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Die Auswahl Warum werden so viele Stellen falsch besetzt?

Seite 3 von 5:
Gesucht: Superkandidat zum Schnäppchenpreis
Das sind die fiesesten Chef-Sprüche
Stefan Schultz
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In seinem Buch „Wer lacht, hat noch Reserven“ hat Autor Stefan Schultz die fiesesten Chef-Weisheiten zusammengetragen, die ihm Angestellte aus ganz Deutschland zugeschickt hatten. Zum Beispiel: „Reden Sie einfach weiter. Irgendwann wird schon etwas Sinnvolles dabei sein.“

(Foto: Fotolia.com)
Jeans-Vergleich
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„Das Team sieht aus wie meine Jeans – an jeder wichtigen Stelle ein Niete.“

(Foto: AFP)
Kündigung (I)
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„Wir konnten es uns nie ohne Sie vorstellen – ab morgen wollen wir es versuchen.“

(Foto: dpa)
Kündigung (II)
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„Kommen Sie doch mal bitte in mein Büro. Es ist auch das letzte Mal.“

(Foto: dpa)
Arztbesuch
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„Wer es bis zum Arzt schafft, schafft es auch ins Büro.“

(Foto: dpa)
Bettwärmerin
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„Ist doch schön, wenn Ihre Frau immer schon im Bett ist, wenn Sie aus der Firma kommen. Dann ist es wenigstens schon angewärmt.“

(Foto: dpa)
Gehaltsabrechnung
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„Wenn Sie so tun, als würden Sie arbeiten, werde ich so tun, als würde ich Sie dafür bezahlen.“

(Foto: dpa)

Doch woran hapert es? Was ist der Grund für die vielen Fehlbesetzungen in deutschen Unternehmen? Die Probleme beginnen meistens schon ganz profan bei den Stellenprofilen- und Anzeigen. So hat die überwiegende Anzahl der Ausschreibungen noch sehr viel Luft nach oben.

Laut Herrmann finden sich hier schlicht zu viele phrasenbasierte allgemein gehaltene Unternehmenspräsentationen und stereotype Standardformulierungen, begleitet von einer maximalen Erwartungshaltung an den Bewerber – gesucht: die eierlegende Wollmilchsau.

Nur allzu häufig folgt in der Hit-Liste der Anforderungen ein Superlativ dem nächste und an erwünschten Kompetenzen und Eigenschaften wird so ziemlich alles reingepackt, was in Frage kommt, um den ultimativen Wunschkandidaten zu beschreiben. „Ein Kandidat, der ungefähr so leicht zu finden ist“, schreibt Herrmann, „wie Superman in den Kontaktanzeigen des örtlichen Wochenblatts.“

Bewirbt sich dann aber doch mal ein solches Exemplar, landet es, so berichtet die Headhunterin aus ihrem Berufsalltag, nicht selten in der Kategorie „überqualifiziert“ und fällt durchs Raster. Weil Personal- und Fachbereich automatisch davon ausgehen, ein solcher Ausnahmekandidat sei ohnehin zu teuer oder wäre in der vakanten Position unterfordert und würde darum das Unternehmen sowieso bald wieder verlassen.

Noch so ein Paradoxon und auf Basis dieser Vermutungen findet dann natürlich auch kein Gespräch mit dem Bewerber statt und man sucht weiter den Superkandidaten zum Schnäppchenpreis.

Was fehlt, sind schon beim Stellenprofil „klare Aussagen und Botschaften mit Herzblut, die Interessenten erreichen und vor allem begeistern.“ Schließlich, so die Headhunterin, kann es außerdem fatale Folgen haben, wenn Firmenchefs und Abteilungsleiter unter den Bewerbern immer nur nach denjenigen Ausschau halten, die genauso viel „Drive“, „Biss” oder „Standing“ haben, wie man selbst; nach dem Prinzip: „Schmitt-sucht-Schmittchen“.

Querdenker und frischer Wind: Mangelware
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