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Blitzanalyse Deutsche Post hebt Ergebnisprognose leicht an – enttäuscht aber beim Wachstum

Die Deutsche Post verbessert den Ausblick für das laufende Jahr leicht. Doch das Auslandsgeschäft macht Probleme – besonders in Großbritannien.
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Der Konzern hat seine Jahresprognose angehoben. Quelle: AFP
Deutsche Post

Der Konzern hat seine Jahresprognose angehoben.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Die seit dem 1. Juli greifende Portoerhöhung um durchschnittlich zehn Prozent und Sanierungsfortschritte in der Brief- und Paketsparte haben Post-Chef Frank Appel veranlasst, die Prognose für das laufende Jahr am unteren Ende leicht anzuheben.

  • Statt der bislang 3,9 Milliarden Euro soll der Ertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei mindestens vier Milliarden liegen. Das obere Ende behielt Appel jedoch mit dem Wert von 4,3 Milliarden Euro bei. Zudem hielt er an dem Ziel fest, im kommenden Jahr ein Ebit von mehr als fünf Milliarden Euro zu erreichen.
  • Das abgelaufene Quartal schloss die Deutsche Post mit einem Ergebnis je Aktie von 38 Cent ab. Das war zwar weniger als im Vorjahr, als der Bonner Konzern noch 42 Cent pro Aktie verdient hatte, aber deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Sie waren zuletzt von lediglich 31 Cent ausgegangen.
  • Allerdings enttäuschte der Konzern beim Wachstum. Der Quartalsumsatz von 15,48 Milliarden Euro lag drei Prozent über dem Vorjahreswert, während Analysten mit einem Plus von 4,8 Prozent gerechnet hatten.

Das fällt positiv auf

Die Sparte Brief und Paket, die vor einem Jahr überraschend zum Sanierungsfall geworden war, verbesserte zum ersten Mal seit dem vierten Quartal 2017 wieder ihr Ebit. Im jüngsten Quartal kamen dort 177 Millionen Euro zusammen, was – bereinigt um Restrukturierungsaufwand – einem Plus von 18 Millionen Euro entspricht.

Rückenwind kommt dabei vom deutschen Paketgeschäft, das beim Umsatz um 10,5 Prozent zulegte. Zudem habe sich der Umsatz pro Paket erhöht, erklärte der Konzern. Das spricht für eine höhere Rentabilität.

Das fällt negativ auf

Restrukturierungsaufwendungen gab es in zwei weiteren Konzernsparten. Die seit kurzem ausgegliederte Sparte „eCommerce Solutions“, unter der das ausländische Paketgeschäft zusammengefasst ist, rutschte dadurch in die Verlustzone. Auch das Lagereigeschäft („Supply Chain“) verbuchte Sanierungsaufwendungen – vor allem für das Geschäft in Großbritannien, wo vor einiger Zeit die Belieferung von Restaurants der Kette Kentucky Fried Chicken Probleme bereitet hatte. Zum 1. September wird der neue Spartenchef Oscar de Bok den scheidenden John Gilbert im Konzernvorstand ablösen.

Was jetzt passiert

Einen zusätzlichen Gewinn für die Deutsche Post könnten die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bringen. Der CDU-Politiker schlägt vor, Briefe an nur noch fünf Tagen in der Woche zuzustellen – wodurch wahrscheinlich der Montag entfallen würde.

Bislang fordert die „Post-Universaldienstleistungsverordnung“ die Zustellung an sechs Tagen, wodurch die Deutsche Post im Gegenzug eine Befreiung bei der Mehrwertsteuer und weitere Privilegien genießt. Das EU-Recht jedoch verlangt lediglich eine Briefzustellung an fünf Tagen pro Woche.

An Montagen stellen die Boten nur zwei Prozent der Wochenmenge zu, was für den Gelben Riesen aller Wahrscheinlichkeit nach ein Verlustgeschäft bedeutet. Doch SPD und die Gewerkschaft Verdi stemmen sich bislang gegen die Pläne des Bundeswirtschaftsministers.

Mehr: Das Geschäft mit Warensendungen aus dem Ausland wächst kräftig. Also muss die Post investieren – mit Risiko: Denn Prognosen sind kaum zu treffen.

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