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Automobilclub ADAC-Konzern erzielt wegen Umbaukosten weniger Gewinn

Der Autofahrerclub will sein Image aufpolieren und baut den Konzern um. Doch das hat seinen Preis – der ADAC-Konzern fährt weniger Gewinne ein.
23.08.2018 - 15:06 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen ist 2014 in eine schwere Krise gerutscht. Quelle: AFP
ADAC

Das Unternehmen ist 2014 in eine schwere Krise gerutscht.

(Foto: AFP)

München Der ADAC-Konzern hat im vergangenen Jahr wegen hoher Kosten für seine Umstrukturierung einen Gewinnrückgang verbuchen müssen. Der Überschuss sank um fast 11 Prozent auf 63,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in München berichtete. Gründe waren im Einzelnen kräftig gestiegene Personalkosten und höhere Steuern, weil Versicherungsgeschäfte nicht mehr – wie bisher günstiger – unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins geführt werden.

Der ADAC richtet sich auf die drei Säulen Autofahrerverein, Aktiengesellschaft und Stiftung aus und hat sich dafür einen Sparkurs verordnet. In der Münchner Zentrale werden 250 Stellen abgebaut, was zunächst Geld etwa für Abfindungen kostet.

Auch investiert der Konzern in die Digitalisierung: Der Autofahrerclub soll vom Pannenhelfer zum Mobilitätsdienstleister werden, der seinen Mitgliedern online mit Beratung hilft. Man werde weiter in die Digitalisierung investieren, kündigte Vorstand Marion Ebentheuer an.

Im Tagesgeschäft lief es für das Unternehmen 2017 rund. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Dazu trugen steigende Versicherungserlöse für Reiserücktritt, Rechtsschutz und Krankenschutz bei. Auch das Geschäft mit Autovermietungen legte stark zu, während der Umsatz mit Zeitschriften um über 11 Prozent sank.

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    Der ADAC war 2014 in eine schwere Krise gerutscht, als manipulierte Abstimmungen beim Autopreis „Gelber Engel“ bekannt wurden. Der Skandal bewog den Autofahrerclub mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern, grundlegende Reformen anzustoßen, um die kommerziellen Tochterfirmen strikter vom Verein zu trennen, mehr Transparenz zu schaffen und Interessenskonflikte zu vermeiden.

    • dpa
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