Gafgah-Deal Annington sammelt Geld für Übernahme ein

Die Übernahme des Wohnungskonzerns Gafgah durch den Rivalen Deutsche Annington ist schon länger durch, die Integration der Bestände ist inzwischen angelaufen. Nun ist auch die Finanzierung des Deals in trockenen Tüchern.
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Nach der Mega-Fusion mit Konkurrent Gagfah wird aus der Deutsche Annington Vonovia. Quelle: dpa
Schild der Deutschen Annington

Nach der Mega-Fusion mit Konkurrent Gagfah wird aus der Deutsche Annington Vonovia.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington hat die Finanzierung der Gagfah-Übernahme in trockenen Tüchern. Über die Platzierung zweier Anleihe-Tranchen sammelte das Unternehmen nach Angaben vom Mittwoch insgesamt eine Milliarde Euro bei Investoren ein.

Mit dem Geld wird eine teurere Brückenfinanzierung der Banken abgelöst, die Barkomponente des Übernahmeangebots ist jetzt langfristig refinanziert. Bereits im Dezember hatte eine Hybridanleihe eine Milliarde Euro in die Kasse gespült.

Annington hatte die Mega-Fusion auf dem deutschen Wohnungsmarkt Ende vergangenen Jahres angestoßen: Der Kaufpreis für die kleinere Rivalin Gagfah liegt bei 3,9 Milliarden Euro – die Hälfte davon floss in bar, die andere Hälfte in eigenen Aktien. Der Deal ist inzwischen durch, die Integration der Bestände ist angelaufen.

Wo sich Kaufen mehr lohnt als Mieten
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Eine Studie der Postbank hat untersucht, wo in Deutschland die eigenen vier Wände noch „bezahlbar“ sind. Bezahlbar heißt dabei, dass die Finanzierung der Immobilie nicht mehr als 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens ausmacht.

Dabei kam die Postbank zu dem Ergebnis, dass mehr als ein Drittel (37 Prozent) der heutigen Mieter sich Wohneigentum leisten können - und zwar von Flensburg bis Passau.

Insbesondere in Ostdeutschland seien Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser noch erschwinglich.

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ADAC-Testsieger Raststätte Vogtland Süd
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Zu den Gegenden im Osten, wo sogar große Häuser mit bis zu 120 Quadratmetern Wohnfläche bezahlbar sind gehört unter anderem das Vogtland. Die Region grenzt an die drei deutschen Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen sowie an Tschechien. Wenn man nicht gerade auf der Autobahn unterwegs ist (Bild), hat das Vogtland viel Grünfläche zu bieten. Es gilt als idyllisches Fleckchen.

Allerdings sollten Käufer in Ostdeutschland besonders auf die Lage achten und die Wertbeständigkeit der Immobilie analysieren. Denn anders als in Süddeutschland wird der Wert einer Immobilie in Ostdeutschland nicht so einfach steigen. Die Immobilie könnte in einer ungünstigen Lage sogar sehr schnell an Wert verlieren.

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Zu den günstigen Regionen im Norden gehört die Wesermarsch, wo man ein 120-Quadratmeter-Haus mit weniger als 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens stemmen kann. Die Wesermarsch ist geprägt von der Weser, Wiesen und Marschland. In der Region ist die Arbeitslosenquote relativ hoch. Vielen Gebieten fehlt es an großen Arbeitgebern, was wohl auch zu den niedrigen Preisen beiträgt.

Wenn man Pech hat, kann die Immobilie in einer Region mit wenig Nachfrage auch an Wert verlieren. Käufer, die ihre Immobilie später für mehr Geld verkaufen möchten, sollten in Wachstumsregionen zugreifen. Zu diesen gehören laut der Studie...

Schützenverein
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...die Landkreise Dingolfing-Landau, Vechta und Main-Taunus. In diesen Regionen ist es möglich eine (noch) bezahlbare Wohnung zu finden, die in Zukunft deutlich mehr wert sein kann. Die Landkreise zeichnen sich durch besonders geringe Wohnungsleerstände, eine hohe Arbeitsplatzdichte und eine steigende Bevölkerungszahl aus.

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Kaufen in der Regel wirtschaftlicher als Mieten

In den meisten Kreisen und kreisfreien Städten ist Kaufen tendenziell wirtschaftlicher als Mieten, schreibt die Postbank in ihrer Studie. Das gelte für 73 Prozent der Haushalte in Wohnungen mit einem verfügbaren Netto-Einkommen über 1.200 Euro. Dies seien absolut sechs Millionen Haushalte.

Luxus-Wohnungen in Frankfurt
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Allerdings lohnt sich der Kauf in den sogenannten Hot-Spots in der Regel nicht. Etwa zehn Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte gehören dazu. In diesen Regionen ist eine 70-Quadratmeter-Wohnung für Haushalte, die weniger als 1700 Euro netto verdienen, nicht bezahlbar. Weder als Miet- noch als Eigentumswohnung. Zu diesen Hot-Spots gehören...

Spazierengänger am Tegernsee
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München (Foto), Hamburg, Frankfurt, Berlin und die Region rund um Freiburg. Die Preissteigerungen in diesen Regionen seien überdurchschnittlich. Nur noch Gutverdiener könnten sich hier eine Immobilie leisten. Durchschnittsverdiener müssten mehr als 50 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens hinblättern, um sich ein Eigenheim zu finanzieren. In solchen Regionen lohnt sich in der Regel die Miete mehr als der Kauf. Allerdings bestehen auch diesen Boom-Regionen die Chancen auf Wertsteigerungen, insbesondere, wenn man in einer guten Lage fündig wird.

Es entsteht ein Konzern mit rund 350.000 Wohnungen im Wert von 21 Milliarden Euro – nach Angaben von Annington der zweitgrößte in Europa hinter der französischen Unibail-Rodamco. Neuer Unternehmensname soll „Vonovia“ sein – wenn die Aktionäre mitspielen.

  • rtr
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