Booking.com Behörden wollen 356 Millionen Euro von Hotelportal

Mehr als zwei Jahre lang haben französische Steuerbehörden die die Booking.com-Bilanzen geprüft. Offenbar sind die dabei fündig geworden. Das Hotelportal muss offenbar kräftig nachzahlen.
Der amerikanische Online-Reisevermittler Priceline erklärte, seine Tochter Booking.com habe sich stets an französisches Steuerrecht gehalten. Quelle: Reuters
booking.com in Berlin

Der amerikanische Online-Reisevermittler Priceline erklärte, seine Tochter Booking.com habe sich stets an französisches Steuerrecht gehalten.

(Foto: Reuters)

ParisDie französischen Steuerbehörden verlangen von dem Hotelportal Booking.com 356 Millionen Euro. Sie fordern von der Internetfirma die Begleichung ungezahlter Ertrag- und Mehrwertsteuern, wie aus einer Mitteilung des Mutterkonzerns Priceline an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Der Großteil der genannten Summe setze sich aus Geldbußen und Zinszahlungen zusammen. Das Finanzamt habe die Booking.com-Bilanzen für 2003 bis 2012 über mehr als zwei Jahre lang geprüft. Das Dokument, in das Reuters am Mittwoch Einsicht hatte, ist auf den 4. Mai datiert. Zuerst hatte das französische Magazin „Match“ darüber berichtet.

Der amerikanische Online-Reisevermittler Priceline erklärte, Booking.com habe sich stets an französisches Steuerrecht gehalten. Sollte die Tochter die Angelegenheit nicht mit den Behörden klären können, werde sie die Steuerprüfung voraussichtlich vor Gericht anfechten.

Welche Städte Reisende lieben – und welche nicht
Platz 10: Leipzig
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Der Tourismus in Deutschland boomt – auch weil viele Bundesbürger angesichts der internationalen Sicherheitslage lieber im eigenen Land urlauben. Mehr als 433 Millionen Übernachtungen verzeichneten das Internetportal Billiger.de und die statistischen Landesämter 2015, 12 Millionen mehr als im Vorjahr.

Den Anfang der Top-Ten macht Leipzig. Die größte Stadt Sachsens verbuchte 2015 mit 2.232.282 Übernachtungen ein Plus von 2,3 Prozent und damit 64.973 Hotelbuchungen mehr.

Quelle: Billiger.de/Statistische Landesämter

Platz 9: Nürnberg
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3.013.201 Übernachtungen verbuchte Nürnberg 2015, satte 188.947 Gäste mehr als 2014. Die Hoteliers der fränkischen Metropole verbuchten damit ein Plus von 6,7 Prozent.

Platz 8: Stuttgart
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2015 wurden in der Heimat von Spätzle und Mercedes 3.561.490 Übernachtungen gebucht. Das sind 2,7 Prozent beziehungsweise 95.162 Gäste mehr.

Platz 7: Dresden
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Ein guter siebter Platz für Dresden? Von wegen! Die regelmäßigen Aufmärsche der Pegida-Bewegung haben ihre Spuren hinterlassen. Zwar verbuchte Dresden im letzten Jahr 4.308.631 Übernachtungen. Das waren jedoch 133.265, beziehungsweise 3 Prozent Buchungen weniger.

Platz 6: Düsseldorf
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Der andere Verlierer in den Top-Ten heißt Düsseldorf, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie Dresden: 4.403.960 Übernachtungen verbuchten die Hoteliers der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt 2015 – das waren 88.591 weniger als 2014.

Platz 5: Köln
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Platz 5 der deutschen Tourismus-Städte, Düsseldorf geschlagen: In der Domstadt darf man sich freuen. 5.984.881-mal blieben in Köln Gäste 2015 über Nacht. 247.905 Buchungen und damit 4,3 Prozent mehr als 2014.

Platz 4: Frankfurt am Main
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Den prozentual deutlichsten Zuwachs an Buchungen unter den zehn Top-Städten verzeichnet Frankfurt am Main. 630.816, beziehungsweise 7,8 Prozent mehr Übernachtungen verbuchte die hessische Landeshauptstadt 2015. Insgesamt registrierte Mainhattan 8.676.721 Übernachtungen.

Vergangene Woche hatten ebenfalls in Frankreich Steuerfahnder die Büroräume von Google durchsucht. Begründet wurde die Razzia mit Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche.

  • rtr
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