Einbruchsschutz Schlosshersteller freut sich schon auf Subventionen

Die Regierung will Einbruchsschutz finanziell fördern. Das freut den Schlosshersteller Assa Abloy. Es handele sich um ein „legitimes Steuerungselement“, so der Vertriebschef. Und fordert gleich mehrjährige Subventionen.
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Ikon gehört zum Konzern Assa Abloy – der Hersteller von Sicherheitssystemen begrüßt die staatliche Förderung. Quelle: PR
Mit Sicherheit Subventionen

Ikon gehört zum Konzern Assa Abloy – der Hersteller von Sicherheitssystemen begrüßt die staatliche Förderung.

(Foto: PR)

Die Große Koalition möchte private Haushalte sicherer machen. Und setzt den Hebel dort an, wo Einbrecher ihn ansetzen – an der Haustür. Mit einer noch nicht näher bezifferten Förderung durch die KfW sollen Deutschlands Mieter und Eigentümer angehalten werden, Kriminellen den buchstäblichen Riegel vorzuschieben. CDU-Politiker Volker Kauder stellte bei der Präsentation eine Summe von 300 bis 400 Euro in den Raum, die schon helfe, die Sicherheit zu verbessern. Dass der Vorschlag in die Tat umgesetzt wird, ist noch nicht sicher. Der Konzern Assa Abloy mit der bekannten Marke Ikon verdient sein Geld mit Sicherheitstechnik – überwiegend für Gewerbeobjekte aber auch im privaten Bereich. Andreas Wagener, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing in Deutschland, erklärt, warum Handlungsbedarf besteht.

Als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing ist er für den deutschen Markt zuständig. Quelle: PR
Andreas Wagener, Assa Abloy

Als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing ist er für den deutschen Markt zuständig.

(Foto: PR)

Herr Wagener, was bedeutet der Beschluss einer solchen Förderung für Ihr Unternehmen?
Als Hersteller finden wir es grundsätzlich gut wenn beim Einbruchsschutz etwas getan wird, besonders im privaten Bereich. Hier sehe ich massiven Nachholbedarf, insofern ist jede Initiative zu begrüßen. Für den Gesamtmarkt der Sicherheitstechnik, insbesondere Handwerk und Sicherheitsfachgeschäfte, ist es sehr positiv. Den Großteil der Kosten machen Facharbeiterlöhne und Dienstleistungen aus, nicht das Material.

Besteht der Nachholbedarf in der Förderung oder dem privaten Engagement?
Nachholbedarf besteht von Seiten der Mieter und Vermieter. Betrachtet man den Wohnungsbestand, sieht man, dass gerade in älteren Wohnungen diesbezüglich bisher nicht modernisiert wurde. Wenn ein Mieter auszieht, wird nicht die Sicherheitstechnik, etwa der Schließzylinder, ausgetauscht. Der neue Mieter bekommt neue Schlüssel und das war es. Die Systeme dahinter sind dann oft Jahrzehnte alt.

Ist das eine Sparmaßnahme oder wird darüber schlicht nicht nachgedacht?
Es ist nicht bewusst. Sobald in der Nachbarschaft etwas passiert, beim Nachbarn oder im Nachbargebäude, wird im ganzen Haus massiv nachgerüstet. Denn dann geht die Sorge um. Ansonsten hat man andere Prioritäten. Das neue Smartphone ist spannender als die Sicherheit an der Wohnungstür.

Fürchten Sie, dass durch die Förderung der Markt verzerrt wird?
Nein, es werden alle Wettbewerber und auch die Handwerksbetriebe gleichermaßen gefördert. Natürlich kommt es auf die finale Ausgestaltung der Regelung an. Aber so wie ich es verstanden habe, werden über die Subvention durch Steuerfreibeträge alle gleich behandelt. Es ist ein legitimes Steuerungsinstrument des Staates. Da habe ich keine Sorgen.

Das sind die Geheimcodes der Einbrecher
Einbrecher
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Am Fensterbrett, der Türklingel oder der Hauswand: Einbrecher, Betrüger oder Bettler benutzen gerade in Städten mit hohen Wohnungseinbruchzahlen häufig diese Art der Kommunikation. So teilen Diebesbanden ihresgleichen mit, wo etwa nichts zu holen ist, wo ein bissiger Hund das Grundstück bewacht oder wo nur Frauen im Haus sind. Doch nicht nur Zeichnungen sind bei Einbrechern beliebt...

Plastikstreifen in Haustür
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Kaum zu erkennen: Mit diesem Trick testen Einbrecher, welche Häuser in der Urlaubszeit leer stehen: Stecken die Plastikstücke dort Tage später unverändert, zeigt es, dass die Bewohner verreist sind und die Einbrecher freie Bahn haben. Vor diesem neuen Trick warnt jetzt die Polizei – denn in den Ferien häufen sich die Fälle.

„Hier gibt es Geld“
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„Achtung, bissiger Hund“
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„Abhauen“
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„Leute rufen Polizei“
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„Nur Männer im Haus“
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Die bisher letzte Förder-Offensive bei der Haus-Modernisierung galt der Wärmedämmung…
… das Thema Fenstersanierung fällt sogar in unsere Branche. Das war damals ein vergleichbarer Beschluss und hatte positive Effekte. Der Aufwand für die Förderung hat keinesfalls Käufer abgeschreckt. Die Förderung muss natürlich unbürokratisch laufen.

Und die Erfolgsaussichten?
Ich verspreche von so einer Initiative eine erhöhte Sicherheit und eine reduzierte Einbruchquote. Das darf nur kein Strohfeuer sein, dass 2015 eine einmalige Aktion angeschoben wird und das war es dann. Das Ganze muss nachhaltig und langfristig wirken. Der Wohnungsbestand in Deutschland ist enorm. Neue Wohnungen werden fachgerecht ausgerüstet, sobald sie im mittleren oder hochwertigen Bereich liegen. Aber in den Altbeständen eben nicht.

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„Einbrecher sind meist selbst nicht sonderlich gut ausgerüstet“
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7 Kommentare zu "Einbruchsschutz: Schlosshersteller freut sich schon auf Subventionen"

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  • Wieder einmal Subventionen für Partikularinteressen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Zum Kotzen diese Lobby-Politik. Diese Unternehmen (egal welches) sollen sich Ihre Aufträge selbst an Land ziehen und nicht immer auf Unterstützungen seitens des Staates (auf den sie sonst gern schimpfen!) hoffen ...

  • Weil keiner nach China will, denn da gibt es harte Arbeit und kein Hartzen.

    Sollte doch einer kommen, der geht wieder....

    Und das ist normal so. Nicht alle Nationen sind krank.

  • "Ihr chinesischer Kollege war schon da"Afrika-Engagement:
    China hängt Deutschland weit ab

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    Mittwoch, 02.04.2014, 10:22 · von FOCUS-Redakteurin Stephanie E. Stallmann
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    Deutschland will mit Afrika stärker kooperieren, wirtschaftlich wie auch militärisch. Nicht ganz selbstlos: Flüchtlingsströmen soll vorgebeugt und der Zugang zu Rohstoffen gesichert werden.

    Im Wettlauf mit den Chinesen hinken die Deutschen allerdings hinterher.

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    Einfach interessant. die Chenesen bekommen die Rohstoffe und machen die Geschäfte. Wir in Europa bekommen die Flüchtlinge.

  • Aha.
    Da werden also erst Millionen von Verbrechern ins Land geschleust und unsere Jugend mit Drogen von ebenfalls ausländischen Dealern abhängig gemacht.
    Dann werden die verbliebenen Steuerzahler verstärkt geplündert (an die in den Piratennestern Luxemburg und Monaco pp. traut sich keiner ran), um Konzernen (hier ein finnischer, warum eigentlich?) Aufträge für Sicherheitstechnik zuzuschanzen. Parteispenden sind fällig.
    Die Sicherheitstechnik bewirkt lediglich, daß der Verbrecher sein Brecheisen am nächsten Haus ansetzt. Wo der Besitzer sich die neuste Beschlagtechnik samt iPhone nicht leisten kann. Politkaste ist sowieso nicht betroffen, dank steuerfinanzierter abgeschotteter Anwesen und unzähligen Leibwächtern.
    Und: Wenn alle, wie auch immer, dreifach Riegel mit Schlössern und rundum Panzerung haben sollten, erweitert der Verbrecher eben sein Geschäft auf Überfälle und Erpressung.

    Wäre es nicht einfacher, die Verbrecher, wie in den USA, einfach wegzuschließen?

  • Kauf euch sichere Schlösser und einbruchsichere Fenster und Türen aus bombensicherem Panzerglas. Gegen mit Stemmeisen und Drahtschlingen bewaffnete Kulturbereicherer sind die Politik und die Polizei leider machtlos.

  • Nein, es zeigt nur, wie schlimm es bei uns bisher wirklich ausieht. 80% aller Straftaten durch Ausländer, Tendenz steigend.

    Das ist die Realität.

  • Aha, das ist also der Politiker Lösung als Abwehr gegen die Kriminellenflut, welche erst durch betriebsblinde Politik entstanden ist:

    Kauft euch sichere Schlösser!

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