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Firmenrettung Reisekonzern FTI Touristik erhält Staatshilfe samt Bankenkredit

Hilfen vom Staat und der eigenen Hausbank sollen den Münchener Familienkonzern über Wasser halten. Der Betrieb ist vorerst bis Ende April eingestellt.
03.04.2020 - 11:15 Uhr Kommentieren
Der Reiseveranstalter braucht in der Coronakrise staatliche Hilfe. Quelle: dpa
FTI Touristik

Der Reiseveranstalter braucht in der Coronakrise staatliche Hilfe.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der angeschlagene Reisekonzern FTI Touristik soll einen Überbrückungskredit erhalten, den der Bund und das Land Bayern zur Verfügung stellen. Das teilte der Münchener Familienkonzern am Freitagmorgen mit, ohne den vereinbarten Betrag preiszugeben.

Das Münchener Unternehmen, das nach Tui und DER Touristik mit 4,2 Milliarden Euro Jahresumsatz drittgrößter Pauschalreiseanbieter in Europa ist, hatte am 16. März den Staat zu Hilfe gerufen. Der Grund: Wegen der Coronakrise und dem weltweitem Reisestopp hat der von Dietmar Gunz gegründete und geführte Urlaubsveranstalter bis zum 30. April seinen Geschäftsbetrieb eingestellt.

Der nun vereinbarten Lösung habe die Hausbank Unicredit bereits zugestimmt, hieß es bei FTI. Für viele hilfesuchende Unternehmen gilt dies als die wesentliche Hürde, da die Hausbank üblicherweise für ein Fünftel des vereinbarten Staatskredits bürgen muss.

Zudem fließt frisches Geld aus dem Privatvermögen der Gesellschafter in den Münchener Reisekonzern. Das Unternehmen gehört zu etwa zwei Dritteln Dietmar Gunz und seiner Ehefrau Roula Jouny und zu einem Drittel dem ägyptischen Milliardär Samih Sawiris.

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    Der Münchener Konzern, der seit 2017 keine testierten Geschäftszahlen mehr veröffentlicht hat, galt schon vor dem Ausbruch der Virusepidemie als wenig ertragsstark. Insiderangaben zufolge sollen im vergangenen Jahr vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen gerade einmal 1,5 Prozent vom Umsatz übrig geblieben sein, das Eigenkapital soll bei rund zehn Prozent der Bilanzsumme liegen.

    Auch Tui braucht Staatshilfe

    Ende 2019 kündigte FTI an, dass der Staatsfonds von Abu Dhabi dem Unternehmen mit 100 Millionen Euro unter die Arme greifen werde – Geld, das bis heute nicht geflossen ist. Der Plan sei aber trotz der Coronakrise noch nicht vom Tisch, hieß es bei FTI.

    Grafik

    Kurz vor FTI hatte auch Marktführer Tui am 15. März um Staatshilfe gebeten. Die KfW hat dort inzwischen 1,8 Milliarden Euro Überbrückungskredit in Aussicht gestellt. Derzeit verhandeln die Hannoveraner mit ihren Hausbanken, die nach Angaben der KfW für ein Fünftel der Kreditsumme bürgen sollen.

    FTI-Chef Dietmar Gunz zeigte sich am Freitag erleichtert. „Die Folgen der Coronavirus-Pandemie stellen uns vor immense menschliche, organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen“, erklärte der Firmengründer, der für die meisten Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt hat. „Jetzt aber sind wir vor allem dank der finanziellen Unterstützung durch eine Bundes- und Landesbürgschaft und der begleitenden Bank Unicredit mit einem nachhaltig und langfristig angelegten Finanzierungspaket auf die schwierige Situation vorbereitet.“

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