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Fluggesellschaft Thomas-Cook-Tochter Condor hält Flugbetrieb aufrecht

Der Reiseanbieter Thomas Cook sucht weiter nach Unterstützung für seine Sanierungspläne. Ferienflieger Condor versicherte unterdessen, dass der Flugbetrieb weitergeht.
Update: 23.09.2019 - 01:25 Uhr Kommentieren
Condor hat in der Nacht zu Montag auf Twitter versichert, dass der Flugbetrieb weitergehen soll. Quelle: dpa
Condor

Condor hat in der Nacht zu Montag auf Twitter versichert, dass der Flugbetrieb weitergehen soll.

(Foto: dpa)

Frankfurt Im Überlebenskampf des Reisekonzerns Thomas Cook hat der deutsche Ferienflieger Condor versichert, dass der Flugbetrieb weitergehe. „Condor erhält den Flugbetrieb aufrecht“, teilte die deutsche Fluggesellschaft des Reisekonzerns Thomas Cook am späten Sonntagabend auf dem Nachrichtendienst Twitter mit. Weitere Informationen wollte das Unternehmen in Kürze auf seiner Website veröffentlichen. Dort heißt es bisher in einem Banner: „Condor fliegt weiter! Die Flüge finden planmäßig statt.“ Aus Condor-Kreisen verlautete in der Nacht, mit der Bundesregierung werde über einen Überbrückungskredit verhandelt.

Thomas Cook sucht indes weiter nach Unterstützung für seine Sanierungspläne. Nach einem Gespräch mit Investoren am Sonntag gab es vorerst keine Mitteilung.

Der Konzern strebt nach Angaben vom Freitag eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund (226 Millionen Euro) an. Das Unternehmen mit Marken wie Neckermann-Reisen und der Fluglinie Condor braucht dringend Geld, um in die Zukunft seines Geschäfts zu investieren.

Der britische Außenminister Dominic Raab sagte am Sonntag besorgten Urlaubern die Unterstützung der Regierung in London zu. Die Regierung sei bereit, Urlauber nach Hause zu holen, sollte der Touristikkonzern kollabieren. Nach Angaben des Senders BBC stellte die zivile Luftfahrtbehörde CAA für den Notfall bereits zahlreiche Flugzeuge bereit.

Erschwerend zu den Finanzproblemen von Thomas Cook kommt hinzu, dass das Unternehmen im Winter üblicherweise weniger einnimmt. Die benötigten 200 Millionen Pfund kämen zu einem bereits ausgehandelten 900 Millionen Euro schweren Paket hinzu. Die angestrebte Summe soll finanzielle Stabilität für die Zukunft bringen.

Nach Medienberichten spitzt sich die Lage für das Unternehmen zu. Inzwischen habe es die Regierung in London um Finanzhilfe gebeten, berichteten etwa die Fernsehsender BBC und Sky News sowie die Zeitung „Financial Times“ mit Bezug auf namentlich nicht genannte Quellen.

Ein Sprecher des britischen Transportministeriums sagte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur zu den Berichten: „Wir spekulieren nicht über die finanzielle Situation einzelner Unternehmen.“ In der Regel greife man nicht ein, „es sei denn, es gibt eine gute strategische Begründung dafür“, sagte Außenminister Raab am Sonntag der BBC zu den Berichten über das Staatshilfe-Ersuchen.

Thomas Cook war in den vergangenen Jahren immer wieder in Schieflage geraten. Bereits 2012 retteten mehrere Banken den Konzern nach immensen Abschreibungen auf das britische Geschäft und IT-Systeme mit frischem Geld vor dem Untergang.

Auch dadurch sitzt Thomas Cook auf einem Schuldenberg in Milliardenhöhe und ächzt unter der hohen Zinslast. Der jüngste Preiskampf im Reise- und Fluggeschäft droht ihm nun den Garaus zu machen. Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit um den Brexit, die die Urlaubsfreude der britischen Kundschaft dämpft.

Mehr: Eine Pleite von Thomas Cook brächte in Deutschland weitreichende Schäden mit sich. Urlauber, Reisebüros und Reiseveranstalter würden die Folgen zu spüren bekommen.

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  • dpa
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