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Air Berlin Jeder fünfte Job steht auf dem Spiel

Nach der Insolvenz ist Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann überzeugt, große Teile der Belegschaft weiter beschäftigen zu können. Langstreckenflüge will die Airline allerdings schon in den kommenden Wochen einstellen.
25.09.2017 Update: 25.09.2017 - 16:13 Uhr Kommentieren

Air Berlin bleibt optimistisch – 80% der Mitarbeiter mit guter Job-Chance

Berlin Jetzt ist das Verhandlungsgeschick der Lufthansa gefragt. Der Verwaltungsrat der insolventen Air Berlin hat am Montagmittag den exklusiven Gesprächen mit Lufthansa und Easyjet über einen Verkauf von Teilen der Airline grundsätzlich zugestimmt. Damit kann die Detailarbeit beginnen. Bis zu 12. Oktober hat sich Sachwalter Lucas Flöther Zeit gegeben, um die Verhandlungen zu einem Ende zu bringen.

Die Entscheidung für Lufthansa und Easyjet hat für mächtig Ärger bei unterlegenen Bietern wie den beiden Unternehmern Hans Rudolph Wöhrl und Utz Claassen sowie dem ehemaligen Rennfahrer Niki Lauda gesorgt. Sie werfen der Bundesregierung vor, sich einseitig für einen Zuschlag an Lufthansa ausgesprochen zu haben. Wöhrl und Claassen schließen Klagen nicht aus. Sachwalter Flöther wehrte sich am Nachmittag im Anschluss an die Verwaltungsratssitzung gegen diesen Vorwurf. „Gerüchte, die Politik habe auf die Auswahl der Investoren Einfluss genommen, sind völlig abwegig. So etwas würde es mit mir einfach nicht geben.“ Derjenige bekäme den Zuschlag, der  das beste Angebot zugunsten der Gläubiger vorlege, so Flöther weiter.  Dabei würden auch Kriterien wie die Sicherheit der Finanzierung oder mögliche Kartellprobleme analysiert. Zudem werde die EU-Kommission das Bieterverfahren prüfen.

Lufthansa will nach eigenen Angaben vor allem die 38 von Air Berlin samt Crew angemieteten Mittelstrecken-Flugzeuge absichern. Sie fliegen für die Lufthansa-Tochter Eurowings. Zwar gehören die Flugzeuge zum Teil bereits der Lufthansa. Aber sollte Air Berlin von heute auf morgen den Flugbetrieb einstellen müssen, wären davon auch die 38 Jets betroffen. Denn sie fliegen unter der Flagge von Air Berlin, unterliegen also auch der Betriebserlaubnis dieser Airline. Diese würde aber sofort erlöschen. Das will Lufthansa-Chef Carsten Spohr verhindern.

Diese Strecken streicht Air Berlin
Spottpreis für Flüge in die USA
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Air Berlin versucht offensichtlich, Geld in die leeren Kassen zu bekommen: Für einen Hin- und Rückflug in die USA muss man gerade einmal 333 Euro bezahlen – ein Spottpreis. Wer das Angebot wahrnehmen möchte, sollte sich allerdings beeilen. Denn die insolvente Airline streicht einige Langstreckenflüge - zum Großteil sind das Flüge in die Vereinigten Staaten.

(Foto: Screenshot)
Berlin - Abu Dhabi
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Als erstes fliegen allerdings Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Angebot. Im Gegensatz zu diesem Solarflieger wird Air Berlin zukünftig in Abu Dhabi nicht mehr landen - zumindest nicht, wenn die Maschine in Berlin gestartet ist. Bisher wurden zwei Mal täglich Direktflüge von der deutschen Hauptstadt aus angeboten. Nun wird der erste am 17. September und der zweite am 1. Oktober gestrichen. Die Strecke war die defizitärste: Pro Monat wurden hier Verluste in Höhe von einer Millionen Euro verursacht.

(Foto: Reuters)
Berlin - Chicago
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Als nächstes ist die Strecke Berlin – Chicago dran. Bisher war ein Flug einmal pro Tag möglich. Das ist in Zukunft nicht mehr so: Die Strecke soll zum 30. September wegfallen. Ab dann muss Air Berlin den Flugraum anderen überlassen.

(Foto: AP)
Berlin – Los Angeles
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Ab dem 1. Oktober sind zwischen Berlin und Los Angeles bei Air Berlin keine Flüge mehr zu buchen. Eigentlich sollte diese Strecke vier Wochen später zu Beginn des Winterflugplans gestrichen werden, nun geht alles schneller. Bisher flog die Airline drei Mal pro Woche Los Angeles an.

(Foto: AP)
Berlin - San Francisco
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Genauso ergeht es der Strecke Berlin – San Francisco: Auch die Streichung dieser Strecke wurde um vier Wochen auf den 1. Oktober vorgezogen. Bisher war San Francisco für Air Berlin-Kunden vier Mal pro Woche buchbar. Der Blick auf die Golden-Gate-Bridge bleibt also anderen Flugpassagieren vorbehalten.

(Foto: Reuters)
Düsseldorf - Boston
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Von Düsseldorf aus wird nur ein Langstreckenflug gestrichen: Ab dem 1. Oktober können Air Berlin-Kunden von der NRW-Landeshauptstadt aus nicht mehr nach Boston fliegen. Bisher war das täglich möglich. Auch diese Streichung wurde um vier Woche nach vorne verlegt. Über der Skyline werden dann also keine Air Berlin-Maschinen mehr zu sehen sein.

(Foto: Reuters)
Berlin - New York
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In Berlin bleiben nur zwei Langstrecken-Ziele, die Air Berlin noch anbietet: Nicht von den Streichungen betroffen sind Flüge nach New York, die weiterhin täglich starten sollen…

(Foto: Reuters)

Daneben hat Lufthansa für weitere bis zu 40 Flugzeuge geboten, darunter die der österreichischen Air Berlin-Tochter Niki sowie der Luftfahrtgesellschaft Walter, ebenfalls ein Ableger von Air Berlin.  Insgesamt will Lufthansa bis zu 3000 Mitarbeiter von Air Berlin aufnehmen. Dafür soll die „Hansa“ rund 200 Millionen Euro geboten haben. Flöther wollte diese Zahl nicht bestätigen, sprach aber davon, dass die Chancen gut seien, den staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zurückzuzahlen.

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    Der britische Billigflieger Easyjet hat ein Gebot für bis zu 30 Flugzeuge der insolventen Air Berlin abgegeben, bestätigte Frank Kebekus, der Generalbevollmächtigte von Air Berlin. Die Offerte umfasse 27 bis 30 Maschinen vom Typ A320. Easyjet interessiert sich dem Vernehmen nach für Fluggerät und Start- und Landerechte am Standort Berlin sowie einzelne Verbindungen in Hamburg, München und Düsseldorf.

    Insgesamt gab es Kebekus zufolge 16 Gebote, darunter keine für die 17 schon größtenteils stillgelegten Langstreckenflieger.

    „Weitere Anpassungen im Flugplan folgen“
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