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Coronavirus Saison ist vorbei – Skigebiete müssen das Ostergeschäft abhaken

In ganz Mitteleuropa stehen die Lifte still, die Wintersaison ist vorzeitig zu Ende gegangen. Für die Skigebiete und Hotels ist das ein harter Schlag.
17.03.2020 - 11:05 Uhr Kommentieren
Überall in den Alpen stehen mittlerweile die Lifte still. Quelle: dpa
Stubaier Gletscher in Österreich

Überall in den Alpen stehen mittlerweile die Lifte still.

(Foto: dpa)

München Strahlender Sonnenschein und blütenweise Pisten: Die Bedingungen an diesem Sonntag hätten in Saalbach-Hinterglemm nicht besser sein können. Trotzdem war in dem riesigen Skigebiet im Salzburger Land kaum jemand an den Liften zu sehen. Viele der sonst so belebten Skihütten hatten schon zugemacht, an anderen saß die Wirtsfamilie noch für einen Kaffee auf der Terrasse. Derweil sammelte das Personal der Bergbahnen die Begrenzungspfosten an den Abfahrten ein.

So wie in Saalbach-Hinterglemm, so endete die Skisaison wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus überall in Mitteleuropa an diesem Wochenende so früh wie nie. Zunächst hatten Anfang vergangener Woche die Resorts in Italien dichtgemacht, dann folgten die osteuropäischen Länder und am Samstag und Sonntag schließlich Österreich, Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Damit stehen die Lifte überall still – und die Hotellerie ist verwaist.

Die Gastronomen und Hoteliers müssen damit auch auf das Ostergeschäft verzichten. Denn die Bergbahnen werden diese Saison nicht wieder öffnen, selbst wenn die Behörden die Krankheit bis Mitte April in den Griff bekommen sollten.

Selbst in den Gletscherskigebieten geht auf absehbare Zeit nichts mehr: Im schweizerischen Zermatt etwa ruhen die Anlagen bis mindestens 30. April, am Kitzsteinhorn im österreichischen Kaprun lassen die Verantwortlichen einen Termin für die Wiedereröffnung offen.

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    Das Pistenvergnügen endet allerdings nicht nur in Europa. Auch die Amerikaner müssen ihre Skier erstmal im Keller lassen. So hat der Gouverneur von Colorado, Jared Polis, die Schließung aller Resorts für zunächst eine Woche angeordnet. In dem US-Bundesstaat liegen bekannte Skiorte wie Aspen und Vail. Dort hatten sich zuletzt zahlreiche Personen angesteckt.

    Ende der Krise nicht absehbar

    Dabei haben die Bergbahnen noch Glück im Unglück: Weil Ostern erst Mitte April ist, wären ohnehin nicht mehr so viele Gäste gekommen wie in Jahren, in denen die Feiertage auf einen früheren Termin fallen. Trotzdem fürchten die Beherbergungsbetriebe im Wintersportland Schweiz bereits jetzt um die Existenz: Bei der Hälfte der Betriebe würde in den nächsten Wochen die Liquidität knapp, warnte der Branchenverband Hotellerie Suisse bereits Ende vergangener Woche.

    Mehr noch: „Die Härte des wirtschaftlichen Schocks für den Tourismus ist beispiellos und mit Krisen der letzten Jahre nicht zu vergleichen.“ Banken und Staat seien gefordert, die Unternehmen zu unterstützen.

    In weiten Teilen Österreichs sind inzwischen alle Hotels und Pensionen geschlossen, niemand weiß für wie lange. Auch die Gasthäuser müssen zusperren. Mit einer unbürokratischen Kurzarbeitsregelung versucht die Regierung des Landes, den Firmen zu helfen.

    Merkel: Keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland

    Die Hoteliers in Saalbach-Hinterglemm haben jedenfalls schnell reagiert und ihr Personal nach Hause geschickt. Die meisten Gäste sind bereits am Samstag abgereist. Am Sonntag dann waren auf den Straßen auffallend viele vollgepackte Autos mit ungarischen oder slowakischen Kennzeichen zu sehen – von ausländischen Mitarbeitern also, die eilends ihre Sachen gepackt und sich auf den Weg in die Heimat gemacht haben. Wann die Beschäftigten wieder gebraucht werden, weiß derzeit niemand.

    In Österreich sind die Menschen angehalten, daheim zu bleiben. Wer das Haus verlasse, soll am besten allein bleiben. Im schweizerischen Engadin stehen zwar die Gondeln und Sessellifte. Bewegen aber dürfen sich die Leute schon noch. Die Loipen und die Winterwanderwege würden bis auf Weiteres gespurt, heißt es auf der Homepage der Bergregion rund um St. Moritz.

    Mehr: Corona und Reisen: Die wichtigsten Antworten für Osterurlauber

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