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Billigstromanbieter Staatsanwaltschaft Moskau ermittelt im Fall Teldafax

Um den Billigstromanbieter Teldafax entwickelt sich ein internationaler Wirtschaftskrimi. Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Moskau in dem Fall. Der Verdacht: Entwendung durch Abschluss fingierter Verträge.
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Internationaler Wirtschaftskrimi: Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Moskau. Quelle: dpa

Internationaler Wirtschaftskrimi: Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Moskau.

(Foto: dpa)

Moskau/BonnDer Untergang des Billigstromanbieters Teldafax wird zum internationalen Wirtschaftskrimi. Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) ermittelt die Generalstaatsanwalt Moskau gegen den ehemaligen Generaldirektor des russischen Teldafax-Gesellschafters Energo Stream, Jurij Scheljabowskij. „Die Anklage lautet auf Entwendung von Geldmitteln durch Abschluss von fingierten Verträgen mit von ihnen kontrollierten Offshore-Firmen“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Moskau dem Handelsblatt.

In diesem Zusammenhang würden die russischen Ermittler auch gern mit Michael Josten sprechen, dem Mann, der als Drahtzieher des Teldafax-Skandals in Deutschland angeklagt ist. Josten, ein ausgebildeter Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, legte bereits früher verschachtelte Unternehmensgebilde mit Gesellschaften in Übersee an. Noch hat ihn die Generalstaatsanwaltschaft Moskau offenbar nicht erreicht. Ein Amtshilfeersuchen bei der Staatsanwaltschaft Bonn läuft.

Scheljabowskij ist dafür verantwortlich, dass der Energiekonzern Energo Stream zwischen November 2010 und Mai 2011 insgesamt 105 Millionen Euro als Darlehen an Teldafax überwies – Geld, das in dem chaotischen Unternehmen versickerte und für die Russen vermutlich auf alle Zeit verloren ist.

Am vergangenen Freitag erhob die Staatsanwaltschaft Bonn Anklage gegen Josten sowie die ehemaligen Teldafax-Vorstandsvorsitzenden Klaus Bath und Gernot Koch. Die Anklage gegen alle drei lautet auf „gewerbsmäßigen Betrug und Bankrotthandlungen“. Teldafax war nach Ansicht der Ermittler bereits seit Mitte 2009 insolvenzreif. Der Fall gilt gemessen an der Zahl der 500.000 Gläubiger als das größte Insolvenzverfahren der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

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