Flüchtlinge in einer Unterkunft in Frankfurt

Durch die Flüchtlingskrise ist die Essener Firma European Homecare stark gewachsen.

(Foto: dpa)

European Homecare Deutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber macht glänzende Geschäfte

Deutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber European Homecare verdient weiter prächtig. Der Boom überrascht sogar die Firma selbst.
17 Kommentare

DüsseldorfDeutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber trotzt dem Rückgang der Asylbewerberzahlen: Der Essener Mittelständler European Homecare hat im Jahr 2016 seinen Umsatz um 56 Prozent auf 277 Millionen Euro gesteigert.

Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 27 Prozent auf 32 Millionen Euro. Das geht aus der Bilanz hervor, die European Homecare (EHC) im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht hat.

Das rasante Wachstum der Firma wird auch an der Zahl der Mitarbeiter deutlich: 2015 arbeiteten noch rund 1100 Menschen in 120 Betreuungseinrichtungen für EHC. 2016 kamen zwar nur fünf Einrichtungen dazu, doch die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 2700.

Von dem Boom war das Management um Firmenchef Sascha Korte offenbar selbst überrascht: Im Lagebericht des Unternehmens, welcher der Bilanz vorangestellt ist, heißt es: Der erhebliche Rückgang der Asylbewerberzahlen habe „anders als erwartet“ keine Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn des Unternehmens gehabt.

Wie profitabel der Betrieb von Flüchtlingsheimen ist, zeigt sich an der Eigenkapitalrendite, die das Unternehmen erwirtschaftet hat: Sie liegt je nach Berechnungsmethode zwischen 67 Prozent und über 100 Prozent. Damit hat European Homecare für jeden Euro eingesetztes Kapital einen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Die Zustände in den Heimen von European Homecare hatten in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: 2014 wurde bekannt, dass Mitarbeiter einer externen Sicherheitsfirma in einer EHC-Unterkunft in Burbach einen Flüchtling schwer misshandelten. Damals ermittelte die Staatsanwaltschaft auch gegen Firmenchef Korte persönlich.

Schlägereien und schlechte Hygienezustände wurden in anderen EHC-Heimen öffentlich. Zudem wurden Details aus besonders teuren Verträgen von European Homecare mit einzelnen, von der Flüchtlingskrise stark betroffenen Kommunen bekannt: Wie das Handelsblatt berichtete, zahlte die Stadt Essen für tausende, in Zelten untergebrachte Flüchtlinge eine monatliche Pauschale von über 1700 Euro pro Kopf.

Dem rasanten Wachstum des Unternehmens taten die Schlagzeilen jedoch keinen Abbruch: 2014 lag der Umsatz von EHC noch bei knapp 39 Millionen Euro, 2015 waren es bereits 177 Millionen Euro – und in der neusten Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 weist EHC 277 Millionen Euro Umsatz aus. Damit hat das Unternehmen in nur drei Jahren seine Erlöse um mehr als 600 Prozent gesteigert.

Doch das EHC-Management geht nicht davon aus, dass es in dem Tempo weiter geht – im Gegenteil: Das starke Ergebnis sei vor allem auf eine durchgehend hohe Auslastung der Einrichtungen im ersten Halbjahr 2016 zurückzuführen, heißt es in der Bilanz weiter.

Im zweiten Halbjahr 2016 sei der Umsatz bereits um 14 Prozent zurückgegangen. „Wir erwarten daher für das Jahr 2017, dass Umsatz, Ergebnis und Anzahl der Mitarbeiter erheblich niedriger ausfallen werden.“ Das Geschäft werde sich in Zukunft auf einem „viel niedrigeren Niveau einpendeln“.

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17 Kommentare zu "European Homecare: Deutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber macht glänzende Geschäfte"

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  • @ Herr Hans Send
    03.04.2018, 10:58 Uhr

    Im Gebiet des heutigen Israel gab es schon seit tausenden von Jahren Kämpfe, wie im Alten Testament nachzulesen ist. Das waren aber keine Kämpfe zwischen Judentum und Islam, der wurde erst im 7. Jahrhundert von Mohammed gegründet. Dann hat er sich allerdings schnell ausgebreitet und bereits 711 über Gibraltar Europa angegriffen. Wäre er nicht 732 gestoppt worden, könnten wir diese Kommentare nicht schreiben. Auch in der Folgezeit hat der Islam versucht Europa zu erobern. Es geht also nicht um einen Kampf der zwei Religionen Judentum und Islam, sondern um die Aggression der Religion Islam. Das wollen bei uns aber die Politiker und die meisten Medien nicht zur Kenntnis nehmen, bzw. leugnen es permanent, obwohl die Tatsachen für sich sprechen. Jeder, der eine Auseinandersetzung mit dem Problem fordert, wird gnadenlos als Ausländerfeind und islamophob defamiert. Noch jede Hochkultur ging irgendwann zu Ende. Ich befürchte, der europäischen Kultur wird es zum Ende des Jahrhunderts nicht anders ergangen sein.

  • Es verdienen nicht nur die an der deutschen Blödheit. Wussten Sie, dass Deutschland für 589000 türkische Kinder, die angeblich von ihren in Deutschland lebenden Eltern getrennt in der Türkei leben sollen, jeden Monat Kindergeld überweist? Das kann Deutschland jetzt nicht einmal die EU diktieren.

  • Es hat jetzt aber lange gedauert, bis man dieses Thema aufs Tapet bringt. Daß nämlich eine Flüchtlingsindustrie entstanden ist, die den Steuerzahler ausnimmt wie eine Weihnachtsgans
    und kirchlichen und privaten Trägern Gelder ohne Ende in die Kassen spült.
    Zu einem früheren Zeitpunkt hätte man die Leser mit dieser Nachricht vermutlich unnötig beunruhigt.

  • Man müsste mal Journalisten vom Format der Watergate Leute hier in Deutschland haben die sich trauen die Vernetzungen der Leute die im Parlament sitzen mit der Flüchtlingsindustrie aufdecken. Ist es nicht so das diese Truppe die daran Millionen verdient nicht selber im Parlament sitzt oder auch über einen Umweg mit den entsprechenden Politdarstellern liiert ist die für diese Bereicherung sorgen?
    Aber Werte Mitbürger beschwert euch nicht , die Mehrheit bekommt das was sie verdient. nämlich solche Politiker

  • "Deutschlands größter Flüchtlingsheimbetreiber macht glänzende Geschäfte"

    Das ist in Anbetracht der derzeitigen politischen Situation ja wohl kein Wunder und nicht primär die "Schuld" derjenigen, die auf dieser Basis gute Geschäfte machen (siehe auch: „Doch das EHC-Management geht nicht davon aus, dass es in dem Tempo weiter geht – im Gegenteil: Das starke Ergebnis sei vor allem auf eine durchgehend hohe Auslastung der Einrichtungen im ersten Halbjahr 2016 zurückzuführen, heißt es in der Bilanz weiter.“ und „Im zweiten Halbjahr 2016 sei der Umsatz bereits um 14 Prozent zurückgegangen. „Wir erwarten daher für das Jahr 2017, dass Umsatz, Ergebnis und Anzahl der Mitarbeiter erheblich niedriger ausfallen werden.“ Das Geschäft werde sich in Zukunft auf einem „viel niedrigeren Niveau einpendeln“.“).

    N.B.: Aus dem HB-Artikel über die neue Bundesfamilienministerin Franziska Giffey „Eine Frau aus der Wirklichkeit“ (heute auf Seite 11/handelsblatt.com/my/politik/deutschland/kabinett-merkel-was-will-die-neue-familienministerin-franziska-giffey/21127294.html):

    „Sie dürfte die spannendste Personalie im neuen Kabinett sein.“

    Das glaube ich allerdings auch. Weil sie wenigstens aus Erfahrung weiß, wovon sie redet.

    Zitat Giffey: „Ich bin eine große Anhängerin pragmatischer Politik ...“

    Ich auch, wenn die (wie Giffeys) human ist.

    Und weiter im Satz: „… und der erste Schritt dazu ist, dass man die Dinge beim Namen nennt“

    Exakt.

  • Ist doch klar, dass die Flüchtlingsindustrie einschl. der NGO's und ihre Lobby für weitere unkontrollierte Einwanderung sind. Davon leben sie nicht schlecht. Alle die lieber die Grenzen der EU schützen wollen, die sich Sorgen um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder machen, werden als ausländerfeindlich und islamophob verunglimpft. Verkehrte Welt. Leider ist auf diesem Gebiet keine der etablierten Parteien, auch die CSU nur ansatzweise, bereit, die Realität zur Kenntnis zu nehmen und gezielte Politik zu betreiben. Die einzige Partei ist da die Afd, die aber auf anderen Gebieten Positionen vertritt, die nicht die meinen sind. Europa schafft sich ab.

  • Der ISLAM ist eben immer noch eine der brutalst-expandierenden fanatischen Zwangs-"RELIGIONEN" , die ohne die Aufklaerung zurecht kommen will, und dabei in ihrer Intoleranz insbesondere gegnueber Anders-Glaeubigen jeglche Zivil-Gesetzte der SCHARIA unterstellen will!
    der Ausstieg oder Abkehr ist quasi ein TODESURTEIL!

    Ist das wirklich was wir in Deutschalnd fuer Deutsche, bzw. nicht-Islamisten wollen?

    Wo ist ist die SORGFALTSPFLICHT von POLITIK & REGIERUNG?
    ist der Schwur auf die Verfassung & Ihre Gesetze - @ "so wahr eben Gott helfe" nur heisse Luft?

    alles sollten wir doch einfach mal in einer Umfrage klaeren lassen!

    Diese unsere ausstehende Volks-Befragung, die ist A L T E R N A T I V L O S !

    Nur, wen wir diese Befragung in Wahlen den Parteien ueberlassen, dann wird die AFD
    gestaerkt in ihrem selbstverliebten SESSELFURZ-POLIT-UNTERHALTUNG!
    Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, aber diese blasse Alternative ist eben konstruktiv- & kreativlos!

    Wir brauchen eine Konstruktive Alternative fuer Deutschland... KAfD!!

  • @ Hans Send
    03.04.2018, 10:58 Uhr

    "...über tausende von Jahren währenden Kampf der beiden Religionen Islam und Judentum als Grund zu nennen."


    LOL. Den Islam gibt es erst seit dem 7. Jahrhundert (https://de.wikipedia.org/wiki/Islam , 1. Satz) Von wegen "tausende von Jahren währenden Kampf" .

  • @Frau Baur- Warendorf
    03.04.2018, 10:35 Uhr

    "Und wieviele davon sind tatsächlich echte Kriegsflüchtlinge?"

    Egal.

    Bürgerkrieg ist in D - zumindest wenn alless nach Recht und Gesetz geht - kein Asylgrund ( http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschutz/AblaufAsylv/Schutzformen/Asylberechtigung/asylberechtigung-node.html : "Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung gemäß Artikel 16a GG grundsätzlich ausgeschlossen. ")


    Aber wenn sich die weise Frau im Kanzleramt an ihrer eigenen Barmherzigkeit berauscht - zusammen mit linken Bessermenschen - sind Recht und Gesez außer Kraft.

  • Herr Esboern Schmidt
    Der Antisemitismus hat bei uns doch schon lange keine "Konjunktur" mehr, jedenfalls von deutscher Seite. Das Thema wird aber nun von der Politik weiterhin als" deutsch" qualifiziert ohne den abgrundtiefen, über tausende von Jahren währenden Kampf der beiden Religionen Islam und Judentum als Grund zu nennen. Der Niedergang des Osmanenreiches und die Existenz Israels ist der Stachel in Erdogans Brust.

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