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Bilfinger weiter mit Verlust Blades sieht Fortschritte bei der Sanierung

Bilfinger hat im abgelaufenen Quartal erneut rote Zahlen geschrieben. Konzernchef Tom Blades sieht allerdings Fortschritte bei der Sanierung. Ab dem kommenden Jahr soll es wieder Wachstum geben.
Update: 15.05.2017 - 11:56 Uhr Kommentieren
Unternehmenschef Tom Blades will die seit rund vier Jahren anhaltende Talfahrt des Traditionsunternehmens stoppen. Weitere kriselnde Unternehmensteile sollen verkauft werden. Quelle: Reuters
Bilfinger

Unternehmenschef Tom Blades will die seit rund vier Jahren anhaltende Talfahrt des Traditionsunternehmens stoppen. Weitere kriselnde Unternehmensteile sollen verkauft werden.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der angeschlagene Industriedienstleister Bilfinger hat im ersten Quartal wegen schwacher Nachfrage nach neuen Produktionsanlagen erneut einen Verlust gemacht. Von Januar bis März habe sich das operative Minus etwa wie im Vorjahr auf 14 Millionen Euro belaufen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz schrumpfte um acht Prozent auf 958 Millionen Euro. In derselben Größenordnung fiel der Auftragseingang, dieser werde im Gesamtjahr jedoch organisch wachsen, bekräftigte der Mannheimer Konzern. „Wir gehen den Weg zu nachhaltig profitablem Wachstum Schritt für Schritt“, erklärte Vorstandschef Tom Blades. Erst 2018 seien wieder schwarze Zahlen zu erwarten.

Der Brite will die seit rund vier Jahren anhaltende Talfahrt des Traditionsunternehmens stoppen. Weitere kriselnde Unternehmensteile sollen verkauft werden. Daraus sei eine Ergebnisverbesserung von 30 Millionen Euro im Gesamtjahr zu erwarten, erklärte Finanzvorstand Klaus Patzak. Das verbleibende Geschäft - Konstruktion und Wartung von Kraftwerken und Industrieanlagen – hat Blades umstrukturiert. Zudem will er Verwaltungskosten durch Personalabbau senken. Auch hält sich Bilfinger von riskanten Projekten im Öl- und Gassektor oder der Industrie derzeit fern.

Blades erklärte, der Konzern komme mit der Stabilisierung gut voran. Der Nettoverlust schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 55 von 80 Millionen Euro. Trotz eines höheren Auftragseingangs erwartet Bilfinger im Gesamtjahr einen Rückgang des Umsatzes um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz. Die operative Rendite soll um einen Prozentpunkt auf rund anderthalb Prozent steigen und bis 2020 das Vorkrisenniveau von fünf Prozent erreichen.

Bilfinger sei mit der Strategie auf dem richtigen Weg, kommentierte Thorsten Reigber, Analyst von der DZ Bank. „Jedoch hat das Unternehmen noch eine lange Wegstrecke zu bewältigen.“ Die Bilfinger-Aktien fielen im Nebenwerteindex MDax um ein halbes Prozent.

  • rtr
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