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Büroraum-Anbieter WeWork-Chef könnte schon diese Woche abgelöst werden

Großinvestor Softbank soll Medienberichten zufolge das Vertrauen in Adam Neumann verloren haben. Der Verwaltungsrat könnte ihn nun dazu drängen, den Chefposten aufzugeben.
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Der Verwaltungsrat von WeWork könnte schon am Montag tagen und Unternehmenschef Adam Neumann dazu drängen, den Posten anzugeben. Quelle: AP
Adam Neumann

Der Verwaltungsrat von WeWork könnte schon am Montag tagen und Unternehmenschef Adam Neumann dazu drängen, den Posten anzugeben.

(Foto: AP)

New York Lange Zeit war Softbank-Chef Masayoshi Son ein großer Fan von Adam Neumann. Son hat den exzentrischen WeWork-Chef auch dann noch finanziell unterstützt, als andere Investoren längst abgesprungen sind. Nun jedoch soll Son das Vertrauen in den Gründer und CEO des Bürovermieters verloren haben, wie US-Medien am Sonntag übereinstimmend berichteten. Schon am Montag könnte der Verwaltungsrat tagen und Neumann (40) dazu drängen, sein Amt niederzulegen, hieß es.

Als WeWorks größter Investor hat Softbanks Wort Gewicht. Der japanische Mobilfunkkonzern hat sowohl direkt als auch über den Vision Fund in WeWork investiert. Der 100 Milliarden Dollar schwere Technologiefonds wurde 2017 von Son aufgesetzt und hat sich für schnell wachsende Start-ups als Geldgeber mit tiefen Taschen etabliert.

Ob es tatsächlich gelingt, Neumann zum Rücktritt zu bewegen, ist unklar. Neumanns Stimmrechte wurden zwar in den vergangenen Wochen von 20 auf zehn Stimmrechte pro Aktie gekürzt. Das gibt ihm dennoch einen Vorteil. Zudem ist derzeit noch nicht klar, ob sich im Verwaltungsrat genügend Aufseher finden, die seinen Rückzug unterstützen würden.

Neben Softbank-Manager Ron Fisher sitzt etwa der frühere Asien-Chef von Goldman Sachs, Mark Schwartz, im Kontrollgremium. Ihm wird nachgesagt, im Zweifel auf der Seite von Softbank zu stehen. Der ehemalige Chef des Handtaschen-Labes Coach, Lewis Fronkfort, dagegen ist ein enger Freund von Neumann und ein früher Investor. Bruce Dunlevie vom Risikokapitalgeber Benchmark ist ebenfalls ein früher Investor. Seine Firma war auch in den Fahrdienstanbieter Uber investiert und hatte sich damals dafür ausgesprochen, den umstrittenen Gründer Travis Kalanick vom Chefposten zu entfernen. Ob sich Benchmark erneut für so einen ungewöhnlichen Schritt aussprechen wird, bleibt abzuwarten.

Seitdem WeWork Mitte August den Börsenprospekt veröffentlicht hatte, schlug dem New Yorker Unternehmen heftige Kritik von Analysten und potenziellen Investoren entgegen. Viele haben Zweifel am Geschäftsmodell und sehen nicht, wie das Unternehmen profitable werden will. Ein für September geplanter Börsengang wurde verschoben.

WeWork war ursprünglich das Start-up mit der höchsten Bewertung in den USA. Bei der letzten Finanzierungsrunde im Januar wurde das Unternehmen mit 47 Milliarden Dollar bewertet. Zu dem Preis gibt es an der Wall Street jedoch kein Interesse. Branchenkenner halten fünf bis zehn Milliarden Dollar für einen realistischeren Rahmen, was gerade bei Softbank zu hohen Abschreibungen führen könnte.

Mehr: Der verpatzte Börsengang des Büroflächenvermieters WeWork ist ein herber Rückschlag. Hier erfahren Sie, wieso die Kritik der Investoren an Vision-Fund-Initiator Softbank wächst.

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