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Globales Ranking Messe-Riesen laufen der deutschen Konkurrenz davon

Sieben deutsche Messegesellschaften zählen zu den größten der Welt. Doch an der Spitze stehen zwei britische Firmen. Und die werden durch Zukäufe immer stärker.
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Auch die Deutsche Messe AG Hannover ist unter den 15 größten Messeveranstaltern der Welt. Quelle: dpa
Auftakt Hannover Messe 2019

Auch die Deutsche Messe AG Hannover ist unter den 15 größten Messeveranstaltern der Welt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Messen haben hierzulande eine jahrhundertealte Tradition. Kein Wunder also, dass 2018 sieben Messegesellschaften aus Deutschland zu den Top 15 der Welt gehörten. An Nummer drei rangiert die Messe Frankfurt mit einem Rekordumsatz von 718 Millionen Euro. Vor allem auch im Ausland machen die Hessen immer mehr Geschäft.

Das Umsatz-Ranking erstellte der Verband der deutschen Messewirtschaft Auma. Es schließt reine Messeveranstalter, Messehallenbetreiber und Unternehmen mit beiden Geschäftsfeldern ein.

Allerdings können die Deutschen vom Umsatz her nicht annähernd mit den britischen Messeriesen konkurrieren. Reed Exhibitions und Informa sind börsennotiert und durch Zukäufe immer größer geworden.

Informa (1,318 Milliarden Euro Umsatz 2018) hatte im vergangenen Sommer den größeren Rivalen UBM geschluckt und ist heute die neue Nummer eins. Im Ranking des vergangenen Jahres steht allerdings noch Reed Exhibitions (1,352 Milliarden Euro Umsatz) an der Spitze. Denn die UBM-Umsätze flossen bei Informa nur für ein halbes Jahr in die Berechnungen ein.

Die Briten sind im Gegensatz zu den meisten deutschen Messegesellschaften reine Veranstalter ohne eigene Messegelände. Auch Reed Exhibitions hat sich weiter verstärkt. Im Februar 2019 wurde Mack Brooks zugekauft, der größte private Veranstalter für Industriemessen. In Branchenkreisen ist die Rede von einem Kaufpreis um die 200 Millionen Pfund. Das wäre das Zwölffache des Gewinns.

Europäer dominieren

„Definitiv haben Reed und Informa mehr Geld, sie sind börsennotiert“, sagte Wolfgang Marzin, Chef der Messe Frankfurt, kürzlich dem Handelsblatt. „Die haben einen Auftrag zur Gewinnmaximierung für ihre Aktionäre. Wir dagegen haben den Auftrag zur regionalen Wirtschaftsförderung.“ Bei den deutschen Messegesellschaften ist häufig das Land oder die Kommune Miteigentümer. Das macht Zukäufe schwieriger.

„Mack Brooks hätte sicher jeder von uns sehr gerne gehabt, doch keiner von uns hätte so viel bezahlt“, räumte Jochen Köckler, Chef der Deutschen Messe AG in Hannover, ein. Das enorm hohe Investment zeige, dass Messen ein interessantes Geschäft mit viel Potenzial seien.

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Der Umsatz der deutschen Messeveranstalter lag 2018 insgesamt bei rund vier Milliarden Euro. Im globalen Ranking steht München auf Rang sechs mit 418 Millionen Euro Umsatz. Fünf weitere deutsche Veranstalter halten die Ränge 9 und 10 – Messe Berlin mit 352 Millionen Euro und Koelnmesse mit 337 Millionen Euro – sowie die Ränge 12 bis 14 – Nürnberg Messe (315 Millionen Euro), Deutsche Messe AG Hannover (310 Millionen Euro) und die Messe Düsseldorf mit 294 Millionen Euro.

Insgesamt dominieren die Europäer das Ranking: Nur vier der 34 Messegesellschaften mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz haben ihren Sitz außerhalb Europas: Emerald Expositions (USA), das Hong Kong Trade Development Council, Tokyo Big Sight und SNIEC Shanghai.

Mehr: „Die Messe lebt“ – Wie drei Messe-Chefs die Zukunft ihrer Branche sehen.

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