Baukonzern Hochtief startet weiteren Aktienrückkauf

Der Essener Baukonzern Hochtief will nun doch weiter eigene Aktien erwerben. Der spanische Mehrheitseigner ACS will mit diesem Schritt offenbar seinen Durchgriff bei dem Unternehmen weiter festigen.
Der Baukonzern kauft erneut Aktien zurück. Quelle: Reuters
Hochtief

Der Baukonzern kauft erneut Aktien zurück.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDeutschlands größter Baukonzern Hochtief hat angekündigt, das gerade erst abgeschlossene Programm zum Rückkauf von eigenen Aktien nun doch fortsetzen zu wollen. Insgesamt sollen noch einmal rund 2,8 Millionen Stückaktien der Hochtief AG zurückgekauft werden. Das entspricht rund vier Prozent des Grundkapitals. Der Erwerb soll über den Xetra-Handel an der Frankfurter Börse erfolgen.

Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe sagte, die hohen Mittelzuflüsse sowohl bei Hochtief als auch bei der australischen Tochter Cimic machten diese Rückkäufe immer wieder möglich. „Langfristig dürften die Papiere eingestampft werden, sodass der Anteil des Großaktionärs ACS weiter zugelegt.“

Erst im vergangenen Jahr hatte Hochtief knapp sechs Prozent der eigenen Aktien zurückgekauft. Das Programm von 2015 war fast 300 Millionen Euro schwer. Insgesamt waren rund 4,1 Millionen Aktien zu einem Durchschnittspreis von 71,07 Euro gekauft worden. Ein Hochtief-Sprecher sagte, der Konzern halte sich für die Verwendung der Anteilsscheine alle Optionen offen. Eine Möglichkeit sei der Einzug der Aktien. Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hatte bereits erklärt, der Konzern habe angesichts seiner „fantastischen finanziellen Position“ diese Möglichkeit.

Werden die frisch erworbenen Hochtief-Aktien eingezogen, dann steigt automatisch der Anteil der Spanier. ACS könnte also künftig seinen Griff um den Hochtief-Konzern weiter stärken.

Die teuerste Baustelle Hamburgs
Unterm Dach der Elbphilharmonie
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Unter dem Dach der Elbphilharmonie ist die Technik des Hauses verbaut. So zum Beispiel eine riesige Be- und Entlüftungsanlage. Im Ernstfall - etwa bei Ausbruch eines Brandes - muss die Anlage den Rauch in Windeseile nach draußen transportieren, damit von tausenden von Gästen niemand verletzt wird.

Der große Saal
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Holzbauarbeiten im großen Saal, dem Herz des Konzerthauses. Während an dieser Stelle auf einem der oberen Ränge schon das Parkett verlegt wird, wird andernorts noch an der akustischen Wandverkleidung gearbeitet.

Der große Saal
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Blick aus der Loge gegenüber der Bühne. Viele Ränge sind noch eingerüstet, doch an der Decke ist bereits die einzigartige akustische Wandverkleidung, die "weiße Haut", zu sehen.

Blick über die Stadt
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Das Konzerthaus bietet an vielen Stellen großartige Ausblicke. Hier sind der Michel, das bisherige Wahrzeichen Hamburgs, und der Fernsehturm zu sehen.

Der große Saal
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Die Bauarbeiten im großen Saal sind noch in vollem Gange, aber es ist schon zu erahnen, wie großartig der Raum einmal sein wird.

Der große Konzertsaal von unten
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ieDer große Konzertsaal ist auf riesigen Stahlfedern gelagert, die die Schwingungen innerhalb und außerhalb des Raums abfangen sollen. Schließlich soll kein vorbeifahrender Containerriese den Musikgenuss stören.

Wandverkleidung im kleinen Saal
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Die Wände des kleinen Saals sind mit sehr unregelmäßig gefrästem Holz verkleidet. Auch das im Sinne einer einwandfreien Akustik.

Erst im Oktober vergangenen Jahres war das Emirat Katar bei Hochtief ausgestiegen und rund zehn Prozent der Hochtief-Anteile verkauft. Der spanische Mehrheitseigner ACS hatte diesen Ausstieg zum Kauf weiterer Aktien genutzt. Hochtief hatte Katar im Jahr 2010 mitten in der Abwehrschlacht gegen ACS an Bord geholt. Für das Emirat hat sich das Engagement ausgezahlt: 2010 musste es 57 Euro pro Aktie bezahlen, 2015 bekam es 77 Euro. Das Manöver hatte Hochtief damals übrigens nicht geholfen, die Übernahme durch ACS abzuwehren. Der spanische Konzern mit Florentino Perez an der Spitze, der auch Präsident des Fußballklubs Real Madrid ist, sicherte sich nach einem harten Übernahmekampf die Mehrheit.

 Der von Perez eingesetzte neue Hochtiefchef Marcelino Fernandez Verdes hatte dem Konzern nach seinem Antritt im November 2012 einen tiefgreifenden Umbau verordnet und zahlreiche Beteiligungen wie Flughäfen, Immobilienunternehmen oder die australische Tochter John Holland verkauft. Er will das Unternehmen auf das klassische Baugeschäft konzentrieren und geht damit einen anderen Weg als Konkurrent Bilfinger, der vor allem auf Dienstleistungen setzt. Hochtief will hauptsächlich vom hohen Sanierungsbedarf bei öffentlichen Bauten wie etwa Autobahnbrücken aber auch von der allgemein anziehenden Baukonjunktur profitieren.

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