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Fahrdienstvermittler Uber streicht 3700 Jobs

Wegen der Krise ist das Geschäft des Fahrdienstvermittlers eingebrochen. Er greift nun zu drastischen Maßnahmen und baut 14 Prozent der Stellen ab.
06.05.2020 Update: 07.05.2020 - 00:41 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen baut Stellen ab. Quelle: Reuters
Uber-CEO Dara Khosrowshahi

Das Unternehmen baut Stellen ab.

(Foto: Reuters)

San Francisco Der Fahrdienstvermittler Uber hat aufgrund der Belastungen durch die Corona-Pandemie einen größeren Stellenabbau angekündigt. Das Unternehmen will rund 3700 Vollzeitjobs streichen, wie es am Mittwoch mitteilte. Damit wären etwa 14 Prozent der 26.900 Mitarbeiter betroffen.

Die Coronakrise habe das Geschäft drastisch einbrechen lassen. Uber steckte vorher schon in den roten Zahlen.

Vorstandschef Dara Khosrowshahi erklärte sich zudem bereit, bis zum Jahresende auf den Rest seines Grundgehalts von einer Million Dollar jährlich zu verzichten. Das ist allerdings nur ein kleiner Teil seiner Bezüge, der größte Teil sind Boni und Aktienoptionen.

Uber rechnet damit, dass durch die Entlassungen zunächst rund 20 Millionen Dollar (18,5 Millionen Euro) an Kündigungs- und Abfindungskosten entstehen. Weitere Belastungen würden noch geprüft. Die Mitarbeiter sollen innerhalb von zwei Wochen weitere Einzelheiten mitgeteilt bekommen.

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    Bei Anlegern kamen die Neuigkeiten nicht gut an – die Aktie schloss im US-Börsenhandel mit einem Minus von 0,9 Prozent.

    Kalifornien klagt gegen Uber

    Uber streitet seit längerem mit den US-Behörden über den Status seiner Fahrer, der Konzern als selbstständige Unternehmer sieht. Der Staat Kalifornien dagegen wirft Uber vor, den Status seiner Fahrer fälschlicherweise als selbstständig anzugeben. Kalifornien hat jetzt eine Klage gegen Uber eingereicht. Das Unternehmen wolle durch die falsche Klassifizierung Sozialabgaben sparen und bezahlte Urlaubstage und Krankenversicherung für die Fahrer umgehen.

    Das Problem: Uber-Fahrer haben keinen Anspruch auf staatliche Hilfen in der Krise und Uber weigert sich ebenfalls, ihre Verdienstausfälle zu begleichen. Nach externen Schätzungen sind die Uber-Fahrten weltweit um rund 80 Prozent eingebrochen. Unter anderem wegen des Wegfalls von Flughafenfahrten und Anordnungen vieler Staaten, dass Bürger ihre Wohnungen nicht verlassen sollen.

    Uber Eats liefert zwar mehr Essen aus, verdient aber trotzdem kein Geld. Im Gegenteil. San Francisco hat beispielsweise die Gebühren, die Uber Eats von Restaurants verlangen kann auf 15 Prozent beschränkt. Die aktuellen Sätze von bis zu 30 Prozent der Bestellsumme ließen vielen Restaurants keine Gewinnmarge mehr übrig. Probleme bereitet auch das Geschäft mit Miet-Rollern und -Fahrrädern, das teilweise zum Erliegen gekommen ist.

    Mehr Details zum Geschäftsverlauf werden am heutigen Donnerstag bei der Veröffentlichung der Zahlen zum 1. Quartal 2020 nach US-Börsenschluss bekanntgegeben.

    Am Montag schrieb der Uber-CEO einen Brandbrief an US-Präsident Donald Trump und forderte die Einführung einer "dritten Klasse" von Beschäftigungsverhältnissen. Sie solle es Menschen wie Uber-Fahrern ermöglichen, staatliche Krisenhilfen zu bekommen, sowie die Krankenversicherung und Altersversorgung, für die das Unternehmen nicht aufkommen will.

    Vor der Coronakrise hatte Uber noch vehement darauf bestanden, dass die Fahrer als unabhängige Subunternehmer anzuerkennen seien. Uber hat jetzt das Problem, dass viele Fahrer später nicht mehr zurückkehren wollen, wegen unbezahlter Autoleasing-Abgaben ihrer Fahrzeuge verlieren oder sogar Privatbankrott anmelden müssen.

    Mit Agenturmaterial.

    Mehr: Airbnb baut jede vierte Stelle weltweit ab.

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