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Bauwirtschaft Gewinneinbruch bei Hochtief

Im Kerngeschäft kann der Bauriese die Krise weitgehend abfedern. Das gilt nicht für die zugekaufte Tochter Abertis, die deutliche Verluste macht.
03.08.2020 Update: 03.08.2020 - 16:42 Uhr Kommentieren
Der Baukonzern rechnet mit schwierigeren Geschäften. Quelle: dpa
Hochtief

Der Baukonzern rechnet mit schwierigeren Geschäften.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Geschlossene Baustellen, die Krise der privaten Auftraggeber und die abnehmende Reisetätigkeit machen zunehmend dem Essener Baukonzern Hochtief zu schaffen. So brach der Umsatz, bedingt durch die Corona-Pandemie, zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Euro ein.

Noch dramatischer wirkte sich die Krise auf den Vorsteuergewinn aus, der im selben Zeitraum um 31,7 Prozent auf gut 183 Millionen Euro sank. Das teilte Hochtief am Montag bei Vorlage der Halbjahreszahlen mit.

Vorstandschef Marcelino Fernández Verdes betonte in einem Brief an die Aktionäre allerdings den weiterhin guten Auftragsbestand des Essener Baukonzerns, der im Vorjahresvergleich um 1,2 Prozent gestiegen ist. Der Auftragseingang war hingegen im ersten Halbjahr mit einem Minus von fast 29 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro spürbar rückläufig – entsprach im zweiten Quartal aber der Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

In der Mitteilung erklärte der Spanier, der Konzern habe trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie ein „gutes Ergebnis“ eingefahren. Tatsächlich blieb das um Sonderfaktoren bereinigte operative Ergebnis im ersten Halbjahr mit rund 245 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr konstant, rechnet man den operativen Verlust heraus, den die spanische Infrastruktur-Tochter Abertis verursacht hat. Die 2018 zugekaufte Tochter betreibt Mautstellen auf Autobahnen, Parkgaragen und Flughäfen und ist zudem an verschiedenen Fernseh- und Radiosendern in Spanien beteiligt.

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    „Die starke operative Entwicklung des Konzerns ist mehreren Faktoren zu verdanken: unserer Diversifizierung nach Regionen und Tätigkeiten, der Flexibilität unserer Geschäftsbereiche sowie ihrer Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Bedingungen“, sagte Verdes. „Hinzu kommen die Vorzüge unserer robusten Geschäftsmodelle sowie die solide Positionierung unserer Konzerngesellschaften mit ihrer langjährigen Präsenz in lokalen Märkten.“

    Optimistischer Ausblick

    Ausgebremst wurde das Geschäft in der Region Asien/Pazifik: Hier hatte Hochtief im ersten Halbjahr einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von knapp elf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zu verkraften. In Europa und Amerika hingegen wuchs das Geschäft zwischen Januar und Juni um 4,6 beziehungsweise 5,7 Prozent, wobei Hochtief den mit Abstand größten Teil seines Umsatzes mit rund 7,6 Milliarden Euro in Übersee erzielte.

    Für das Gesamtjahr gibt Hochtief dennoch weiter einen optimistischen Ausblick. So hätten die Unternehmenseinheiten für die Kernmärkte des Konzerns in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa Ausschreibungen für Bauprojekte im Wert von rund 100 Milliarden Euro ausgemacht, hieß es in der aktuellen Quartalsmitteilung.

    „Unsere Ausschreibungspipeline ist gut gefüllt, und von den Regierungen sind zahlreiche Hilfspakete geschnürt worden“, erklärte Vorstandschef Verdes. Darüber hinaus versuche der Baukonzern, eine breite Palette von weiteren Möglichkeiten zu nutzen. „Wir beobachten weiter, wie sich Covid-19 auf unsere betriebliche und finanzielle Entwicklung im Jahr 2020 auswirkt“, erklärte Hochtief-Chef Verdes.

    Mehr: Der Immobilienmarkt in Coronazeiten – wer gewinnt, wer verliert

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