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„Headhunter of the Year“ Die diskreten Kuppler

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13.000 Headhunter und Recruiter in Deutschland
Die größten Fehler bei der Personalwahl
1. Persönliche Sympathie spielt zu große Rolle
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Beim Vorstellungsgespräch bekommt die persönliche Sympathie oder zuweilen auch Antipathie oft zu viel Gewicht und überstrahlt andere wichtige Kriterien. Charme, Gewandtheit, Attraktivität, Eloquenz, Ähnlichkeit mit eigenen Lebenswerten sind oft Sympathiesignale mit unverhältnismäßig starker Wirkung. Einbezug von mehreren Personen und eine breite Palette von Auswahlinstrumenten sind probate Gegenmittel.

Quelle: „Mit den besten Interviewfragen die besten Mitarbeiter gewinnen“ von Arthur Schneider

(Foto: Fotolia)
2. Ungenügend ganzheitliche Instrumente und Analysen
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Es dominieren einzelne Auswahlinstrumente zu stark – entweder der persönliche Eindruck, der Lebenslauf mit einer glanzvollen Karriere oder beeindruckende Diplome und Arbeitszeugnisse. Vier bis fünf Auswahlinstrumente sollten beim Einsatz Pflicht sein, einen ausgewogenen Einsatz darstellen und von mehr als einer Person analysiert werden.

3. Zu kleiner Kreis von Entscheidungsträgern
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Je weniger Personen entscheiden, desto riskanter und subjektiver wird ein Entscheid. Der Einbezug des Vorgesetzten, Vorstellung des Teams und eine Zweitmeinung können gegensteuern. Oft können auch als „Menschenkenner“ bekannte außenstehende Mitarbeiter mit einem feinen Sensorium interessante und distanzierte Meinungen abgeben.

(Foto: Fotolia)
4. Zu fixe Vorstellungen vom Idealbewerber
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Die Job-Interviewer haben häufig ein „Idealbild“ vom geeigneten und ihrer Meinung nach richtigen Bewerber; es wird aus der eigenen Anschauung und dem subjektiven Menschenbild heraus geschaffen. Im extremsten Fall erfüllen Bewerber dann nur noch die völlig subjektiven Anforderungen dieses Interviewers.

(Foto: Fotolia)
5. Unsystematische und lückenhafte Interviews
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Professionelle und in der Regel strukturierte Interviews sind wichtig, nicht selten findet eher ein zufallsgesteuertes Abfragen statt. Die Systematik und Struktur der Fragestellungen, die ganzheitlichen Themenbehandlungen, objektive Antwortinterpretationen, die Wahrnehmung nonverbaler Signale und Verifizierungstechniken von Aussagen sind einige Beispiele, die professionelle Interviews ausmachen.

(Foto: Fotolia)
6. Ignorieren und Missachten des Bauchgefühls
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Das Arbeitszeugnis ist hervorragend, die Diplome beeindruckend und die Persönlichkeit überzeugt ebenfalls. Doch das Bauchgefühl ist skeptisch oder gar ablehnend. Dies zu ignorieren, ist oft gefährlich. Deshalb sollte man weitere Abklärungen vornehmen und Zweitmeinungen oder mehr Referenzen als üblich einholen.

(Foto: Fotolia)
7. Zu geringe Beachtung der Sozialkompetenzen
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Der Ausspruch ist bekannt, dass Mitarbeiter wegen Fähigkeiten, Erfahrungen und Diplomen eingestellt, aber wegen Charakter- und Persönlichkeitsproblemen entlassen werden. Sozialkompetenzen, Persönlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und mehr müssen stark beachtet werden; die Kompatibilität mit Unternehmen, Abteilung und Vorgesetzten ebenso. Sehr wichtig ist auch: Wie motivierbar ist der Kandidat und wie positiv und konstruktiv seine Grundhaltung?

(Foto: Fotolia)

Experteer will die verschiedenen Seiten online zusammenbringen – und hat seit der Gründung vor zehn Jahren beachtliche Marktanteile gewonnen. Der Karrieredienst hat inzwischen knapp sechs Millionen registrierte Nutzer, davon hat jeder Dritte ein Profil eingestellt. Von den gut 13.000 Headhuntern und Recruitern in Deutschland nutzt laut Mantel etwa jeder zweite die Experteer-Datenbank. Das Unternehmen ist auf Führungspositionen im mittleren Management in der Gehaltsklasse von etwa 80.000 bis 120.000 Euro im Jahr spezialisiert. Aufgenommen werden Manager ab 60.000 Euro.

Das Netzwerk umfasst inzwischen elf Länder mit Schwerpunkt Deutschland und deutschsprachiges Ausland. Die Vermittlung von Führungspositionen über Grenzen hinweg gewinne angesichts von Globalisierung und Diversität zunehmend an Bedeutung. Gerade für kleinere Personalberater wird das Geschäft da schwieriger. „Wenn Sie über kein internationales Netzwerk verfügen, stoßen Sie an Ihre Grenzen.“

Experteer kam zuletzt auf etwa 19 Millionen Euro Umsatz und ist nach eigenen Angaben hochprofitabel. Gesellschafter sind unter anderem Holtzbrinck Ventures, eVentures und Wellington Partners. Für Finanzinvestoren sind sie schon ungewöhnlich lange dabei, ein Exit durch einen Verkauf käme daher eines Tages nicht überraschend.

Der neue Preis „Headhunter of the Year“ ist nach Einschätzung Mantels in der Branche auf sehr positive Resonanz gestoßen. 88 Unternehmen bewarben sich um eine der Auszeichnungen. Manche Branchengröße, räumen die Organisatoren aber ein, beobachte im ersten Jahr wohl erst einmal, ob sich der Preis etabliere. In der Jury saßen unter anderem Gunther Friedl von der TU München, Rosa Riera von Siemens und BDU-Geschäftsführer Kai Haake.

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