Gewinneinbruch Wincor streicht 1100 Stellen

Gewinneinbruch, schleppende Geschäfte: Beim Geldautomatenhersteller Wincor werden bis 2018 über 1000 Stellen abgebaut. Für den Konzernumbau macht das Unternehmen 120 Millionen Euro locker.
Kommentieren
Ein Monteur schraubt an einem Geldautomaten: Der Paderborner Konzern verzeichnet Gewinneinbrüche und musste Stellen abbauen. Quelle: dpa
Wincor Nixdorf

Ein Monteur schraubt an einem Geldautomaten: Der Paderborner Konzern verzeichnet Gewinneinbrüche und musste Stellen abbauen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf drückt beim Konzernumbau auf die Tube und greift dafür tief in die Tasche. Für 120 Millionen Euro will Vorstandschef Eckard Heidloff Wincor in ein Software- und IT-Service-Unternehmen umbauen und den operativen Gewinn bis 2017/18 mehr als verdoppeln. Ursprünglich habe er sich für die Restrukturierungen mehr Zeit lassen wollen, sagte Heidloff am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Doch der Preisverfall bei der Hardware und die schleppende Nachfrage in einigen Schwellenländern und dem europäischen Ausland zwängen zum Handeln. „Wir wollen den Konzernumbau aus eigener Kraft und als unabhängiges Unternehmen realisieren. Das ist im Aufsichtsrat so beschlossen“, betonte Heidloff.

Welche deutschen Institute zittern müssen
L-Bank - zweistelliger Millionenbetrag
1 von 9

Die staatliche Förderbank für das Land Baden-Württemberg soll bei der Heta, dem Nachfolgeinstitut der Hypo Alpe Adria, mit einem zweistelligen Millionenbetrag engagiert sein.

DZ Bank - mittlerer zweistelliger Millionenbetrag
2 von 9

Auch auf das Zentralinstitut der Genossen könnte durch den Schuldenschnitt ein Millionenverlust zukommen.

DWS Investment - 275 Millionen Euro
3 von 9

Die Deutsche Asset & Wealth Management Investment gehört zur Deutsche Bank Gruppe und könnte ebenfalls Millionen bei der Hypo Alpe Adria verlieren.

NRW-Bank - 276 Millionen Euro
4 von 9

Die Förderbank des Landes NRW ist ebenfalls in Österreich engagiert gewesen.

Pimco - 292 Millionen Euro
5 von 9

Die Allianz-Tochter Pimco ist im sonnigen Kalifornien zuhause. In Österreich droht Pimco nun durch den Schuldenschnitt ein Millionenverlust.

FMS Wertmanagement - 295 Millionen Euro
6 von 9

Die FMS – die Bad Bank der Hypo Real Estate in München – macht ihrem Namen alle Ehre, und muss um das Geld fürchten, das in der Hypo Alpe Adria steckt.

Düsselhyp - 348 Millionen Euro (Stand: Ende 2013)
7 von 9

Die Düsseldorfer Hypothekenbank hat noch Altlasten der Hypo Alpe Adria in den Büchern. Für die Bank könnte das sogar zu einer Schieflage führen.

Der Wincor-Chef kündigte an, das Software-Geschäft auch mit Hilfe von Zukäufen auszubauen. „Aber nicht um jeden Preis.“ Zudem will er das rasch wachsende Geschäft „Bargeldloses Bezahlen“ auslagern. „Wir können uns dafür auch einen Börsengang in einigen Jahren vorstellen“, sagte Heidloff. Es sei aber auch möglich, dass Wincor sich Investoren ins Boot hole. „Auf jeden Fall wollen wir die Mehrheit behalten.“ Das Geschäft, das derzeit mit 150 Mitarbeitern 50 Millionen Euro Umsatz macht, wachse jährlich um 30 bis 40 Prozent.

Wincor hat seit der Finanzkrise nicht mehr Tritt gefasst. Für den nun geplanten Konzernumbau will sich das Management von 1100 Mitarbeitern – rund zwölf Prozent der Belegschaft – trennen. „Die Zahl der Mitarbeiter wird bis in drei Jahren aber per Saldo gleich bleiben“, betonte Heidloff. Im Softwarebereich sollen Mitarbeiter eingestellt werden.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Gewinneinbruch - Wincor streicht 1100 Stellen

0 Kommentare zu "Gewinneinbruch: Wincor streicht 1100 Stellen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%