Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gerichtsurteil Airbnb muss Daten zu illegal genutzten Ferienwohnungen preisgeben

Das Landgericht München hat eine Klage der US-Plattform abgewiesen. Die Behörden können nun Daten zu privaten Unterkünften von Airbnb anfordern.
Kommentieren

München begrenzt Airbnb Vermietungen – Was das für Nutzer bedeutet

München, San FranciscoDer Online-Unterkunftsvermittler Airbnb muss der Stadt München die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen preisgeben. Wie das Verwaltungsgericht München am Donnerstag mitteilte, haben die Richter am Vortag eine Klage des US-Unternehmens gegen eine entsprechende Anordnung der Stadt abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Behörden der bayerischen Landeshauptstadt können somit die Daten aller privaten Unterkünfte bei Airbnb anfordern, die länger als acht Wochen im Zeitraum von Januar 2017 bis einschließlich Juli 2018 als Ferienwohnung angeboten worden sind. Private Wohnungen, die mehr als acht Wochen im Jahr als Ferienwohnung angeboten werden, gelten als zweckentfremdet – die Anbieter begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Airbnb bedauerte das Urteil und kündigte an, weitere Schritte prüfen zu wollen. Co-Gründer Nathan Blecharczyk hatte im Handelsblatt-Interview angekündigt, im Kampf mit den europäischen und amerikanischen Kommunen auf die Städtevertreter zugehen zu wollen.

„Natürlich muss es Regeln geben“, sagte Blecharczyk. Vielfach beständen jedoch noch „alle die alten Regeln und Denkmuster von vor über zehn Jahren“, kritisiert der Strategiechef des Start-ups aus San Francisco. „Lasst uns neu denken, wie diese Regeln im 21. Jahrhundert aussehen.“

Von New York über Barcelona bis Berlin machen Städtevertreter das mit 31 Milliarden Dollar bewertete kalifornische Start-up für extreme Wohnraumverknappung, Mietpreissteigerungen und Steuerhinterziehung verantwortlich. „Das geht wahrscheinlich damit einher, wenn man als Pionier und Marktführer wahrgenommen wird“, sagt der 34-Jährige Manager. Er fordert eine „faktenbasierte und sachliche Diskussion“.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
  • wed
Startseite

Mehr zu: Gerichtsurteil - Airbnb muss Daten zu illegal genutzten Ferienwohnungen preisgeben

0 Kommentare zu "Gerichtsurteil: Airbnb muss Daten zu illegal genutzten Ferienwohnungen preisgeben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.