Arbeiten bei Trivago Feiern für die Firma

Unbegrenzter Urlaub, vier Tage Party mit hunderten Kollegen, einen Monat Arbeiten auf Mallorca. Dank einer ungewöhnlichen Unternehmenskultur wurde das deutsche Start-up Trivago zum Weltmarktführer.
Trivago-Mitbegründer Rolf Schrömgens setzt auf flache Hierarchien im Unternehmen. Quelle: Trivago
Ganz entspannt

Trivago-Mitbegründer Rolf Schrömgens setzt auf flache Hierarchien im Unternehmen.

(Foto: Trivago)

DüsseldorfNeben den Strandkörben eine Bar, an den Wänden Tapeten mit Traumstränden. In den Designerküchen Körbe mit Obst und Nüssen, in den gläsernen Kühlschränken Getränke aus aller Welt: von Corona Beer aus Mexiko bis zur Limo „Bottled Happiness“. Den ganzen Tag über gibt es Getränke, Müsli und frische Sandwiches – kostenlos versteht sich. Genauso wie die Fitnesskurse und das Barbecue auf der Dachterrasse.

Was nach All-inclusive-Wellness-Hotel klingt, ist ein Büro für rund 800 Leute. Und obwohl schon Feierabend ist, telefoniert das Brasilien-Team noch eifrig. Sechs Kollegen aus Asien spielen offenbar lieber Karten in der Firma als nach Hause zu gehen. 

Das sind die größten Hotelketten der Welt
Platz 10: Best Western (USA)
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Die Best-Western-Hotelgruppe wurde 1946 vom Hotelier Merril K. Guertin gegründet. Am Anfang bestand die Kooperation aus 67 eigenständigen Hotels. Mittlerweile ist die Zahl der Häuser auf fast 4000 gestiegen. Neben Hotels betreibt Best Western in den USA auch Motels.

Zimmer: 302.144

Platz 9: BTG Hotels + Home Inns (China)
2 von 10

Nach der Zusammenlegung mit der einst im Nasdaq notierten Home Inns Group, einee der größten Hotelketten in China, schafft es die Beijing Tourism Group mit Leichtigkeit in die Top 10.

Zimmer: 350.000

Platz 8: Starwood Hotels & Resorts (USA)
3 von 10

Die berühmteste Hotelmarke der Starwood-Hotelgruppe ist zweifelslos Sheraton. Daneben gehören weitere neun Marken zur amerikanischen Hotelgruppe. Insgesamt beschäftigt der Konzern über 180.000 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1930.

Zimmer: 369.967

Platz 7: Jin Jiang (China)
4 von 10

Die Jinjiang-International-Hotelgruppe ist ein chinesisches Staatsunternehmen – und eines der größten in der chinesischen Touristikbranche. Zu den bekanntesten Hotel-Marken gehören das Plateno, 7 Days Inn und Golden Tulip.
Zimmer: 475.000

Platz 6: Choice Hotels International (USA)
5 von 10

1939 gegründet gehört die Choice-Hotelgruppe vom Umsatz her zu den kleineren Hotelketten innerhalb der Top 10. Gemessen an den Hotelzimmern jedoch ist das Unternehmen die sechstgrößte Hotelgruppe der Welt. Zur Gruppe gehören Marken wie Clarion oder Comfort Inn.
Zimmer: 504.808

Platz 5: Accor + FRHI (Frankreich)
6 von 10

Die Accor-Hotelgruppe ist die größte Gruppe auf dem europäischen Festland. Der französische Konzern, zu dessen Marken nach der Übernahme von FRHI Hotels & Resorts neben Mercure und Ibis nun auch Fairmont und Swissôtel gehören, bietet insgesamt über eine halbe Million Hotelzimmer an. Der Umsatz betrug im Jahr 2014 knapp 5,5 Milliarden Euro.
Zimmer: 567.517

Platz 4: Wyndham Hotel Group (USA)
7 von 10

1974 gegründet entwickelte sich die Wyndham-Hotelgruppe zu einer der größten Hotelketten der Welt. Die 32.500 Mitarbeiter generieren einen Umsatz von über vier Milliarden Dollar. Zu den bekannteste Marken des Konzerns zählen Ramada, Tryp oder Days Inn.
Zimmer: 671.900

Diese „schöne neue Arbeitswelt“ findet sich nicht etwa in einem hippen Start-up im Silicon Valley, sondern in Düsseldorf-Pempelfort. Dort fing alles vor zehn Jahren ganz klein an. In einem schäbigen Büro über einem Supermarkt gründeten vier Studienfreunde die Firma Trivago. Gestartet als „Wikipedia für Reisen“ sind die Düsseldorfer zum weltgrößten Portal für Hotelpreisvergleiche avanciert.

Wettbewerber wie Idealo und Kayak, das zu Priceline gehört, der Mutter von Booking.com,  oder das deutsche Start-up Discavo, 2014 gegründet vom ProSiebenSat1-Inkubator Epic, sie alle können dem Weltmarktführer bisher nicht das Wasser abgraben. Und der Hotelmarkt, den alle beackern, ist gigantisch. Trivago ist weiter auf Expansionskurs – auch Dank eines Geldsegens von 477 Millionen Euro. Der kam vom US-Reiseportal Expedia, das 2012 einen Anteil von 61,6 Prozent erwarb. Auch danach führen die Gründer Trivago nach ihren unorthodoxen Prinzipien weiter.

Die Firmenzentrale ist hip gestaltet - passend für die jungen Mitarbeiter, das Durchschnittsalter liegt bei rund 28 Jahren. Quelle: Trivago
Wie aus dem Design-Katalog

Die Firmenzentrale ist hip gestaltet - passend für die jungen Mitarbeiter, das Durchschnittsalter liegt bei rund 28 Jahren.

(Foto: Trivago)

Rund 80 neugierige junge Unternehmer vom „Klub der Gründer“ sind am Abend gekommen. Von Trivago-Mitgründer Rolf Schrömgens wollen sie hören, wie ein Start-up durch glückliche Mitarbeiter erfolgreich wird. Der lümmelt in Jeans und Sneakers entspannt auf einem Ledersofa. Die Düsseldorfer Neugründer – viele herausgeputzt in blauem Sakko und hellblauem Businesshemd – hängen gespannt an seinen Lippen. „Ihr könnt mich alles fragen“, sagt Rolf – man duzt sich natürlich.

Die Nächte gemeinsam verbringen
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