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Ausstellungen Kölner Messe baut an der Zukunft

Die Messe am Rhein expandiert kräftig. Neue Veranstaltungen sollen mehr Aussteller und Besucher locken. 2019 dürfte ein Rekordjahr werden.
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Kölner Messe baut an der Zukunft Quelle: dpa
Gamescom

Die Spielemesse gehört zu den Besuchermagneten in Köln.

(Foto: dpa)

Köln Auf dem Messegelände in Köln-Deutz stehen die Bagger nicht still. Am heutigen Donnerstag fand die Grundsteinlegung der neuen Messehalle 1plus statt. Sie hat eine Ausstellungsfläche von 10.000 Quadratmetern und wird später durch die multifunktionale Eventhalle Confex ergänzt.

Dann hat Köln endlich mehr Kapazitäten für hochkarätige Tagungen und Kongressmessen. Denn diese Veranstaltungen wachsen immer stärker zusammen. Insgesamt 700 Millionen Euro wurden und werden über viele Jahre in den Ausbau der oft veralteten Infrastruktur gesteckt. „Wir bauen nur das, was wir bezahlen können“, betont Gerald Böse, Chef der Kölnmesse.

Derzeit sind die Kassen gut gefüllt. Die Gesellschafter, die Stadt Köln und das Land Nordrhein-Westfalen, verzichten derzeit auf Ausschüttungen. Rund 50 Millionen Euro Jahresüberschuss gab es 2018. Das liegt hauptsächlich daran, dass nach jahrelangem Rechtsstreit mit dem Vermieter der Nordhallen, hinter dem der Oppenheim-Esch-Fonds stand, ein Vergleich erzielt wurde.

So wurden Rückstellungen der Kölnmesse in Millionenhöhe frei. Künftig zahlt die Messe ein Viertel weniger Miete. Das spart rund fünf Millionen Euro im Jahr.

Leichte Gewinne fuhr auch das Messegeschäft ein - erstmals seit 2006 in einem geraden Messejahr. Der Umsatz stieg zum Vergleichsjahr 2016 um mehr als 20 Prozent. Mit erwirtschafteten 330 Millionen Euro war 2018 „das beste gerade Jahr aller Zeiten“, so Böse.

Damit liegt die Kölnmesse im Trend. Alle deutschen Messegesellschaften, die bisher Zahlen vorlegten, steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr. Allerdings konnte Köln das Niveau des ungeraden Rekordjahrs 2017 mit 358 Millionen Euro Umsatz wie erwartet nicht erreichen.

Köln ist international bekannt für Messen wie die Orgatec, Fibo, Photokina, Dmexco und die Gamescom. Am Montag beginnt die internationale Möbelmesse IMM. Die Photokina, die ab 2019 eigentlich jährlich stattfinden sollte, startet allerdings erst 2020 im engeren Turnus. Wichtige Aussteller wie Nikon und Sony haben laut Böse signalisiert, dass sie in diesem Jahr nur gebremst angetreten wären.

Unter dem Dach der Kölnmesse fanden im vergangenen Jahr 77 Messen statt, darunter 28 im Ausland. 2018 wurde die zwölfte Auslandstochter in Kolumbien gegründet.

Erst spät ins Auslandsgeschäft eingestiegen

Die Anuga, die Weltleitmesse für die Nahrungsmittelbranche, feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Sie bekommt im März mit der Anufood einen Ableger in Brasilien. Köln organisiert auch den Deutschen Pavillon der Weltausstellung Expo Dubai 2020.

Die Kölner sind allerdings erst 2002 recht spät ins Auslandsmessegeschäft eingestiegen, der Anteil am Umsatz erreicht bis zu 15 Prozent je nach Messejahr. Andere deutsche Messegesellschaften sind da weiter. Die größte deutsche Messe in Frankfurt etwa macht mehr als 40 Prozent ihres Geschäfts im Ausland.

Mit neuen Messeformaten versucht Köln, mehr Aussteller und Besucher zu locken. 2018 gab es Messepremieren wie die Reifenmesse The Tire Cologne. In diesem Jahr findet erstmals die Comic Con Experience Cologne statt. Nach Publikumsmagneten wie Dmexco und Gamescom kommt das Erfolgskonzept aus Brasilien im Juni in die Medienstadt am Rhein. Unterhaltungskonzerne wie Warner Brothers und Universal hätten sich eine zentrale Veranstaltung für Fans von Comics, Science-Fiction und Superhelden in Europa gewünscht, so Böse.

Im laufenden Jahr erwartet Böse – trotz Brexit, Eiszeit zwischen China und den USA und sinkendem Auftragseingang für die deutsche Industrie – eine robuste Konjunktur für die Kölnmesse. „Wir wollen erstmals die 400-Millionen-Euro-Marke beim Umsatz knacken.“

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