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Heulsusen, Weicheier, frech & faul Eine Gebrauchsanweisung für die Generation Y

Die Jugend von heute – ein missverstandener Begriff, findet Autorin Steffi Burkhart. Ihr Buch: ein pointiertes Plädoyer dafür, die vielgescholtene Generation Y ernst zu nehmen. Für Unternehmen eine große Herausforderung.
Die Generation Y: ein missverstandener Begriff, findet die Autorin Steffi Burkhart. Ein Buzz-Wort für die ungezogene Jugend. Quelle: Getty Images
Das Y steht für Warum, weil vieles infrage gestellt wird

Die Generation Y: ein missverstandener Begriff, findet die Autorin Steffi Burkhart. Ein Buzz-Wort für die ungezogene Jugend.

(Foto: Getty Images)

KölnKnapp daneben. Ich bin X: Vertreterin einer geburtenschwachen Generation der Jahrgänge 1965 bis 1980, die nach der Baby-Boomer-Generation kam. Gedruckte Gebrauchsanleitungen über Menschen wie mich, Jahrgang 1979, gibt es keine und doch finde ich mich und meine Kohorte in dem Buch von Steffi Burkhart wieder, das im Gabal-Verlag erschienen ist. Dabei schreibt die Autorin in “Die spinnen, die Jungen! Eine Gebrauchsanweisung für die Generation Y” über die Bedürfnisse derjenigen, die heute 20- bis Mitte 30 sind (P.S.: Eigentlich mein biologisches ein Alter, schließlich ist 37 doch das neue 27, oder?).

Burkhart, die von vielen als „Gesicht der Generation Y“ gehypt wird, will mit ihrem Buch aufräumen mit Stereotypen, die Medien über die Generation Y kolportieren: Selbstverliebte Heulsusen die mehr on- als offline sind, Weicheier, die zwar einen guten Schulabschluss, aber vom wahren Leben keine Ahnung haben. Die frech, faul und fordernd sind, nur Spaß haben, aber keine Karriere machen wollen und dazu noch respektlos gegenüber Führungskräften sind.

Sie selbst ist Jahrgang 1985, hat Sportwissenschaften studiert, im Bereich Gesundheitspsychologie promoviert und parallel zur Promotion im Gesundheitsmanagement eines Großkonzerns gearbeitet. Das gängige Klischee der vielgescholtenen „Gen Y“ bedient Burkhart, die inzwischen auch Dax-Unternehmen, Verbände und Hochschulten berät, also nicht.

Stattdessen wirft die Kölnerin auf 264 kurzweiligen Seiten nicht nur einen kritischen Blick auf ihre Altersgenossen („Wir überschätzen unsere Fähigkeiten“ und „...was uns fehlt, ist eine realistische Einschätzung davon, was gut ist an dem, was schon da ist”), sondern versucht auch zu vermitteln, indem sie Personalern und Führungskräften eine Menge nützliche Anregungen, Tipps und Reflexionsfragen an die Hand gibt. Diese sollen helfen, die „Jungen“ und ihre Rolle in der künftigen Arbeitswelt besser zu verstehen. Etwa: „Begegnet man der Generation Y auf Augenhöhe, respektiert sie einen. Wenn nicht, wird sie zickig.“ Oder Fragen wie: „Wie freakig ist Ihre Mannschaft? Wie viele Generationen, Kulturen und Berufszweige sind in Ihrem Team vertreten? Wie viel Reibung lassen Sie zu?”

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