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Foodora, Delivery Hero, Hello Fresh Fressen – oder gefressen werden

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Gestern investiert, heute geschlossen
Der Chef von Rocket Internet investiert gerne in mehrere Teams, die die gleiche Idee verfolgen. Quelle: Reuters
Oliver Samwer

Der Chef von Rocket Internet investiert gerne in mehrere Teams, die die gleiche Idee verfolgen.

(Foto: Reuters)

Das belgische Start-up Take Eat Easy hatte 2015 geglaubt, jetzt würde alles ganz einfach werden, als Rocket Internet in einer Sechs-Millionen-Finanzierungsrunde bei ihnen einstieg. Ein Irrtum. Heute gibt es das Start-up nicht mehr. Rocket Internet hat beschlossen, kein weiteres Geld mehr zu investieren.

Zeitgleich mit Take Eat Easy hatte Oliver Samwer einen Konkurrenten namens Volo gekauft, heute bekannt als Foodora. Was ihn reizte, war ein neues Modell, das aus England kam: Buchungsplattformen, die eigene Kuriere zu Restaurants schicken, die normalerweise nicht liefern.

Das britische Original heißt Deliveroo – nicht zu verwechseln mit der Berliner Plattform Delivery Hero. Die probierte unter dem Namen Urban Taste aber etwas ganz Ähnliches aus. Die Idee: Der moderne Mensch will nicht jeden Tag Pizza, Sushi oder Indisch essen, sondern auch mal ein Wiener Schnitzel oder was vom Äthiopier auf die Couch bestellen.

Weil die gehobenen Restaurants keine Fahrer zum Ausliefern unterhalten, schickt man ihnen einen Fahrradkurier vorbei. In der Theorie hat das den Charme, dass man kontrollieren kann, in welcher Qualität das Essen beim Kunden ankommt. Die Gerichte sind hochwertiger, die Provisionen höher. Aber der Service ist auch teuer. Kunden und Restaurants sind schwieriger zu digitalisieren als ein Lieferservice, der sich immerhin schon an das Telefon gewöhnt hat.


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Foodora war noch lange nicht profitabel. Take Eat Easy auch nicht. Urban Taste schon gar nicht. Da beschloss Rocket, Take Eat Easy abzustoßen und Foodora an Delivery Hero zu verkaufen, wo Foodora wiederum die Marke Urban Taste schluckte.

Um bei Rocket groß zu werden, muss man schnell sein. Niklas Östberg, der Chef von Delivery Hero, zum Beispiel, war schnell. Mit dem Geld von Rocket Internet kaufte er den größten Anbieter der Türkei, heute einer der lukrativsten Märkte für das Unternehmen. Delivery Hero bereitet sich auf den Börsengang vor. Dafür muss das Unternehmen den potenziellen Investoren Gewinne in Aussicht stellen. Bis Ende des Jahres sollte die Gruppe eigentlich profitabel sein.

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1 Kommentar zu "Foodora, Delivery Hero, Hello Fresh: Fressen – oder gefressen werden"

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  • Ist doch schön...der Wettbewerb belebt das Geschäft und sotiert die Schlechten Ideen aus.
    Mal schauen ob die Nachfrage hoch genug ist und vorallen auch bestand hat.