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Start ins Berufsleben Die meisten Mittzwanziger hatten schon eine Lebenskrise

Die meisten Mittzwanziger stecken bereits vor ihrem 30. Geburtstag in einer Lebenskrise, zeigt eine Studie. Auslöser ist der Start ins Berufsleben.
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Linkedin: Die meisten Mittzwanziger hatten schon eine Lebenskrise Quelle: Imago
Mittzwanziger unter Druck

Die Mehrheit hat sich laut einer Studie bereits vor ihrem 30. Geburtstag in einer Lebenskrise befunden.

(Foto: Imago)

Düsseldorf Mitte 20: Das ist das Alter, in dem heutzutage viele junge Menschen ihr Studium abschließen und in das Berufsleben starten, auf das sie so viele Jahre hingearbeitet haben. Doch anstatt den neuen Lebensabschnitt in vollen Zügen zu genießen, befinden sich viele Mittzwanziger in einer Lebenskrise, wie eine Studie des Berufsportals Linkedin zeigt.

Ende Januar dieses Jahres befragte das Marktforschungsinstitut Censuswide im Auftrag des Netzwerks mehr als 1000 Berufstätige zwischen 25 und 33 Jahren, ob sie bereits eine Quarter-Life-Krise, also eine starke Verunsicherung vor dem Start ins Berufsleben, durchlebt haben. Das Ergebnis: 67 Prozent der Befragten gaben an, vor ihrem 30. Geburtstag bereits daran gelitten zu haben.

Schuld an der Lebenskrise ist laut Studie in den meisten Fällen der Weg ins Berufsleben. Vier von zehn Studienteilnehmern (39 Prozent) bereitete die Wahl des richtigen Berufes große Sorgen. 34 Prozent befürchteten, nicht die richtige Qualifikation für ihren Job aufweisen zu können, bei jedem Fünften sorgte die Angst vor der Arbeitslosigkeit für eine handfeste Quarter-Life-Krise.

Der Studie zufolge setzt die Lebenskrise im Durchschnitt um den 26. Geburtstag ein – und hält etwa zwölf Monate an. Nach Einschätzung der Experten hat die Lebenskrise bei Mittzwanzigern im Zeitverlauf deutlich zugenommen. „Grund dafür ist unter anderem die ständige Vergleichbarkeit in Zeiten der Informationstechnologie und damit einhergehend eine Flut an scheinbaren Optionen“, sagt Psychotherapeutin Karin Beck.

Die Ergebnisse des Karriereportals decken sich mit denen des Barmer-Arztreports. Die Krankenkasse wertete jüngst die Versicherungsdaten der Jahre 2005 bis 2016 aus. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der 18- bis 25-Jährigen mit einer psychischen Diagnose um 38 Prozent.

Bei Depressionen gab es laut Bericht sogar einen Zuwachs von 76 Prozent. Unter den Studierenden hierzulande ist demnach jeder Sechste von einer psychischen Diagnose betroffen. Frauen häufiger als Männer.

Über die Gründe, dass vor allem Studierende erkranken, kann Barmer-Chef Christoph Staub nur spekulieren. „Oft sind es die hohen Erwartungen an sich selbst und der Leistungsdruck, denen jungen Akademiker nicht standhalten.“ Das könne zu Panikattacken, Versagensängsten und Depressionen und letzten Endes zum Studienabbruch führen.

Ein Weg aus der Krise kann laut Psychotherapeutin Beck eine Besinnung auf die eigenen Werte sein – „auf das, was jedem selbst im Leben wirklich wichtig ist“:

Was ist für den Betroffenen relevant und was bedeutet für ihn Glück? „Schon allein die Suche nach den Antworten auf diese Fragen kann ein Weg aus der Krise sein“, meint die Psychotherapeutin. Dazu gehöre einerseits, die eigene Person in den Mittelpunkt zu stellen – sich also weniger mit anderen zu vergleichen – und andererseits, Normen – insbesondere bezüglich des Arbeitslebens – zu hinterfragen.

So kommen Sie entspannt durch den Job-Wahnsinn
Die Welt dreht sich weiter
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Mach dir jeden Morgen noch mal klar, dass wir im Job nur Monopoly für Erwachsene spielen. Egal, was wir hier machen oder nicht machen – die Welt dreht sich weiter. Deshalb sollten wir uns bei aller Ernsthaftigkeit selbst nicht zu wichtig nehmen.

(Quelle: „Locker im Job“, Frank Behrendt)

(Foto: dpa)
Happiness-Kick
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Hol dir den Happiness-Kick von früher zurück. Fast jeder hat in der Kindheit glückliche Momente erlebt. Wenn Mama die Lieblingsspielzeuge inzwischen verschenkt hat – hol sie dir auf Ebay. Das Matchboxauto von damals auf dem Schreibtisch lässt einen jede noch so langweilige Telefonkonferenz spielerisch überstehen.

(Foto: Fotolia.com)
Amüsante Telefonate
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Ruf an den eher spaßbefreiten Tagen einfach mal spontan ehemalige Lieblingskollegen an, die heute woanders sind. Das amüsante Telefonat über die besten Anekdoten von früher macht auch einen grauen Tag direkt heller.

(Foto: )
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Mein Kürzel lautet fb und nicht cc. Befrei dich vom Informationswahn. Vertrau den Mitarbeitern und lasse dich von ihnen lieber regelmäßig persönlich updaten. Das ist effizienter und gibt im Face-to-Face auch Raum für die wichtigste interne Währung: ein Lob.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Entspannt Mittagessen
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Geh mal mit Leuten zum Mittagessen, die auf den ersten Blick keine Business-Relevanz haben. Der gechillte Talk mit dem Schülerpraktikanten über seine Lieblinge auf YouTube bringt oft mehr als der traditionelle Larifari-Lunch mit dem Key-Account-Manager eines Dienstleisters, der dich wieder mal zum Essen einladen möchte, um sich auszutauschen.

(Foto: Fotolia.com)
Abwesenheitsnotiz
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Lösch die Abwesenheitsnotiz auf deinem Mail-Account. Ich finde es stressiger, vor dem Urlaub Übergaben zu machen und nach Rückkehr wieder alles aufzuarbeiten. Unter der Palme im Urlaub zweimal täglich Mails zu checken und die wichtigen weiterzuleiten oder kurz zu beantworten, ist kein Ding, wenn man das Phone dann wieder in den Safe legt und an den Strand geht. Ab- und Umschalten kann man trainieren – und zwar im Kopf, nicht am Gerät.

(Foto: Fotolia.com)
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Abendessen mit Geschäftspartnern minimieren. Es gibt abends nichts zu besprechen, was man nicht auch beim Lunch erledigen kann. Statt Business-Dinner lieber ins Kino mit der Gattin, Kicker mit den Kindern vorm Einschlafen spielen oder entspannt Fußball auf Sky schauen.

(Foto: Fotolia.com)
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1 Kommentar zu "Start ins Berufsleben: Die meisten Mittzwanziger hatten schon eine Lebenskrise"

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  • Das ist kein Wunder bei unseren Gesetzen haben junge Arbeitnehmer kaum noch Chancen auf einen normalen Arbeitsvertrag, da entweder nur Werkverträge oder Leiharbeit bei allen Konzernen dieses landes gibt. Leiharbeit ist dank Schröders Agenda 2010 auch unbegrnzt möglich, die Begrenzung auf 18 Monate ist und bleibt eine farce, da Leiharbeiter für 3 bis 6 Moante woanders geparkt werden und ann wieder für 18 Monate an ihren vorherigen Arbeitsplatz zurückkehren können- so arbeiten alle Konzerene in Deutschland und Sozialtante Nahles sollte lieber davor sorgen , das solche illegalen Praktiken nicht so einfach möglich sind und bei Leihfirmen und Konzernen für Strafen sorgen anstatt von angebilcher sozialer Gerechtigekit auf dem Arbeitsmarkt zu faseln- sie selbst ist Teil des Problems warum junge Arbeitnehmer Krisen bewältigen müssen oder lieber gleich ins Ausland abwandern Stichwort "brain drain" weil sie dort eine bessere Zukunft für sich und andere sehen- so wandern jedes JAhr ca 150000 Deutsche aus diesem tollen Alnd aus- darüber sollte sich die Politik endlich mal Gedanken machen was hier in diesem Deutschland alles schon lange nicht mehr stimmt!

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