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Deutsche Post vs. Verdi Verdi kündigt Tarifregelungen mit Deutscher Post

Die Deutsche Post stellt neue Brief und Paketzusteller zu niedrigeren Löhnen als bisher ein – für Verdi ein „einseitiger Vertragsbruch“ den die Gewerkschaft „nicht hinnehmen“ will. Ein harter Arbeitskampf droht.
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Der Tarifstreit zwischen Verdi und der Deutschen Post spitzt sich weiter zu. Quelle: dpa
Tarifstreit

Der Tarifstreit zwischen Verdi und der Deutschen Post spitzt sich weiter zu.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Deutschen Post steht eine harte Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft ins Haus. Verdi kündigte am Dienstag die Tarifregelungen zur Arbeitszeit bei der Post. Die Gewerkschaft reagierte damit auf die neue Praxis des Konzerns, Zusteller in der Brief- und Paketsparte zu niedrigeren Löhnen als bisher einzustellen. „Diesen einseitigen Vertragsbruch können wir nicht hinnehmen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis.

Post-Vorstand Jürgen Gerdes hatte angekündigt, bis 2020 rund 10.000 unbefristete Stellen schaffen zu wollen. Die Zusteller sollen in 49 neuen Gesellschaften arbeiten, der Haustarifvertrag der Post gilt für sie nicht. Gerdes hatte wiederholt beklagt, die Personalkosten der Post seien im Schnitt doppelt so hoch wie die der Wettbewerber.

Verdi zufolge hebelt die Post mit dem Modell einen geltenden Tarifvertrag aus - die Gewerkschaft habe bis Ende 2015 Regelungen zum Schutz gegen die Fremdvergabe von Zustellbezirken ausgehandelt.

„Die Beschäftigten der Deutschen Post AG haben für den Schutz vor Fremdvergabe (..) mit dem Verzicht auf Kurzpausen und arbeitsfreie Tage bezahlt“, sagte Kocsis. Verdi wolle nun eine Forderung entwickeln, „die den Vertragsbruch kompensiert“.

So viel verdient die Post
huGO-BildID: 34033054 A mailbox for letters to Santa Claus, erected by a worker outside the Greek post office in the northern Greek port city of Thes
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Platz 19: Griechenland

Die griechische Post hat eine 1,2-prozentige Gewinnmarge (Gewinn vor Steuern Zinsen und Abschreibungen, Ebit). Der Staatsanteil am Unternehmen beträgt 90 Prozent.

(Foto: ap)
Briefmarke Finnland
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Platz 18: Finnland

Finnland schafft es mit 2 Prozent Ebit-Gewinnmarge nur auf Platz 18. Der Staatsanteil am Unternehmen beträgt dabei 100 Prozent.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Ungarn Post
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Platz 17: Ungarn

Die ungarische Post hat eine Ebit-Gewinnmarge von 2,1 Prozent. Damit liegt sie nur knapp vor Finnland. Der Staatsanteil am Unternehmen beträgt aber ebenfalls 100 Prozent.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Royal Mail profits hike
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Platz 16: Großbritannien

Die britische Post hat eine 2,2-prozentige Ebit-Gewinnmarge. Der Staatsanteil am Unternehmen beträgt 30 Prozent.

(Foto: dpa)
A sign marks the border between Liechtenstein and Switzerland near Vaduz
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Platz 15: Liechtenstein

Die Post von Liechtenstein hat eine 2,6-prozentige Ebit-Gewinnmarge. Das Unternehmen gehört dem Staat zu 100 Prozent.

(Foto: Reuters)
Norwegen Briefmarke
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Platz 14: Norwegen

Auch Norwegen bewegt sich lange nicht unter den Spitzenreitern. Die Post erzielt hier eine Ebit-Gewinnmarge von 2,8 Prozent. Sie gehört zu 100 Prozent dem Staat. Auf der Briefmarke ist hier Prinzessin Ingrid Alexandra als Baby zu sehen. Inzwischen ist sie bereits neun Jahre alt.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Man walks past Croatian state-owned bank Hrvatska Postanska Banka in Zagreb
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Platz 13: Kroatien

Wie die Hrvatska Postanska Banka gehört auch die kroatische Post komplett dem Staat. Die Post hat eine Ebit-Gewinnmarge von 2,8 Prozent.

(Foto: Reuters)

Die Gewerkschaft will dann mit der Post verhandeln. Verweigert sich der Konzern Gesprächen, kann die Gewerkschaft mit Streiks reagieren. Durch die Kündigung der Tarifregelung läuft auch die Friedenspflicht aus. Von der Post war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

  • rtr
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