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Brexit EU könnte britische Airlines zum Verkauf von Anteilen zwingen

Die EU bereitet sich auf einen Brexit ohne Abkommen vor. Davon betroffen sind auch die großen britischen Fluggesellschaften IAG und Ryanair.
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Die britische Fluglinie gehört zur Luftfahrtkonzern IAG. Quelle: dpa
British Airways

Die britische Fluglinie gehört zur Luftfahrtkonzern IAG.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Europäische Union will britischen Fluggesellschaften für den Fall eines ungeregelten Brexits eine Frist setzen. Brüssel will den Eigentümern britischer Airlines sieben Monaten Zeit geben, um ihre Gesellschaftsstruktur dem EU-Recht anzupassen. Andernfalls könnten britische Fluggesellschaften wie IAG und Ryanair ihre Fluglizenzen verlieren. Das berichtet die „Financial Times“ (FT).

Um uneingeschränkte Flugrechte innerhalb der EU zu bekommen, müssen die Fluggesellschaften im mehrheitlichen Besitz von EU-Bürgern sein und von ihnen kontrolliert werden. Auf Fluggesellschaften wie IAG und Ryanair träfe das im Fall eines ungeregelten Brexits nicht zu. Sie wären möglicherweise dazu gezwungen, Anteilen zu verkaufen, um ihre Lizenzen zu erhalten .

Wenn der Gesetzesentwurf verabschiedet wird, was laut dem Bericht noch diesen Monat passieren könnte, haben die Fluggesellschaften zwei Wochen Zeit, ihre Pläne zur Aufrechterhaltung bestehender Lizenzen vorzulegen. Nach Ansicht hochrangiger EU-Beamter soll die vorgeschlagene Frist von sieben Monaten den Fluggesellschaften genügend Zeit geben, sich den Eigentumsvorschriften anzupassen.

„Hat das Luftfahrtunternehmen innerhalb der Frist keinen Plan vorgelegt, widerruft die zuständige Genehmigungsbehörde die Betriebsgenehmigung“, zitiert die FT aus dem Gesetzesentwurf.

EasyJet und Ryanair geben an, dass sie Notfallpläne haben, um sicherzustellen, dass 50 Prozent ihrer Aktionäre EU-Bürger sind. Möglicherweise wollen sie das durch Verkäufe von Aktien erreichen. Die IAG hingegen hat ihre Vorschläge zur Abwicklung eines No-Deal-Brexit bisher zurückhaltend dargestellt. Dabei steht sie unabhängigen Schätzungen zufolge vor der größten Herausforderung. Einige Analysten schätzen, dass der nach einem Austritt Großbritanniens aus der EU nur 25 Prozent der Aktien EU-Bürgern gehören würden.

Brüssel habe IAG bereits gewarnt, dass ihr favorisierter Plan, weiterhin frei in Europa zu fliegen, nicht mit EU-Gesetzen vereinbar sei, so hochrangige Vertreter.

Der Vorsitzende der IAG, Willie Walsh, zeigte sich zuletzt dennoch zuversichtlich. Am Freitag sagte er auf einer Pressekonferenz, er gehen davon aus, dass Großbritannien und die EU „eine umfassende Vereinbarung“ über den Brexit treffen würden. Ein Sprecher der IAG sagte, die Gruppe sei „zuversichtlich“, dass sie die EU-Eigentumsvorschriften nach dem Brexit einhalten würden.

Die Durchsetzungsregelungen für die Eigentumsvorschriften der EU für Luftfahrtunternehmen sind Teil eines Pakets von Notstandsgesetzen. Diese zielen darauf ab, die grundlegenden Transportdienste am Laufen zu halten, wenn Großbritannien kein Austrittsabkommen mit der EU aushandeln kann.

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