Absprachen bei Schwellen Neuer Kartellfall bei der Deutschen Bahn

Nach internen Ermittlungen wurden dem Staatskonzern über 18 Jahre lang 48 Millionen Stahl-Beton-Schwellen zu überhöhten Preisen verkauft. „Das lassen wir uns nicht mehr gefallen“, sagt ein Bahn-Manager. „Wir klagen.“
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Nach internen Ermittlungen sind der Deutschen Bahn über 18 Jahre hinweg 48 Millionen Stahl-Beton-Schwellen zu überhöhten Preisen verkauft worden. Quelle: dpa

Nach internen Ermittlungen sind der Deutschen Bahn über 18 Jahre hinweg 48 Millionen Stahl-Beton-Schwellen zu überhöhten Preisen verkauft worden.

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BerlinNeuer Kartellfall bei der Deutschen Bahn: Wegen Preisabsprachen für Stahl-Beton-Schwellen will der Staatskonzern mehrere Unternehmen auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe verklagen. Gerd Becht, Bahn-Vorstand für Recht und Konzernsicherheit, sagte der "Bild am Sonntag", die am Kartell beteiligten Unternehmen hätten Gespräche über eine gütliche Einigung abgelehnt. "Deswegen klagen wir jetzt."

In der Vergangenheit hätten aufgedeckte Kartellsünder zwar immer wieder mit den Behörden zusammengearbeitet, die geschädigten Kunden aber abblitzen lassen. "Das lassen wir uns nicht mehr gefallen", erklärte der Bahn-Manager.

Nach internen Ermittlungen seien der Deutschen Bahn über 18 Jahre hinweg 48 Millionen Stahl-Beton-Schwellen zu überhöhten Preisen verkauft worden, wodurch ein Schaden in dreistelliger Millionenhöhe entstanden sei, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen vertraulichen Bahn-Bericht. Das entspreche ungefähr der Gesamtzahl der in Deutschland verlegten Schienen-Schwellen. Jede Betonschwelle enthält 2 bis 4 Spannstahlstäbe. Sie stellen sicher, dass die Konstruktion bei hoher Belastung durch darüberfahrende Züge nicht bricht.

Mindestens neun Firmen sollen verklagt werden
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