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Entsorger Veolia will Angebot an Engie für Suez-Paket erhöhen

Der französische Entsorger lässt im Tauziehen um Suez nicht locker. Veolia erwägt sogar eine Kapitalerhöhung, um den Konkurrenten zu übernehmen.
25.09.2020 - 11:45 Uhr Kommentieren
Schon 2012 wollte Veolia Suez übernehmen. Der Deal scheiterte unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken. Quelle: Reuters
Veolia

Schon 2012 wollte Veolia Suez übernehmen. Der Deal scheiterte unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken.

(Foto: Reuters)

Paris Im Tauziehen um die Übernahme des französischen Abfallentsorgers Suez will Konkurrent Veolia Environment sein Angebot nun erhöhen. Demnach werde der Energiekonzern Engie eine verbesserte Offerte für dessen Suez-Anteil erhalten, wie Veolia-Chef Antoine Frerot am Freitag während eines Pressegesprächs in Paris sagte. Um Suez zu kaufen, würde Veolia auch eine kleinere Kapitalerhöhung erwägen, ergänzte Frerot.

Details zu Höhe und Inhalt des neuen Angebots wurden zunächst nicht bekannt. Laut Aussage des Veolia-Chefs wird der Engie-Verwaltungsrat im Verlauf des Freitags zusammentreten und sich mit dem Thema befassen. Der Energiekonzern hatte das bisherige Angebot als zu niedrig und unzureichend erachtet. Sollte es zu der Suez-Übernahme kommen, würde ein französischer Gigant auf dem Entsorgungs- und Wassermarkt entstehen.

Veolia hatte Ende August seine Übernahmepläne bekannt gemacht. Es ist der zweite Versuch der Franzosen, den heimischen Konkurrenten zu übernehmen. Dabei sollen zunächst die Suez-Anteile von Engie erworben werden. Für dessen 29,9 Prozent an Suez bot Veolia Ende August 15,50 Euro je Aktie, was einem Betrag von 2,9 Milliarden Euro entspricht.

2012 war die Suez-Übernahme durch Veolia unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken gescheitert. Auch diesmal regt sich Widerstand. Suez selbst spricht von einem feindlichen Manöver und hat sich klar gegen die Übernahme ausgesprochen, die nicht im Sinne des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und Aktionäre sei. Frerot sagte nun, er hoffe, die Unstimmigkeiten beenden zu können.

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    • dpa
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