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Germanwings-Unglück Die große Verunsicherung

Der offenbar absichtliche Absturz der Germanwings-Maschine lässt viele an der Sicherheit des Fliegens zweifeln. Wie Airlines das Vertrauen ihrer Passagiere zurückgewinnen und wie man mit Flugangst umgehen sollte.
8 Kommentare
Unter allen Passagieren leiden 16 Prozent an Flugangst, ergab eine Umfrage des Allensbach-Instituts. Quelle: Getty Images
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Unter allen Passagieren leiden 16 Prozent an Flugangst, ergab eine Umfrage des Allensbach-Instituts.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfEinen Tag war der tragische Absturz des Germanwings-Flugzeugs her, als sich ein ehemaliger Kollege des Unglückspiloten vor seine Passagiere stellte und sagte: „Auch ich habe eine Familie und werde alles dafür tun, abends wieder bei ihr zu sein“ - viele seiner Passagiere fanden diese kleine Ansprache so gut, dass sie sie beim sozialen Netzwerk Facebook posteten.

Nach der kurzen Rede sei es in der Maschine „völlig still“ gewesen, berichten die Passagiere. „Und dann hat der ganze Flieger applaudiert. Ich möchte diesem Kapitän danken, dafür dass zumindest ich danach ein gutes Gefühl bei dem Flug hatte“, schrieb eine Facebook-Nutzerin.

Die Airlines müssen nach dem Germanwings-Unglück einiges Vertrauen zurückgewinnen. Aktionen wie die des Germanwings-Piloten, der persönlich die Sicherheit seiner Passagiere versprach, helfen dabei.

Flugangst betrifft schon seit langem viele Menschen, laut einer Umfrage des Allensbach-Instituts für Meinungsforschung kommt für rund 16 Prozent der Passagiere das Fliegen einem Alptraum gleich. Die Berichte, Fotos und Videos über den Absturz des Germanwings-Flugzeugs lösen laut Experten bei noch mehr Menschen Flugangst aus. „Das Vertrauen der Gäste, das Airlines über Jahrzehnte aufgebaut haben, kann unter einem einzigen Ereignis gewaltig leiden“, sagt Ron Cherian, Diplompädagoge und Leiter von Flugangstseminaren. „Viele Menschen sind verständlicherweise unheimlich verunsichert.“

Viele informieren sich bei den Airlines direkt über deren Sicherheitsbestimmungen. In den vergangenen Tagen hätten mehr Fluggäste nachgefragt, heißt es unisono bei den fünf größten deutschen Airlines. „Es gab vermehrt Anfragen wie in unseren Flugzeugen damit umgegangen wird, wenn der Pilot das Cockpit verlässt“, sagte ein Airberlin-Sprecher. „Das scheint für die Kunden ein wichtiges Thema zu sein.“ In den sozialen Medien seien Sicherheitsanfragen bei der Berliner Airline „das Thema des Tages“ gewesen. Auch Lufthansa stellt auf ihrer Facebook-Seite ein „erhöhtes Aufkommen“ fest. Bei Condor hingegen habe es solche Sicherheitsanfragen „nur vereinzelt gegeben“. Nach Auskunft des Unternehmenssprechers hätten Passagiere nach dem Alter der Flotte, dem Instandhaltungskonzept und den Regeln bei der Cockpit-Besetzung gefragt.

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8 Kommentare zu "Germanwings-Unglück: Die große Verunsicherung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sollte es sich wirklich um einen Konvertiten mit deutschen Wurzel und deutschem Namen gehandelt haben, werden wir das sicher erfahren, wenn auch nicht in deutschen Medien! Dann sollten sich allerdings alle, die das bis dahin vertuschen möchten, sehr warm anziehen!

  • @ Herr Behrends,
    machen sie es, das mit der Bahn fahren. Machen sie es bloß, das kann manchen Mitreisenden viel Kummer oder Genervt sein ersparen.

  • Ja, das ist jetzt eine grosse Verunsicherung, weil der Mensch nur glauben kann, was seiner bisherigen Erfahrung entspricht.

    Und nun noch ein Satz für eine noch grössere Verunsicherung, die allerdings der allgemeinen Lebenserfahrung entspricht.

    Schreibt ein Arzt mich krank, wenn ich es nicht will.? NEIN. Schreibt er mich krank, wenn ich es will? Ja.

    Also brauche ich mir kein Attest zu Hause hinlegen, dass dann die Polizei finden soll. Wie Wirklichkeitsfremd ist dass denn. Lässt sich krank schreiben und fliegt. Da hätte er sich auch kein Attest austellen lassen müssen. Mit der Realität und der allgemeinen Lebenserfahrung hat das nichts zu tun.

    Was hier getürkt werden soll, lasse ich mal dahingestellt. So jedenfalls lasse ich mir das nicht verkaufen.

  • @ Herr Behrends,
    Sie tun mir leid, wenn soetwas für Sie ein „traumatisches Erlebnis“ darstellt.
    Aber das bestätigt mir nur wieder, wie krank diese Gesellschaft mittlerweile ist.
    Kommen Sie zur Vernunft!

  • @Fernando Fernandez

    Der Artikel geht hauptsächlich über Flugangst, auch infolge der GermanWings-Katastrophe.

    Demnach wäre IHR Kommetar der erste der gelöscht würde.


    @Thomas Behrends:

    Schön, ich bin nicht allein mit dem Bahn/Autofahren statt Fliegen (obwohl ich keine echte Flugangst habe) ;-)

  • Jetzt den gesamten Flugverkehr und dessen Sicherheit per se in Frage zu stellen, ist schon etwas absonderlich.

    So sind die Menschen. In zwei Monaten redet darüber ohnehin Niemand mehr.

    Wen interessiert heute noch Fukushima oder Asbest in Gebäuden.

  • @TB...und was hat Ihr Erlebnis mit Germanwings zu tun? Sie gehen wahrscheinlich mit einer Erklärung auch im Urlaub tauchen und verklagen das Hotel oder die Tauchbasis dafür, dass Sie unter Wasser keinen Druckausgleich hinbekommen....schade, dass das HB hier keine Filterfunktion für die Einstellung von Kommentaren einführt...nicht nur Beleidigungen und Beschimpfungen sollten verboten sein...sondern auch solche unqualifizierten Bemerkungen...Fliegen war und ist sicher, es ist traurig, das jemand 149 Menschen auf kosten seiner Probleme umbringt, oder wollen Sie auch nicht mehr in ein Einkaufszentrum, nur weil in Amerika jemand Amok gelaufen ist.
    Ich wünsche mir gerade vom HB differenzierte und zielführende Kommunikation, aber das ist wohl ein frommer Wunsch...ich bin übrigens heute Morgen mit Germanwings von Düsseldorf nach Barcelona geflogen und schreibe diesen Kommentar vom Flughafen in Barcelona, damit jetzt nicht einer sagen kann, dass ich wahrscheinlich selber gar nicht fliege...

  • Prinzipiell habe ich keine Angst vorm Fliegen. Letztes Jahr bin ich mit Germanwings von Mailand nach Hamburg zurückgeflogen. Der Landeanflug setzt hinter Hannover an. Plötzlich entstand ein derart hoher Druck in der Kabine, der sofort allen Reisenden auf den Kopf schlug, so dass man im nächsten Moment das Gefühl hatte er würde platzen. Die Folge war, dass meine Erkältung sich zu einer Sinnusitis auswuchs und ich mindestens 2 Wochen nichts richtig hören konnte.

    Seit diesem traumatischen Erlebnis fahre ich lieber mit der Bahn oder dem Bus; auch wenn´s länger dauert ...

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