Attentat in Istanbul Schwerer Schlag für den Türkei-Tourismus

Der Anschlag von Istanbul trifft die Türkei an einer empfindlichen Stelle. Die für das Land wichtige Tourismusbranche leidet schon seit einiger Zeit unter Problemen. Wenden sich die Urlauber dauerhaft von der Türkei ab?
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Der Anschlag vom Dienstag könnte sich auf die Branche deutlich auswirken. Quelle: AFP
Verwaister Platz im Istanbuler Touristenviertel Sultanahmet

Der Anschlag vom Dienstag könnte sich auf die Branche deutlich auswirken.

(Foto: AFP)

Rund 7000 Hotels gibt es in der Bosporus-Metropole Istanbul. Die Stadt auf zwei Kontinenten hat in den vergangenen Jahren als Reiseziel einen beispiellosen Boom erlebt, bei bildungshungrigen Urlauben ebenso wie bei jungen Besuchern als Party-Hochburg. Aber seit der IS-Selbstmordattentäter am Dienstagmorgen zwischen der Blauen Moschee und der Hagia Sophia zehn deutsche Touristen in den Tod riss, bleiben immer mehr Hotelbetten leer.

„Viele Gäste sind vorzeitig abgereist, und statt neuer Buchungen bekommen wir im Moment fast nur Stornierungen herein“, sagt der Manager eines Drei-Sterne-Touristenhotels im Altstadtviertel Sultanahmet, wo sich der Anschlag ereignete. Ähnlich sieht es in anderen Stadtteilen aus: „Die Absagen der Gruppenreisen kommen fast im Minutentakt“, berichtete ein Hotelier verzweifelt im Fernsehen.

Das Attentat trifft die türkische Reisebranche in einer ohnehin schweren Zeit. Bereits im vergangenen Jahr schwächelte der Türkei-Tourismus. Viele Russen, nach den Deutschen noch 2014 die zweitgrößte Nation, blieben wegen des schwachen Rubels und der Wirtschaftskrise zuhause. Nachdem Moskau wegen des Abschusses eines türkischen Bombers durch die türkische Luftwaffe im Dezember einen Reiseboykott verhängte, kommen noch weniger Russen.

Noch offen ist, in welchem Umfang der Anschlag vom Dienstag neben dem Ziel Istanbul auch andere Touristenhochburgen an der Ägäisküste und der türkischen Riviera in Mitleidenschaft ziehen wird. Viel werde davon abhängen, wie sich die Sicherheitslage in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt, sagen Branchenexperten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Touristen in der Türkei ins Fadenkreuz von Terroristen geraten. 2006 wurden bei einer Anschlagsserie der kurdischen Terrorgruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) in Istanbul sowie in den Urlaubsorten Kusadasi, Manavgat, Marmaris, Antalya und Mersin insgesamt zehn Touristen getötet und Dutzende verletzt. Im November 2003 wurden bei einer Serie von Sprengstoffanschlägen auf zwei Synagogen, eine Bank und das britische Generalkonsulat in Istanbul 33 Menschen getötet und über 400 verletzt. Unter den Todesopfern war auch der britische Generalkonsul. Zu den Attentaten bekannten sich gemeinsam das Terrornetzwerk Al-Kaida und die türkische Islamistengruppe IBDA-C.

Urlauber könnten auf andere Ziele ausweichen
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12 Kommentare zu "Attentat in Istanbul: Schwerer Schlag für den Türkei-Tourismus"

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  • Die türkischen Geheimdienste wußten, das sich Terroristen auf Anschläge auf Touristen vorbereiteten.
    Unsere deutschen Politnieten haben sicher auch davon vorher erfahren.
    Aber weder die beiden erfolglosen Minister Maiziere noch der Spesenritter Steinmeier haben die Deutschen vor der Gefahr gewarnt.
    Im Gegenteil hat Maiziere nach seinem Kondelenzbesuch in der Türkei die Deutschen aufgefordert, weiterhin das Terrorland Türkei zu besuchen und ihr Leben zu riskieren.
    Die Reisewarnung von Steinmeiers Ministerium, wie immer zu spät und zu harmlos, rät den Touristen lediglich, Menschenansammlungen in der Türkei zu vermeiden!!
    Was sind das für Polittrottel, die unsere Sicherheit täglich und auch vor allem in Deutschland zur Disposition stellen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @ Lothar dM

    Je sachlicher und fundierter der Kommentar, desto eher wird hier gelöscht. Diese Erfahrung habe ich gestern auch gemacht.

    Bilden wir uns mal bloß nicht ein, wir hätten hier sowas wie "Meinungsfreiheit"! Welche Meinung akzeptiert wird und welche nicht, entscheiden die Handlanger unserer verfassungsfeindlichen CDU/SPD-Regierung.

  • der Hinweis vieler Kommentatoren, dass auch einheimische Sozialhilfeempfänger alles Vermögen offenlegen und anrechnen lassen müssen ist legitim, ja wegweisend, um eine Gleichbehandlung zu erreichen. Das hat Dänemark umgesetzt, nicht mehr, nicht weniger. Deutschland bisher jedoch nicht. Muss man das zensieren???

  • IS-Zweitwohnsitz Türkei.

    Zimperlich sein sollten Sie da nicht.

    Ohrstöpsel mitbringen. Die Bomben auf die dort lebenden Kurden sind heftige Kaliber.

  • Es wäre sicherlich für viele interessierte Leser und Kommentatoren hier interessant zu erfahren, warum der Kommentarbereich inkl. der schon vorhandenen Leser-Kommentare zum Artikel

    ASYLGESETZ IN DÄNEMARK, Einreisen? Nur gegen Geld!

    nachträglich entfernt wurde?

  • Ich bin schockiert und tief enttäuscht, dass und wie selbstverständlich hier eine fundierte, sachliche Stellungnahme einfach wegzensiert wird. Noch können Sie umkehren und ihren Fehler korrigieren liebe HB Zensoren, eine ausgereichte Hand der Entschuldigung würde ich nie ausschlagen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Wer möchte auch schon in einer islamistischen Diktatur Urlaub machen?

  • Sehr geehrte Deutsche? Medien,
    was interessiert uns der Türkische Tourismus?! Hier sind 10 Deutsche Bundesbürger aus dem Leben gebombt worden. Von Leuten für die Merkel und die Grün-Sozialisten Sympathie aufweisen. Diktator und Islamist Erdogan und der Syrische Attentäter an sich.
    Beide Gattungen sind bei den Grün-Sozialisten unter der Führung von Merkel immer noch gern gesehen und können sich nach belieben jetzt auch in EU-Deutschland austoben. Die Grenzen sind nämlich nicht nur im Geiste offen sondern auch in der Realität. Jedenfalls wenn es um die Grenzen oder Nicht-Grenze = Schutz vom Deutschland und seinen Werten geht.
    Also Gedenken wir lieber unserer Deutschen Landsleute bevor wir uns Gedanken über den Tourismus in der Türkei machen. Danke!

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