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Immobilienkonzern IVG Die Gläubigergespräche sind gescheitert

Die Existenzkrise beim Immobilienkonzern IVG spitzt sich zu. Das Unternehmen kann seinen Geldgebern keinen freiwilligen Schuldenerlass abringen. Der Vorstand räumte das Scheitern der Gespräche ein. Nun droht „Plan B“.
31.07.2013 - 01:20 Uhr Kommentieren
Geldprobleme: Der Immobilienkonzern IVG kann seinen Geldgebern keinen freiwilligen Schuldenerlass abringen. Quelle: dpa

Geldprobleme: Der Immobilienkonzern IVG kann seinen Geldgebern keinen freiwilligen Schuldenerlass abringen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der hoch verschuldete Immobilienkonzern IVG musste am späten Dienstagabend einräumen, dass es seinen Geldgebern keinen freiwilligen Schuldenerlass abringen kann. Die Gespräche seien vorerst gescheitert, und es liege kein umfassender Restrukturierungsvorschlag der verschiedenen Gläubigergruppen vor, erklärte der Vorstand.

Jetzt werde geprüft, ob es für den Konzern überhaupt eine positive Fortführungsprognose gebe. Sollte dies nicht der Fall sein, würde die IVG nach früheren Angaben die Sanierung über den "Plan B" wählen - das Schutzschirmverfahren. Dafür darf die Gesellschaft aber nicht überschuldet sein.

Das Bonner Unternehmen hat über vier Milliarden Euro Schulden angehäuft und wollte einen Erlass von rund 1,75 Milliarden durchsetzen, um wieder auf die Beine zu kommen. Im Grundsatz war geplant, dass die Geldgeber - inzwischen zum Großteil Hedgefonds - auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten und dafür im Gegenzug IVG-Aktien erhalten.

Bis Dienstag sollten die Gläubiger dazu einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen, damit die IVG-Hauptversammlung über den Plan am 12. September abstimmen kann. Doch vor allem die Gläubiger einer der syndizierten Kredite und der Wandelanleihe kamen nicht auf einen Nenner, wie Reuters bereits im Tagesverlauf aus Verhandlungskreisen erfahren hatte. Die Differenzen hatten sich vor wenigen Tagen mit der Kritik des US-Hedgefonds Aurelius Capital Management abgezeichnet.

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    In der vergangenen Woche brachte IVG-Chef Wolfgang Schäfers erstmals eine Sanierung über ein Insolvenzverfahren ins Spiel - mit Hilfe des neuen Schutzschirmverfahrens. In diesem Fall würde der operative Geschäftsbetrieb weiterlaufen, während die AG mit einem Sachwalter saniert würde. Der Konzern wäre für drei Monate vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.

    Danach mündet der Schutzschirm in der Regel in ein Insolvenzplanverfahren. Es wäre eine der größten Pleiten in Deutschland seit Jahren. Bei der IVG sind seit längerem mehrere Sanierer am Werk, unter anderem der vorher beim Holzverarbeiter Pfleiderer tätige Hans-Joachim Ziems als Vorstand.

    Der Büroimmobilienkonzern hatte sich in der Finanzkrise mit teuren Projekten verhoben, etwa dem Geschäftskomplex "The Squaire" am Frankfurter Flughafen. Sie wurden mit Schulden finanziert und haben die Erwartungen nie erfüllt. Bis heute schreibt das Unternehmen wegen immer neuer Abwertungen Verluste.

    • rtr
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