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Deutsche Post Verkauf in China rettet Post zu Jahresbeginn den Gewinn – die Blitzanalyse

Der Logistikkonzern hat das chinesische Lagerei-Geschäft zum Teil verkauft. Ohne die gut 400 Millionen Euro Sondergewinn daraus wäre das operative Ergebnis zurückgegangen.
10.05.2019 - 08:25 Uhr Kommentieren
Positive Signale gibt es bei der Deutschen Post vor allem aus der Fracht- und Speditionssparte. Quelle: Bloomberg
DHL-Hub in Schanghai

Positive Signale gibt es bei der Deutschen Post vor allem aus der Fracht- und Speditionssparte.

(Foto: Bloomberg)

Post-Chef Appel hat am Freitagmorgen die Geschäftszahlen des Dax-Konzerns für das erste Quartal 2019 vorgelegt. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse.

  • Der Ende 2018 eingefädelte Teilverkauf des Lagerei-Geschäfts in China rettet der Deutschen Post den Gewinn im ersten Quartal 2019. Die mehrheitliche Veräußerung an die S.F. Holding in Schanghai brachte dem Konzern einen Sonderertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 426 Millionen Euro im ersten Quartal ein.
  • Den Mittelzufluss verbesserte der Deal sogar um 653 Millionen Euro.
  • Mithilfe des Sonderertrags stieg das Ebit im ersten Quartal 2019 um 28,1 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Rechnet man ihn heraus, ging es beim operativen Ergebnis um 19 Prozent nach unten.

Das fällt positiv auf

Zwar verfehlte die Deutsche Post mit einem Quartalsumsatz von 15,4 Milliarden Euro die Erwartungen der Analysten, die von 15,7 Milliarden Euro ausgegangenen war. Aber das Ergebnis je Aktie fiel mit 60 Cent höher aus als angenommen. Nach einem Vorjahreswert von 49 Cent hatten Branchenbeobachter zuletzt mit 57 Cent für das erste Quartal 2019 gerechnet.

Positive Signale gibt es vor allem aus der Fracht- und Speditionssparte („Global Forwarding, Freight“), die lange unter einer misslungenen Software-Umstellung gelitten hatte. Unter dem neuen Spartenchef Tim Scharwath verbesserte sich nun das operative Ergebnis (Ebit) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 42,9 Prozent auf 100 Millionen Euro. Die IT-Erneuerung komme weiterhin gut voran, hieß es in Bonn.

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    Auch die Restrukturierung der Lagerei-Sparte („Supply Chain“), die vor allem in Großbritannien Probleme hat, kommt offenbar voran. Selbst ohne den China-Deal steig das Ebit um 12,4 Prozent – allerdings gerade einmal auf 60 Millionen Euro.

    Das fällt negativ auf

    Die seit Juni 2018 anhaltende Sanierung des Brief- und Paketgeschäfts hinterließ auch im ersten Quartal 2019 deutliche Spuren. „Besonders erfreulich ist, dass die eingeleiteten Preismaßnahmen im Paketgeschäft Wirkung zeigen und die Erlöse in diesem Bereich schneller steigen als die Volumina“, berichtete der Konzern erfreut.

    Die Kehrseite: Der Umsatz, der neben dem traditionell leicht schrumpfenden Brief- auch das boomende Paketgeschäft umfasst, legte nur noch um 0,7 Prozent zu. Neuinvestitionen in die Effizienz, gestiegene Personalkosten und gegenüber dem Vorjahr fehlende Sondereffekte ließen den Ertrag gleichzeitig massiv absacken. Mit einem Ebit von 227 Millionen Euro verdiente die Sparte 178 Millionen Euro weniger als im Vorjahresquartal.

    Auch im internationalen Expressgeschäft, das in den Vorjahren für stetiges Wachstum bei den Erträgen gesorgt hatte, gab es einen leichten Rückschlag. Unter dem neuen Spartenchef John Pearson fiel das Ebit gegenüber dem Vorjahresquartal um acht Millionen auf 453 Millionen. Man habe vermehrt auf schwere Sendungen verzichtet, hieß es zur Begründung.

    Was jetzt passiert

    Trotz der operativen Schwäche hält Konzernchef Frank Appel an seinem Ziel für 2019 fest, vor Steuern und Zinsen 3,9 bis 4,3 Milliarden Euro verdienen zu wollen. 2020 sollen es sogar mehr als fünf Milliarden werden. Damit die Prognose erreicht wird, was viele Analysten bezweifeln, muss vor allem im Brief- und Paketgeschäft die Sanierung mit Eile durchgezogen werden. Immerhin: Die ab Jahresmitte in Aussicht gestellte Portoerhöhung dürfte Appel dabei helfen.

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