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Barney Harford und Rebecca Messina Ubers Krisenmanager und Marketingvorständin gehen

Dara Khosrowshahi trennt sich von zwei Managern und zieht mehr Macht beim Fahrdienstvermittler an sich. Uber muss seine Verluste verringern.
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Der Manager verlässt Uber. Quelle: Bloomberg
Barney Harford

Der Manager verlässt Uber.

(Foto: Bloomberg)

DüsseldorfBarney Harford wurde COO bei Uber, als der weltgrößte Fahrdienstvermittler sich mitten in einer Krise befand: Im Dezember 2017 hatte Ubers Aufsichtsrat gerade erst Gründer Travis Kalanick als Chef rausgeworfen und durch Dara Khosrowshahi ersetzt. Eine aggressive, frauenfeindliche Kultur, die Kalanick zugelassen hatte, beförderte das Unternehmen immer wieder in die Negativschlagzeilen und gefährdete den geplanten Börsengang des damals wertvollsten Start-ups der Welt. Khosrowshahi, bis dato Expedia-Chef, sollte aufräumen und holte dafür den heute 47-jährigen Harford, der die Expedia-Tochter Orbitz geleitet hatte, in sein Team.

Nun muss Harford keine zwei Jahre nach seinem Amtsantritt gehen. Uber stehe viel besser da als 2017, schrieb Khosrowshahi in einer E-Mail an die Mitarbeiter. „Ich kann mich deshalb noch besser um das Tagesgeschäft unserer Sparten kümmern und bin mit Barney übereingekommen, dass der COO-Posten keinen Sinn mehr ergibt, und er hat entscheiden, Uber zu verlassen.“ Nach Harfords für den 1. Juli geplanten Abgang werden zwei weitere Führungskräfte direkt an Khosrowshahi berichten: die Chefs von Ubers internationalem Taxigeschäft und der schnell wachsenden Essensliefersparte Uber Eats.

Bei Khosrowshahis Mission, Ruhe in die Firma zu bringen, war Harford ohnehin keine große Hilfe: Im Juli 2018 berichtete die „New York Times“ von der Präsentation eines neuen Uber-Werbespots, in dem mehrere schwarze Frauen und ein Paar mit unterschiedlichen Hautfarben vorkamen. Harford habe kritisiert, so ein Paar sei unrealistisch, und die Frauen könne man nicht auseinanderhalten, schrieb die Zeitung. Später entschuldigte Harford sich für die Äußerungen und versprach, sich coachen zu lassen, um seine „blinden Flecken herauszufordern“.

Aktuell kämpft Uber vor allem mit der mageren Performance seiner Aktie seit dem Börsengang vor einem Monat und den Zweifeln, dass das Unternehmen jemals profitabel werden kann. Im Handelsblatt-Interview zeigte sich Khosrowshahi kürzlich überzeugt, dass Uber die Gewinnschwelle erreichen kann, allerdings nicht in den nächsten zwei Jahren. Im ersten Quartal machte Uber bei 3,1 Milliarden Dollar Umsatz mehr als eine Milliarde Verlust.

Die Verantwortung, Uber zu einem dauerhaften Erfolg zu machen, liegt nun noch stärker auf Khosrowshahis Schultern. Der Reorganisation des Unternehmens fällt neben Harford auch Marketingvorständin Rebecca Messina zum Opfer: Der Bereich der langjährigen Coca-Cola-Managerin wird mit der Kommunikations- und Politikabteilung von Jill Hazelbaker zusammengelegt – und nur Hazelbaker bleibt bei Uber.

Mehr: Dara Khosrowshahi spricht im Interview über den misslungenen Börsengang und erklärt, wie er künftig Geld verdienen und warum er mit deutschen Autoherstellern kooperieren will.

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