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Branchenumfrage Das Geschäft der großen Beratungsfirmen läuft wieder

Das Geschäftsklima in der deutschen Consultingbranche steigt auf einen Höchstwert. Doch nicht alle Anbieter haben den Krisenmodus schon verlassen.
08.12.2020 - 13:09 Uhr Kommentieren
Automatisierungstechniker in der Automobilforschung: In der Branche nehmen die Digitalisierungsprojekte wieder an Fahrt auf – zur Freude der Berater. Quelle: obs
Volkswagen Nutzfahrzeuge eröffnet Campus Digitalisierung

Automatisierungstechniker in der Automobilforschung: In der Branche nehmen die Digitalisierungsprojekte wieder an Fahrt auf – zur Freude der Berater.

(Foto: obs)

Düsseldorf Der deutsche Beratungsmarkt erholt sich weiter. Das zeigt der aktuelle Geschäftsklima-Index, den der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) am Dienstag veröffentlicht hat. Danach festigt sich der seit Spätsommer zu beobachtende Trend, dass die Branche besser als befürchtet aus der Krise herauskommt.

Noch im März prophezeite der BDU mit Blick auf die Folgen des ersten Lockdowns einen jähen Absturz der Branche. Nun zeigt sich, dass die Stimmung aktuell so gut ist wie noch nie in diesem Jahr. Zum vierten Mal in Folge stieg seit Mai der BDU-Geschäftsklimaindex und erreicht 94,5 Punkte – ein Wert, wie er in den früheren Boomjahren üblich war.

Die Unternehmensberater bewerten die Lage und den Ausblick zudem etwas optimistischer, als es die Gesamtwirtschaft macht. Der BDU-Index liegt aktuell über dem vergleichbar gestalteten Ifo-Index. Dennoch werden sich in diesem Jahr die Spuren der Krise bei den Beratungen zeigen. Der Verband rechnet mit einem Umsatzrückgang von fünf bis zehn Prozent.

Das Volumen aus dem Rekordjahr 2019 wird die Branche nach Einschätzung des BDU erst wieder im Jahr 2022 erreichen können. Damals kam der Consultingmarkt auf einen Umsatz von annähernd 36 Milliarden Euro.

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    Trotz der insgesamt guten Stimmung zeigt sich ein Riss in der Branche. Denn vor allem bei den großen Beratungsgesellschaften läuft das Geschäft schon wieder rund. Anbieter wie Boston Consulting und Kearney rechnen für das Deutschlandgeschäft in diesem Jahr mit Wachstum. Viele Projekte seien im ersten Lockdown nur eingefroren worden und im Sommer wieder gestartet, heißt es bei den Gesellschaften.

    Einzelberater kämpfen ums Überleben

    Bei den kleineren Anbietern hingegen ist die Lage nach wie vor brenzlig. „Mancher Einzelberater ringt aufgrund der Pandemieauswirkungen um seine Existenz“, analysiert BDU-Präsident Ralf Strehlau. Beratungen mit einem Umsatz von weniger als 250.000 Euro erwarten in diesem Jahr einen Umsatzeinbruch um bis zu einem Viertel.

    Unterschiede zeigen sich auch je nach Spezialisierung. Die großen Generalisten profitieren davon, dass sie im Grunde alle wichtigen Industriezweige betreuen, von denen einige recht unbeschadet durch die Krise kommen – etwa die Chemie- und Pharmaindustrie.

    In der wichtigsten Kundengruppe, der Automobilbranche und dem Maschinenbau, verzeichnen die Berater zudem einen leichten Aufwärtstrend. Anbieter mit Fokus auf derzeit brachliegenden Segmenten – etwa dem Verkehrs- und Gastgewerbe – stecken hingegen weiter tief in der Krise, da sie nur wenige Aufträge bekommen.

    Es zeigt sich, dass die deutschen Unternehmen vor allem ihre Projekte zur digitalen Transformation wieder aufnehmen und vorantreiben. Das beflügelt aktuell beispielsweise die IT-Beratungen, deren Geschäftslage sich laut der BDU-Umfrage deutlich verbessert hat. Auch die Restrukturierungsexperten sind in der Wirtschaft gut gebucht.

    Schlechter sieht es bei den Anbietern aus, deren Schwerpunkt auf Human Resources liegt. Dort ist der Stimmungsindex sogar weiter gesunken. Zum einen halten sich die Unternehmen in der aktuellen Lage mit Neueinstellungen zurück. Dazu liegen interne Personalprojekte vielerorts weiterhin auf Eis.

    Mehr: Sparen allein reicht nicht: Wie Topberater Firmen durch die Krise helfen

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