Neues Buch von Alex Ferguson So führt der erfolgreichste Trainer aller Zeiten

38 Titel hat Alex Ferguson gewonnen – die meisten mit Manchester United. Ohne enorme Führungsqualitäten wäre ihm das nie gelungen. Gemeinsam mit Silicon-Valley-Ikone Michael Moritz hat er seine Tipps zu Papier gebracht.
Sir Alex Ferguson gewann als Trainer von Manchester United (1986 bis 2013) 38 Titel, unter anderem 13-mal die englische Meisterschaft, fünfmal den FA Cup, zweimal die Champions League und einmal den Europapokal der Pokalsieger. Quelle: dpa
Manchester United Manag

Sir Alex Ferguson gewann als Trainer von Manchester United (1986 bis 2013) 38 Titel, unter anderem 13-mal die englische Meisterschaft, fünfmal den FA Cup, zweimal die Champions League und einmal den Europapokal der Pokalsieger.

(Foto: dpa)

DüsseldorfVielleicht wäre es übertrieben zu sagen, dass man durch Fußball alles lernen kann, was man fürs Leben braucht. Aber in dieser brutalen Branche braucht ein Trainer mindestens dasselbe Maß an Führungsqualitäten wie ein Manager. Und wer wie Sir Alex Ferguson derart viele Titel sammelt, der muss wissen, wie man mit Menschen umgeht.

Allein für Manchester United (ManU), wo er von 1986 bis 2013 Teammanager war, holte der erfolgreichste Trainer der Fußball-Geschichte 38 Pokale, darunter 13 mal die Meisterschaft in der Premier League und zweimal die Champions League. Erfahrungen, seine Prinzipien weiterzugeben, sammelte der Schotte zum Beispiel bei Vorträgen an den prominentesten Business-Universitäten der Welt.
Ferguson hat das Buch nicht alleine geschrieben, sondern sich mit Sir Michael Moritz einen fachkundigen Helfer dazu geholt. Der Vorsitzende von Sequoia Capital war früher Journalist und Buchautor und ist inzwischen eine große Nummer im Silicon Valley. So sitzt er zum Beispiel im Aufsichtsrat von Google und gehört er zu den ersten Investoren unter anderem bei Apple, Cisco, Youtube oder Whatsapp.

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Eine Idee für das, was nach dem Kapitalismus kommt
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Auch in diesem Herbst wird der Kapitalismus mal wieder zu Grabe getragen. Aber nur sehr selten gelingt dies so wuchtig und lesbar wie bei Paul Mason. Sein Buch „Postkapitalismus“ (Suhrkamp Verlag) bietet auf 430 Seiten nicht nur eine Kritik des aktuellen Systems und zig Argumente, warum es so nicht weitergehen kann. Es zeigt eine Langfrist-Perspektive, an deren Ideen man schlecht vorbei kommt. Quasi nebenbei beweist der preisgekrönte Journalist, warum Fernseh-Leute oft die viel leserfreundlicheren Bücher schreiben.

Philip Kotler und seine 14 Rezepte
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Auch Philip Kotler stellt den Kapitalismus auf den Prüfstand. Der renommierte Professor ist ein gefragter Marketingexperte, hat aber als Wirtschaftswissenschaftler auch zum großen Ganzen einiges zu sagen. Kotler identifiziert in "Confronting Capitalism" (Börsenbuch Verlag) 14 Mängel, die der Kapitalismus überwinden muss. Das liest sich gut, allerdings kommen seine Rezepte recht verkürzt daher. Meine Empfehlung: Eher Pauil Mason lesen. Wer es kürzer mag und auf Präzision verzichten kann, greift zu Kotler (Foto: Demonstration in München).

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Die FT nennt „Aufstieg der Roboter“ von Martin Ford (Plassen Verlag) den legitimen Nachfolger von „The Second Machine Age“. Und tatsächlich räumt auch Fords Buch hochkarätige Preise ab. Nun ist es auf Deutsch erschienen und kann all den Lesern nur dringlich empfohlen werden, die über die Arbeitswelt von morgen Bescheid wissen wollen. Ford zeigt fachkundig, verständlich und frei von pseudo-visionärem Dünkel, was wahrscheinlich passieren wird. Drei Kritikpunkte: Den Passagen über das Grundeinkommen muss man nicht zustimmen, der US-Fokus hätte nicht so stark ausfallen müssen und auch das Thema Datensicherheit wird zu arg ausgeklammert.

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Wir Deutschen brauchen uns beim Thema Robotik und Künstliche Intelligenz nicht zu verstecken. Das zeigt auch das Buch "Smarte Maschinen" (Hanser Verlag) von Ulrich Eberl. Der renommierte Wissenschaftsjournalist beschreibt das Thema in seiner gesamten Breit - mit allen Risiken aber wahrlich nicht frei von Optimismus. Seine Kernthese: Vieles ist noch in Mache und es braucht noch Zeit, aber eines Tages wird sich unser Leben durch denkende Maschinen radikal wandeln.

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Michael Moritz hat nicht zuletzt ein Schlusswort angefügt, das dem Buch einen zusätzlichen Pfiff gibt. Für ihn besteht der Trick nicht darin, eine Liste mit den Rudimenten der Führungsarbeit auswendig zu lernen. „Das kann jeder halbwegs intelligente 14-Jährige.“ Stattdessen brauche es Prinzipien. Und den Willen, das Talent sowie das Wissen, diese dauerhaft umsetzen. In dieser Hinsicht sei Alex Ferguson ein Vorbild, weil der Schotte vor allem drei Dinge vorlebe: „Vorbereitung, Beharrlichkeit und Geduld.“

Zum Thema Vorbereitung gehört Fergusons Neigung – für die Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola ebenfalls exemplarisch steht – immer einen Plan B in der Tasche zu haben: „Zum Streben nach Herausragendem gehört es, Überraschungen, die nun einmal Teil des Lebens sind, nach Möglichkeit auszumerzen.“

Dieser Punkt kommt immer wieder und durchzieht die Arbeit einer Führungsfigur, denn diese Fähigkeit erfordert großes Wissen und harte Arbeit. Nicht zuletzt müssen Spieler entsprechend ausgebildet und angeleitet werden.

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