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Caravan-Salon Camping als Lebensgefühl

Schon drei Wochen im Voraus campieren die ganz harten Fans der Caravan-Messe in Düsseldorf. Der Trend geht zum kompakten Wohnwagen – aber auf gewissen Luxus wollen die Camper auch nicht mehr verzichten.
  • Jennifer Garic
29.08.2015 - 15:48 Uhr Kommentieren
Campen in schöneren Kästen
Hymer Optima de Luxe
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Die Branche hatte in den vergangenen Jahren mit Absatzrückgängen zu kämpfen. Erst seit diesem Jahr geht es den Herstellern von Reisemobilen und Caravans wieder besser. Verständlich, dass sich die Branche jetzt erst einmal wieder berappeln will und sich mit größeren Investitionen in komplett neue Baureihen noch etwas zurückhält ...

(Foto: PR)
Knaus Sun I 900
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Aktuell werden vornehmlich Modellreihen gestrafft, beim Kunden nicht laufende Typen aus dem Programm genommen, die verbleibenden Fahrzeuge im Detail verbessert. Was ja nicht unbedingt zum Schaden des Käufers sein muss. Schließlich werden auf diesem Weg ohnehin bereits ausgereifte Modelle nur weiter optimiert und damit für den Camper attraktiver.

(Foto: PR)
Absetzkabine Bimobil 240 auf Nissan Navara
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Der Caravan Salon 2015 ist von Samstag, 29. August, bis Sonntag, 6. September 2015, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für Fachbesucher und Medienvertreter ist die Messe bereits am Freitag, 28. August, geöffnet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 14 Euro; Schüler, Studenten und Caravan Salon Club-Mitglieder zahlen 10 Euro, das Ticket für Kinder (6 bis 12 Jahre) kostet sechs Euro. Alle Tickets, die online erworben werden, gelten für die eingetragene Person bis zu zwei Tage.

(Foto: PR)
Vario Perfect 1100
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Bei den Marktanteilen liegen die Teilintegrierten und Camping-Busse nach wie vor ganz weit vorne in der Käufergunst. Ausgebaute Kastenwagen sind gefragt, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den wichtigen Exportmärkten. Pössl hat mit Roadcar eine eigene Marke gegründet, die mit günstigen Preisen den Wettbewerbern Marktanteile anjagen soll. Bürstner belebt den City Car wieder, und Westfalia lässt mit dem Kepler und dem Jules Verne erstmals zwei Modelle in Frankreich bei der Konzern-Mutter Rapido fertigen.

(Foto: PR)
Eura Mobil Activa One 650 VB
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Früher waren sie einmal der Inbegriff des Reisemobils: Die Alkoven-Fahrzeuge mit ihrem charakteristischen Überhang über dem serienmäßigen, verblechten Fahrerhaus. Mittlerweile haben ihnen die Teilintegrierten in der Gunst der Käufer den Rang abgelaufen – doch (nicht nur) für Familien mit Kindern sind Alkoven nach wie vor eine gute Wahl.

Der Überbau bietet eine höhlenartige Schlafstatt, die vom reisemobilen Nachwuchs als Nachtlager durchaus geschätzt wird. Hoch über die Leiter, und rein ins eigene Reich für die Nacht, das freut die Jüngsten immer wieder. Nicht nur aus diesem Grund sind die Alkoven-Modelle auch in der Vermietung nach wie vor gefragt und auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon (29.8. - 6,9.2015) natürlich auch wieder Neuheiten zu sehen.

(Foto: PR)
Absenkbares Hubbett
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Damit trotz handlicher Abmessungen auch einmal vier Personen in einem Mobil übernachten können, greifen immer mehr Hersteller zu absenkbaren Hubbetten. So können auch die Kinder oder – in vermutlich noch mehr Fällen – die Enkel mit auf Reisen gehen. Bei einigen Herstellern gehören absenkbare Bugbetten zur Serienausstattung, bei anderen muss der Kunde einen gewissen Aufpreis zahlen. Bei Bürstner, wo man einst die absenkbare Schlafstatt serienreif machte, gibt es das Hubbett - etwa im Brevio - jetzt auch im Heck. 

(Foto: PR)
Absetzkabine Bimobil 240 auf Nissan Navara
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Reisemobilisten sind bereit Geld auszugeben - wenn sie es für sinnvoll investiert halten. Das ist beispielsweise bei der Allrad-Technik der Fall. So hat Volkswagen etwa von seinen Californias beim Vorgänger-Modell des aktuellen Transportes, dem T5, einen Anteil von gut mehr als 50 Prozent der Fahrzeuge mit dem traktionsfördernden 4Motion-Antrieb ausgeliefert.

Bezeichend auch, dass einige Hersteller wie La Strada oder Hymer auch mit dem ab Werk nicht zu bekommenden Allradantrieb für das Basisfahrzeug Fiat Ducato und seine Brüder von Citroen und Peugeot experimentieren – oder den 4x4-Antrieb gar schon gegen Aufpreis anbieten.

Einerseits sucht der Reisemobilist besseren Grip, der ihm auch das Verlassen einer in der Nacht durch Starkregen völlig durchweichten Wiese ermöglicht, andererseits wollen auch immer mehr Camper ausgefahrene Wege verlassen.

(Foto: PR)

Düsseldorf Sein Leben lang hat er im Hotel gearbeitet. Dort auch noch Urlaub zu machen, kam für Uwe Maas nicht mehr in Frage. „Ich will einfach aufstehen und mich ungestylt an den Frühstückstisch setzen, wenn ich schon im Urlaub bin“, findet der 68-Jährige. „Und wenn es auf der Autobahn Stau gibt, dann mach ich mir eben einen Kaffee und lehne mich zurück.“

Mit einem kleinen Eigenheim verreisen – das wollen immer mehr Menschen. Die Caravanbranche wächst. Alleine in den ersten sieben Monaten diesen Jahres wurden 36.646 neue Wohnwagen und Wohnmobile zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die Produktion stieg im gleichen Zeitraum um elf Prozent.

Auf der Caravan-Messe in Düsseldorf werden ab Samstag eine Woche lang die neuesten Modelle inklusive technischer Neuheiten präsentiert. Annähernd 200.000 Menschen pilgern dafür jährlich nach Düsseldorf und erkunden die elf Messehallen. Der Messeparkplatz P1 verwandelt sich währenddessen zum größten Caravan-Stellplatz Europas.

Die ganz treuen Caravanfans sind schon drei Wochen vor der Messe da. Das Ehepaar Maas reist eine Woche vor Messebeginn an und vertreibt sich außerhalb der Messe die Zeit mit Ausflügen in die Düsseldorfer Altstadt und mit Radtouren.

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    Seit 1994 fahren sie jedes Jahr gemeinsam nach Düsseldorf und haben auf P1 schon ihren Stammplatz. Den wollte früher nämlich keiner, da er damals noch nicht an Strom und Wasser angeschlossen war. Im vergangenen Jahr haben noch rund 25.000 weitere Fans mit den beiden vor den Messehallen gecampt – darunter sind auch Aussteller, Fachbesucher und Journalisten.

    Viele in Deutschland besitzen ein Heim auf Rädern zum Verreisen. Zusammengenommen sind etwa eine Millionen Caravans unterwegs. „Die Zahl der angemeldeten Caravans hat aber auch nie abgenommen in Deutschland“, sagt Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbands (CIVD). Auch wenn die Finanzkrise die Caravan-Hersteller traf und die Produktion neuer Wagen gedrosselt wurde, geht es nun wieder steil bergauf.

    Das sind die Trends für den Urlaub auf vier Rädern

    Die stetig steigende Anzahl an Wohnwagen und Wohnmobilen ist durch ständige Neukäufe zu erklären. Wohnmobilfahrer wie Uwe und Britta Maas kaufen sich in regelmäßigen Abständen ein neues Wohnmobil. Alle fünf Jahre lassen sie sich wieder ein neues Modell nach ihren Wünschen anpassen. Dabei gönnen sie sich auch gerne beheizbare Handtuchhalter, eine Eiswürfelmaschine und ein Fenster, das sich bei Regen automatisch schließt.

    Dass Camper sich nach einer gewissen Zeit einen neuen Caravan kaufen, ist laut Sternberg die Regel. „Heute bekommt man auch nach zehn Jahren noch die Hälfte des Kaufpreises wieder. Caravans sind relativ wertstabil.“ Das liegt an der langen Lebensdauer. Ein Wohnwagen ist ungefähr 30 Jahre lang verkehrstüchtig, ein Wohnmobil etwa 25 Jahre lang. Die wenigsten werden danach an den Hersteller zum Recycling zurückgegeben. Viele werden zu Gartenlauben umgebaut oder auf Dauer-Campingplätzen eingesetzt.

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