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Fahrvermittlungsdienst Uber-CEO Khosrowshahi warnt vor längerer Durststrecke an der Börse

Der Börsengang von Uber macht den Investoren bislang wenig Freude. Der Chef des Fahrdienstleisters schiebt die schlechte Kursentwicklung auf das Marktumfeld.
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Der Uber-CEO hat seinen Mitarbeitern einen Brief geschrieben. Quelle: Bloomberg
Dara Khosrowshahi

Der Uber-CEO hat seinen Mitarbeitern einen Brief geschrieben.

(Foto: Bloomberg)

BerlinUber-CEO Dara Khosrowshahi hat die die schlechte Kursentwicklung seit dem Börsengang in einem Brief an seine Mitarbeiter gerechtfertigt. Tech-Konzerne wie Facebook und Amazon hätten nach ihren Börsengängen ebenfalls mit Problemen zu kämpfen gehabt.

Khosrowshahi deutete an, dass der Uber-Kurs auch in den nächsten Monaten sein niedriges Niveau halten könnte. „Heute ist wieder ein harter Tag an der Börse und ich erwarte ähnliche Kursentwicklungen wie bisher“, schrieb der Uber-Chef. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat den Brief dokumentiert.

Die Uber-Aktie ist es nach dem verpatzten Börsendebüt auch an ihrem zweiten Tag weiter abgestürzt. Das Papier verlor am Montag 10,75 Prozent und schloss bei 37,10 Dollar. Uber hatte die Anteilsscheine vergangene Woche noch für 45 Dollar an Investoren verkauft.

Damit lag der Ausgabepreis bereits am unteren Ende der angepeilten Preisspanne. Nach zwei Handelstagen notiert das Papier des Fahrdienst-Vermittlers nun um mehr als 17 Prozent unter dem Ausgabepreis. Gerade bei Internet-Firmen, die oft noch mit tiefroten Zahlen an die Börse gehen, ist diese Entwicklung nicht ungewöhnlich.

Auch beim Facebook-Börsgengang zweifelten die Anleger zunächst daran, ob das Online-Netzwerk sein Geschäft auf Smartphones übertragen kann. Facebook konnte seine Strategie jedoch erfolgreich anpassen, die Aktie ist jetzt viermal mehr wert als beim Börsendebüt. Aktien einiger anderen einstigen Hoffnungsträger wie Groupon notieren dagegen weiter tief unter dem Ausgabepreis.

Uber verliert rund eine Milliarde Dollar pro Quartal – das liegt aber nicht nur an den Rabattschlachten im Fahrdienst-Geschäft, sondern auch an hohen Ausgaben zur Entwicklung eigener Technologie für selbstfahrende Autos. Eine Investition in Uber ist damit eine Wette darauf, dass die Firma zur einer führenden Plattform für den Transport von Menschen und Gütern werden kann.

Allerdings fragen sich mehr Anleger inzwischen auch, ob im Geschäft der Fahrdienst-Vermittler am Ende überhaupt Geld verdient werden kann. Es half auch nicht, dass wenige Tage vor der Uber-Aktienplatzierung der kleinere US-Rivale Lyft bei den ersten Quartalszahlen seit seinem eigenen Börsengang ein Milliarden-Minus meldete und für die nächste Zeit weitere Verluste in Aussicht stellte. Die Aktie, die Lyft noch zu einem Ausgabepreis von 72 Dollar an den Markt brachte, ging am Montag mit 48,15 Dollar aus dem Handel.

Der Börsenwert von Lyft fiel auf 14 Milliarden Dollar. Uber ist nach seinem Kurssturz noch etwas mehr als 60 Milliarden Dollar wert. Bei der Vorbereitung des Börsengangs sollen die beteiligten Banken laut Medienberichten noch eine Bewertung von 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt haben.

  • dpa
  • Bloomberg
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