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Industriedienstleister Bilfinger macht Verlust und kappt die Dividende

Die Erlöse des Industriedienstleisters sind deutlich geschrumpft. Mit den größten Belastungen der Krise rechnet Bilfinger aber erst im zweiten Quartal.
14.05.2020 - 09:54 Uhr Kommentieren
Der Konzern will die Dividende für das Jahr 2019 wegen des unsicheren Umfelds senken. Quelle: Imago
Bilfinger-CEO Tom Blades

Der Konzern will die Dividende für das Jahr 2019 wegen des unsicheren Umfelds senken.

(Foto: Imago)

Mannheim Die Coronavirus-Pandemie und der Ölpreisverfall belasten den Industriedienstleister Bilfinger erheblich. Im ersten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um neun Prozent auf 915 Millionen Euro zurück, wie der Konzern am Donnerstag in Mannheim mitteilte. Nach einem positiven Jahresauftakt seien die Erlöse in einigen Geschäftsteilen im März deutlich geschrumpft.

Dies betreffe vor allem das Wartungsgeschäft von Öl- und Gasanlagen in der Nordsee sowie Aktivitäten in Ländern, die wegen des Coronavirus einen Lockdown verhängt hatten, so in Österreich, Frankreich, Belgien und Polen. Unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 24 Millionen Euro nach einem Gewinn von neun Millionen Euro im ersten Quartal 2019.

Dabei rechnet der Vorstand mit den größten Belastungen durch die Krise erst im laufenden zweiten Quartal. In der zweiten Jahreshälfte soll es dann eine allmähliche Erholung geben. „Die Covid-19-Pandemie macht sich im gesamten Bilfinger-Geschäft bemerkbar, hinzu kommt der Ölpreisschock bei etwa einem Drittel unserer Aktivitäten“, sagte Unternehmenschef Tom Blades laut Mitteilung. Allerdings steuere Bilfinger dagegen an und verfüge über eine solide Bilanz. Seinen ursprünglichen Ausblick für das laufende Jahr hatte der Vorstand bereits im Februar gestrichen.

Der Konzern will die Dividende für das Jahr 2019 wegen des unsicheren Umfelds auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag von 12 Cent pro Aktie kappen. Ursprünglich hatte das Bilfinger-Management eine stabile Dividende von einem Euro je Aktie geplant. Laut Aktiengesetz müsse der Konzern vier Prozent des Grundkapitals an die Aktionäre ausschütten, sagte ein Sprecher. Wenn das Unternehmen dies nicht tue, hätten die Aktionäre die Möglichkeit, dies einzuklagen.

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    Nach Prüfung der aktuellen Situation rechnet Bilfinger für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem Umsatzrückgang von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,3 Milliarden Euro. Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebita) soll deutlich sinken, aber noch positiv bleiben. 2019 hatte Bilfinger noch einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen von 104 Millionen Euro ausgewiesen.

    Mehr: Warum Bilfinger-Chef Blades wieder mit Zukäufen liebäugelt.

    • dpa
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