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Premium Bilanzcheck Deutsche Post Die Ampel steht auf Gelb

Vorstandschef Frank Appel führt die Post zu Rekordgewinnen. Trotzdem verschlechtert sich die Finanzlage – Wachstum und Pensionsvorsorge kosten den Konzern viel Geld. Eine Bilanz-Analyse.
27.05.2015 - 09:32 Uhr
Er übernahm den Dax-Konzern 2008 mit einem Nettoverlust von zwei Milliarden Euro. Quelle: dpa
Postchef Frank Appel

Er übernahm den Dax-Konzern 2008 mit einem Nettoverlust von zwei Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seinem Rat folgt inzwischen sogar Ban Ki Moon. Der Uno-Generalsekretär ließ es sich Mitte November nicht nehmen, Frank Appel in seine „Hochrangige Beratergruppe“ aufzunehmen.

Daheim in Bonn genießt der Post-Chef nicht minder hohes Ansehen. Als er das Dax-Unternehmen 2008 von seinem Vorgänger Klaus Zumwinkel weitergereicht bekam, schrieb der Konzern einen Nettoverlust von zwei Milliarden Euro. Mit überteuerten Firmenzukäufen hatte sich der langjährige Chef übernommen.

Sechs Jahre später glänzt Nachfolger Appel mit knapp 2,1 Milliarden Euro Gewinn. Das Betriebsergebnis (Ebit) ist ohne Pause Jahr für Jahr nach oben geklettert – auf drei Milliarden Euro im Jahr 2014. Die Dividende steigt 2015 um fünf auf 85 Cent. Der Jubel der Aktionäre auf der Hauptversammlung in Frankfurt ist Appel gewiss.

Auszüge aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Post. Um die Grafik vollständig anzuzeigen, klicken Sie bitte auf das Bild.
Zahlen, Zahlen, Zahlen

Auszüge aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Post. Um die Grafik vollständig anzuzeigen, klicken Sie bitte auf das Bild.

Doch ganz so blütenrein, wie es zunächst den Anschein hat, ist der Jahresbericht 2014 nicht. Gleich an mehreren Stellen springt die Ampel derzeit auf Gelb, die Deutsche Post verliert an Finanzstärke.

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