicht weg. (Anna-Lena S.)
  • Man sollte auf keinen Fall den Smalltalk mit den Kolleginnen und Kollegen vermeiden, nur um alle seine E-Mails zu beantworten. (Rita Motzigkeit)
  • Meiner Meinung nach sollte man durchaus den Anspruch haben, alle aufgelaufenen Mails, Mitteilungen in den Social-Media-Netzwerken, Anrufe auf der Mailbox,..... etc. am ersten Tag vollständig abzuarbeiten. Start slowly but concentrated! (Sandra Happel)
  • Man sollte sich auf keinen Fall vornehmen, alles „asap“ abzuarbeiten und jede E-Mail zu beantworten. Lieber erstmal mit den Kollegen unterhalten, was es Neues gibt und welche Aufgaben als erstes zu erledigen sind. (Lena Katharina Bödeker)
  • Sich üben in: „Wo ich bin, da will ich sein“. (Stefanie Dadson)
  • Mein Tipp wäre, sich am ersten Arbeitstag nach einer „Auszeit“ auf keinen Fall den Kalender zu voll zu knallen. Selbst wenn sich Besprechungseinladungen türmen, empfehle ich, höflich abzulehnen oder um Aufschub zu bitten, beziehungsweise einfach die Urlaubsvertretung noch 1-2 Tage länger beizubehalten. Der E-Mail-Rückstau lässt sich entspannter außerhalb des Büros aufarbeiten, beispielsweise im Café oder beim zweiten Frühstückskaffee im Home-Office. Derart „aufgeräumt“ erhalte ich mir am ersten Bürotag nach dem Urlaub große Freiräume, in denen ich mit Kollegen über Ereignisse der verstrichenen Zeit sprechen kann. Am besten geht man gezielt auf diejenigen zu, für die das Glas immer halb voll ist und nicht halb leer und sammelt auch die atmosphärischen Zwischentöne ein, stellt Fragen („Was sollte ich unbedingt wissen, was sollte ich als erstes tun?“), hört zu. So kommt man effektiv und angenehm zurück ins Team, zurück ins Spiel. Damit wünsche ich, dass die Erholung lange anhält – ganz ohne „Post-Holiday-Synrom“! (Jochen Adler)
  • Filtern Sie am ersten Tag nach dem Urlaub idealerweise die Mails nach Absender. Dann die Top 5 bearbeiten. Mit den Mitarbeitern und Kollegen gemeinsam über den Urlaub und das Erlebte sprechen. Eine tolle Mittagspause verbringen mit netten Menschen. Etwas früher Feierabend machen. Eine Freundin treffen. Und ganz entspannt bei einem Kaffee die Urlaubsbilder präsentieren! (Ann-Katrin Sudholz)
  • Mein aufblasbares Mini-Schwimmbecken mit ins Büro nehmen, kurz im Baumarkt Sand kaufen und freuen, dass meine Kollegen einen Tag Urlaub im Büro haben. Der Chef muss dann antialkoholische Drinks mixen und servieren, schließlich können ja nicht alle Urlaub haben. (Oliver Herbert)
  • Ich versuche immer nach dem Urlaub eine Kleinigkeit mitzunehmen, so zum Beispiel jetzt nach dem Südostasien-Trip die tägliche Wassermelone, das macht gute Laune. Und tägliche kleine Achtsamkeitspausen, fünf Minuten um den Block gehen – ohne Handy – und die Außenwelt auf sich wirken lassen. (Carolin Frick)
  • Welcome back! Am besten den ersten Tag nicht nur mit E-Mail-Lesen verplempern und mit den ältesten Nachrichten anfangen. Das meiste hat sich eh schon erledigt. Lieber gut ausgeruht die wichtigsten Dinge erledigen, Lieblingskaffee mit netten Kollegen, Kunden oder Partnern trinken, Highlights austauschen und Ihnen damit die Zeit geben, wieder anzukommen. (Eva Christina Eulenstein)
  • Ich würde auf jeden Fall ohne persönlichen „Highlight-Termin“ in den ersten Feierabend starten. (Astrid Holzmann)
  • Auf keinen Fall direkt eine Geschäftsreise antreten - am besten auch nicht in der ersten Woche, das zerstört direkt die Erholung (Sandra Zemke)
  • Ratsam ist es meines Erachtens, keine Termine mit Kolleg*innen zu vereinbaren, die für jede Lösung ein Problem haben – das zieht sofort runter. (Nicole Riggers)
  • Auf keinen Fall sollte man schlechte Laune haben und dem Urlaub und der freien Zeit nachtrauern – sondern sich freuen, dass man voll mit schönen Momenten ganz frisch und motiviert wieder loslegen kann – vielleicht sogar ein bisschen klarer als vorher. Bis zur nächsten Auszeit. (Mareike Lüken)
  • Keine Kundentermine oder externe Calls vereinbaren! Lieber in Ruhe die E-Mails strukturiert durcharbeiten und mit Kollegen schnacken, um die wichtigsten Updates zu bekommen. (Julia Black)
  • Also am ersten Tag nachdem Urlaub sollte man am besten weder E-Mails lesen noch an Meetings teilnehmen, dann bleibt man ganz entspannt. (Michelle van der Veen)

Mehr: Weg von der Arbeit, weg vom Chef, alles hinter sich und das Smartphone auslassen: Das wünsche ich mir für meinen Urlaub. Aber Ferien vom Job und eine digitale Auszeit müssen gut vorbereitet werden – ein Selbstversuch.

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