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Harry Potter und das verwunschene Kind

Die Uraufführung wurde auf Oktober verschoben.

(Foto: ddp images/Chris Emil Janßen)

Folgen der Coronakrise „Starlight Express“-Betreiber fordern Staatshilfe in Milliardenhöhe für Kultursektor

Durch das Coronavirus ist auch der Kulturbetrieb in eine Krise geraten. Ein staatlich geförderter Fonds soll die Branche vor dem finanziellen Aus schützen.
17.03.2020 - 04:00 Uhr 2 Kommentare

Frankfurt Den Tag der Premiere hat Maik Klokow gründlich vorbereitet. Thomas Gottschalk und Fatih Akin hatten zugesagt, und J. K. Rowling als Autorin wollte auch anreisen.

Es ging immerhin um die erste Aufführung des Theaterstücks „Harry Potter und das verwunschene Kind“, das am vergangenen Wochenende erstmals in Hamburg auf eine deutsche Bühne kommen sollte. Die Ausbreitung des Coronavirus hat die Planungen des Kulturunternehmers aber zunichtegemacht.

Veranstaltungen in der Größenordnung der Premierenfeier haben die Behörden untersagt. Die erste Aufführung des Stücks sei auf Oktober verschoben worden, sagte Klokow, Chef von Mehr-BB Entertainment, dem Handelsblatt.Die Firma ist mit Musicals wie „Harry Potter“ und „Starlight Express“ sowie jährlich über 1200 Livekonzerten ein Schwergewicht in Deutschland.

Auch wenn die Entscheidung für die Absage absolut richtig gewesen sei, wie Klokow betont, so bedeutet sie doch eine enorme finanzielle Belastung. Neben „Starlight Express“ musste er auch sämtliche andere Veranstaltungen stoppen.

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    Es ist eine Vollbremsung mitten im laufenden Betrieb. Die betagten Musiker des Buena Vista Social Club mussten daher gleich nach der Landung den Rückflug in ihre Heimat Kuba antreten. Ihre Konzerte mussten abgesagt werden, als sie noch im Flieger nach Deutschland saßen, wie Klokow berichtet.

    Inzwischen hat er die meisten der 650 Mitarbeiter der Mehr-BB in Kurzarbeit geschickt. „Wirtschaftlich sind wir so in der Lage, die Situation über einen gewissen Zeitraum auszuhalten.“ Seine Gruppe erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 170 Millionen Euro. Für einige andere – vor allem kleinere – Veranstalter aber geht es um die Existenz.

    Kritik an Politik

    Allein wird die Branche ihren Absturz nicht verhindern können. „Wir brauchen daher die Unterstützung vom Staat“, forderte der Manager. Zwar habe die Politik Hilfen zugesagt. „Wie die aber aussehen sollen, ist bislang ungewiss.“

    Bislang agiere die politische Führung zu langsam, kritisiert Klokow. Es gab zwar Verordnungen, dass Veranstaltungen ab einer gewissen Größenordnung gestoppt werden. Wie es aber weitergehen soll, darüber habe sich die Politik offenbar keine Gedanken gemacht.

    Klokow ist einer der bekanntesten Manager der deutschen Unterhaltungsszene. Der 54-Jährige, der zuvor Geschäftsführer beim Marktführer Stage war, hat nahezu an allen bekannten Musical-Aufführungen in Deutschland mitgearbeitet. Sein Wort hat Gewicht.

    Eine solches Sprachrohr scheint nötig zu sein, um gehört zu werden. Die Bundesregierung will zwar unbegrenzt finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft abzufedern.

    Allerdings hat sie dabei vor allem das produzierende Gewerbe und die Touristikbranche im Blick gehabt. So wollen die Lufthansa und der Reisekonzern Tui Staatshilfen beantragen. Die beiden Großkonzerne sind von den Einschränkungen hart getroffen, die für die Eindämmung des Virus nötig sind.

    Liquiditätsengpass droht
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    2 Kommentare zu "Folgen der Coronakrise: „Starlight Express“-Betreiber fordern Staatshilfe in Milliardenhöhe für Kultursektor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Was um alles in der Welt hat der Herr Gottsched mit Kultur zu tun? Das ist doch der blonde Wuschelkopf, der früher mal im Fernsehen immer irgendwelchen Starlets auf irgendwelche Körperteile patschte - oder verwechsle ich da wen ...? Und so furchtbar wichtige Kultur ist Starlight Express ja nun auch nicht.
      Wenn man den kleinen und mittleren Theatern, Kammermusik-Ensembles, Orchestern und gerne auch Zirkussen über diese schwere Zeit hinweghilft - prima. Aber bitte, bitte nicht jedem Kulturschmarotzer - die können sich weiß Gott mal einige Zeit von dem ernähren, was sie sich über Jahre im Fernsehen und ähnlichen Institutionen zusammengeraffelt haben.

    • Klar, jetzt schreit jeder Karussell-Betreiber nach Staatshilfen. Was sind das eigentlich für Zombieunternehmen, die nach kurzer Zeit Corona schon kein Geld mehr auf dem Konto haben?

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