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Fußball-Bundesliga DFL-Chef Seifert: „Geisterspiele sind die einzige Überlebenschance“

Die Fußball-Bundesliga pausiert mindestens bis Anfang April. Der Versicherungsschutz der Liga deckt keine Pandemie ab, erklärte DFL-Chef Christian Seifert.
16.03.2020 - 19:30 Uhr Kommentieren
Am vergangenen Wochenende hatte die Liga den 26. Spieltag ausgesetzt – es war die erste Absage eines kompletten Spieltags in der 57-jährigen Geschichte der Bundesliga. Quelle: AP
Gladbach-Fans demonstrieren vor dem Stadion

Am vergangenen Wochenende hatte die Liga den 26. Spieltag ausgesetzt – es war die erste Absage eines kompletten Spieltags in der 57-jährigen Geschichte der Bundesliga.

(Foto: AP)

Frankfurt Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ruht wie erwartet mindestens bis zum 2. April. Dies haben die Vertreter aller 36 Profivereine am Montagnachmittag beschlossen. Im Frankfurter Sheraton-Hotel waren sie zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) zusammengekommen, um über den Umgang mit der rasanten Ausbreitung des Coronavirus zu beraten.

Am vergangenen Wochenende hatte die Liga bereits den 26. Spieltag ausgesetzt – es war die erste Absage eines kompletten Spieltags in der 57-jährigen Geschichte der Bundesliga. Nun fällt sicher auch der 27. Spieltag vorerst aus – doch ob beziehungsweise wie es anschließend Anfang April weitergehen kann, ist ungewiss.

Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: „Ich will ausdrücklich betonen, „dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen.“ Ende März wolle die DFL-Mitgliederversammlung aber wieder zusammenkommen, um die Lage zu sondieren.

Es gebe „keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat“. Doch auch die wirtschaftliche Lage dürfe nicht außer Kontrolle geraten, so Seifert.

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    Sollte die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufnehmen, so sei es unwahrscheinlich, dass die Spiele mit Zuschauern in den Stadien stattfinden können. Sogenannte „Geisterspiele sind in naher Zukunft die einzige Überlebenschance“, so Seifert.

    Es sei notwendig, so viele Spiele zu absolvieren wie möglich, denn der Versicherungsschutz der Liga decke keine Pandemie ab, so Seifert. Durch die 612 Spiele pro Saison seien insgesamt 56.000 Arbeitsplätze entstanden. Er wolle die Lage nicht dramatisieren, allerdings sollte sich jedem erschließen, dass ab einem gewissen Zeitpunkt ohne Zuschauer, ohne TV und ohne Spielbetrieb die Vereine in ihrer Existenz bedroht seien – die größten Einnahmen der Clubs seien Medien- und Sponsoreneinnahmen. „Und wenn die alle wegfallen ist es nur eine Frage der Zeit, bis es nicht mehr gut geht.“

    Infolge der durch das Coronavirus entstandenen Einschnitte soll Experten zufolge inzwischen bei jedem vierten Verein aus der 1. und 2. Bundesliga die Lizenz und damit das Überleben im Profisport in Gefahr sein.

    Eine mögliche Verlängerung der Saison ist ohnehin nur möglich, wenn die für Juni und Juli geplante Europameisterschaft (EM) verschoben wird. Darüber wird am Dienstag der europäische Fußball-Verband UEFA entscheiden – allerdings geht eine Verschiebung als ausgemachte Sache. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EM wie geplant stattfinden werde, „hat keine Zahl mehr vor dem Komma“, sagte Seifert. Unklar soll noch sein, ob sie im kommenden Winter oder möglicherweise erst im Sommer 2021 stattfinden könne.

    Doch auch wenn die EM verschoben wird, ist ein Abbruch der aktuellen Saison nicht vom Tisch. „Die Gemengelage ändert sich aktuell jeden Tag“, so Seifert. Die Vereine hätten aber erst einmal den Anspruch, die Saison irgendwie zu beenden.

    Mehr: Bundesliga ruht ab sofort, EM könnte verschoben werden

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