Fernbus-Anbieter Marktführer Flixbus fordert mehr Haltestellen

Der Fernbus-Marktführer MeinFernbus Flixbus fordert mehr öffentliche Investitionen in Busbahnhöfe und Haltestellen – als Mittelständler könne er sich nicht an der Finanzierung beteiligen.
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Der Anbieter Mein Fernbus befürchtet, dass er durch mangelnde Infrastruktur ausgebremst wird. Quelle: dpa
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Der Anbieter Mein Fernbus befürchtet, dass er durch mangelnde Infrastruktur ausgebremst wird.

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BerlinGeschäftsführer Panya Putsathit sagte dem „Tagesspiegel“ vom Montag, er könne manche Städte nicht verstehen, „denen es egal zu sein scheint, dass Reisende buchstäblich im Regen stehen“, ohne Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und „eine entsprechende Versorgung mit Informationen oder Proviant“. Die Fernbusbranche sei bereit, eine Nutzungsgebühr zu zahlen, die Infrastruktur müssten aber andere bauen.

Als mittelständisches Unternehmen könne sich MeinFernbus Flixbus nicht an der Finanzierung aller 300 Haltestellen beteiligen, die das Unternehmen ansteuere. „Diese Investitionen müssen von den Kommunen kommen, womöglich mit Beteiligung des Bundes oder privater Investoren“, sagte Putsathit. „Wenn man es gut macht, kann ein cleveres Haltestellenkonzept eine Einnahmequelle sein.“

Die mangelnde Infrastruktur könnte für den Branchenriesen zur Wachstumsbremse werden: „Das bereitet mir Bauchschmerzen, gerade mit Blick auf unseren geplanten Angebotsausbau“, sagte Putsathit weiter. Bis Ende 2015 will MeinFernbus Flixbus die Zahl seiner Busse auf 1000 verdoppeln. Einen Engpass könnte es bei den Busfahrern geben. Um für die Reisesaison gewappnet zu sein, denke das Unternehmen deshalb „über vieles“ nach, beispielsweise auch über eine Umschulung von Kraftfahrern, sagte Geschäftsführer Putsathit.

Seit gut zwei Jahren dürfen Fernbusse auf deutschen Straßen Strecken bedienen, die bis dahin nur der Deutschen Bahn vorbehalten waren. Inzwischen gibt es mehr als 300 Linien. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren im vergangenen Jahr etwa 17 bis 19 Millionen Menschen in Fernbussen unterwegs – etwa doppelt so viele wie 2013. MeinFernbus Flixbus deckt nach Angaben der Marktforschungsfirma Iges mehr als 70 Prozent des hart umkämpften Marktes ab.

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