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Bürovermieter WeWork fährt im dritten Quartal Verluste in Milliardenhöhe ein

Der Bürovermieter hat seinen Verlust auf mehr als eine Milliarde Dollar erhöht. Grund für die Steigerung ist die Eröffnung von vielen neuen Standorten.
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Mit Kostensenkungen will der Bürovermieter wieder in die Gewinnzone kommen. Quelle: Reuters
WeWork

Mit Kostensenkungen will der Bürovermieter wieder in die Gewinnzone kommen.

(Foto: Reuters)

New York Der US-Büroplatzvermieter musste im dritten Quartal größere Verluste als im Vorjahr einstecken. Der Nettoverlust stieg im abgelaufenen Quartal auf 1,25 Milliarden Dollar von 497 Millionen Dollar im Jahresvergleich, gab der Mutterkonzern WeWork Company bekannt. Wie aus den Geschäftszahlen hervorgeht, ist der Verlust der Eröffnung von 97 neuen Standorten geschuldet.

Der Bruttogewinn aus dem Verkauf von Büro-Mitgliedschaften und Service-Umsätzen stieg im dritten Quartal von 454 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 808 Millionen Dollar. Nach dem Scheitern der WeWork-Börsenpläne hatte der japanische Technologie-Investor Softbank mehr als zehn Milliarden Dollar in das Unternehmen gesteckt und seinen Anteil von rund einem Drittel auf 80 Prozent ausgebaut.

Ohne die Finanzspritze aus Japan wäre WeWork laut Insidern bereits in wenigen Wochen das Geld ausgegangen. Insgesamt wird das Start-up nach der Kapitalspritze nur noch mit acht Milliarden Dollar bewertet. Vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen zum geplanten Börsengang noch 47 Milliarden Dollar anvisiert – doch die Investoren bekamen kalte Füße.

Der Börsengang wurde abgesagt, weil es an der Wall Street keine Nachfrage nach dem hochbewerteten, aber auch hochdefizitären Start-up gab. WeWork-CEO Adam Neumann musste den Chefposten räumen. Softbank und andere Investoren haben Neumann das Vertrauen entzogen. Als Nachfolger ist der derzeitige T-Mobile US-Chef John Legere im Gespräch.

Der Bürovermieter will nun mit Kostensenkungen wieder in die Spur kommen. So will WeWork im Rahmen eines Umstrukturierungsplans bis zu 4000 Mitarbeiter entlassen, wie die „Financial Times“ („FT“) berichtete. Das entspräche etwa rund ein Drittel der globalen Belegschaft.

Softbank-Chef Masayoshi Son sagte, er glaube weiter an das Geschäftsmodell von WeWork, das die Art zu arbeiten verändere. „Wir bleiben WeWork, seinen Mitarbeitern, Kunden und Vermietern verpflichtet.“

Mehr: Warum WeWork noch lange nicht gerettet ist, lesen Sie hier.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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