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Infrastruktur Hochtief setzt auf Sanierung deutscher Autobahnen

Hochtief hat Hoffnung auf bessere Geschäfte in Deutschland. Besonders die Aussicht auf die Vergabe millionenschwerer Infrastrukturprojekte sorgt für Optimismus. Auch die Mitarbeiterzahl könnte wieder steigen.
23.09.2015 - 14:51 Uhr
Hochtief will sein Deutschland-Geschäft mit Autobahn-Projekten ankurbeln. Quelle: dpa
Lennetalbrücke bei Hagen

Hochtief will sein Deutschland-Geschäft mit Autobahn-Projekten ankurbeln.

(Foto: dpa)

Hagen Die Lennetalbrücke an der A45 bei Hagen ist in die Jahre gekommen: Überall platzt der Beton ab, Armierungseisen rosten durch. Die Brücke wurde 1967 eröffnet. Damals waren die Experten von einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen ausgegangen, aber sowohl der Pkw- als auch der Lkw-Verkehr haben drastisch zugenommen. Und schwerer sind die Lastwagen auch geworden: Früher rechnete man mit 24 Tonnen Gewicht pro Fahrzeug, heute mit 44 Tonnen.

Seit zwei Jahren baut der Konzern Hochtief nun eine neue Brücke über das Flüsschen Lenne. Damit der Verkehr weiter fließt, wird die knapp einen Kilometer lange neue Brücke unmittelbar neben die alte Brücke gebaut und 2018 gegen Ende der Bauzeit an die Stelle der alte Brücke geschoben. Eine technisch recht anspruchsvolle Aufgabe, aber ein lukrativer Auftrag, der Hochtief 105 Millionen Euro Umsatz bringt.

Ähnlich wie bei der A45 hofft Hochtief durch neue Aufträge für Infrastruktur-Projekte wie Autobahnen oder Brücken, sein deutsches Geschäft wieder deutlich ausbauen zu können. Das Essener Unternehmen wolle dabei verstärkt auf Öffentlich-Private Partnerschaften (PPP) setzen, bei denen private Investoren im Auftrag des Staates Projekte bauen und betreiben, kündigte Hochtief-Vorstandsmitglied Nikolaus Graf von Matuschka in Hagen an.

Ein Baukonzern berappelt sich
Manager seit 2012
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Knapp drei Jahre nach der Übernahme durch die spanische ACS ist Hochtief auf einem guten Weg. Weil sich der Baukonzern derart gut entwickelt, hat Chef Marcelino Fernandez Verdes kürzlich beteuert, dem Unternehmen die Treue halten zu wollen. „Ich bin stolz auf Hochtief und möchte noch lange in diesem wunderbaren Unternehmen arbeiten“, sagte der spanische Manager. ACS hatte Fernandez Verdes im November 2012 nach einer erbitterten Übernahmeschlacht um Hochtief nach Essen entsandt. Seitdem trimmt der Manager Hochtief auf Profit. Das sind seine wichtigsten Projekte, die er verantwortet.

(Foto: dpa)
Stage Theater an der Elbe, Hamburg
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Für den Theaterbetreiber Stage Entertainment hat Hochtief ein Musicaltheater für 1800 Gäste im Hamburger Hafen gebaut. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit läuft hier seit November 2014 „Das Wunder von Bern“.

(Foto: Hochtief)
Landesarchiv NRW, Duisburg
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Das NRW-Landesarchiv ist ebenfalls fertiggestellt. Es besteht aus einem revitalisierten ehemaligen Speichergebäude und einem wellenförmigen Neubau. Das Mitte 2013 eingeweihte größte Archiv Europas bietet 134 Kilometer Regalplatz.

(Foto: Hochtief)
Autobahn 5, Wien
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Die 51 Kilometer lange Nordostumfahrung Wiens auf der A5 ist das erste Straßenprojekt, das in Österreich als öffentlich-private Partnerschaft entstand. Es wurde 2010 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Hochtief PPP Solutions war bei Planung, Finanzierung und Bau in einem Konsortium mit einem österreichischen und einem französischen Partner federführend. Eine Projektgesellschaft wird die Strecke bis 2039 betreiben.

(Foto: Hochtief)
Rethebrücke, Hamburg
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Neubau der Retheklappbrücke, mit einer Spannweite von 104,2 Metern eine der größten Klappbrücken Europas. Die Arbeiten starteten 2011 und sollen noch  2015 abgeschlossen werden. Als Hauptstraßenverbindung des inneren Hafengebiets nach Süden ist die Brücke eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Hafen der Hansestadt. Durch die Klapptechnik der Brücke können der Schiffsverkehr sowie der Bahn- und Straßenverkehr künftig besser fließen.

(Foto: Sky View Imaging)
Lake Champlain Bridge, Essex County, New York
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Die Lake Champlain Bridge verbindet seit 2011 Gemeinden in den Bundesstaaten New York und Vermont. Hochtief-Tochter Flatiron baute sie als Ersatz für eine in die Jahre gekommene Brücke. Das neue, knapp 670 Meter lange Bauwerk erspart den Nutzern einen 160 Kilometer langen Umweg oder eine einstündige Fahrt mit der Fähre.

(Foto: Flatiron / Joel Strayer)
Gotthard-Tunnel, Schweiz
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Der Gotthard-Basistunnel verbindet den Kanton Uri im Norden mit dem Tessin im Süden und soll 2016 nach dem bahntechnischen Ausbau für Personen- und Güterzüge freigegeben werden. Die Tunnelbauexperten von Hochtief haben gemeinsam mit Partnern bereits die beiden südlichen Lose des Gotthard-Basistunnels im Rohbau erstellt. Der Gotthard-Tunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt.

(Foto: Hochtief)

Mittelfristig strebe das Unternehmen bei seiner für das Geschäft in Europa und Amerika zuständigen Tochter Hochtief PPP Solutions einen jährlichen Auftragseingang aus diesem Geschäft von rund einer Milliarde Euro an. Im laufenden Jahr konnte Hochtief nach Angaben eines Sprechers bereits PPP-Aufträge im Gesamtwert von rund 600 Millionen Euro verbuchen. So baut Hochtief derzeit unter anderem die A7 nördlich von Hamburg aus.

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    Vor allem durch eine ganze Reihe von Infrastrukturprojekten hoffe man auch auf eine steigende Bedeutung des deutschen Geschäfts bei Hochtief, sagte von Matuschka. Dann sei auch wieder ein Anstieg der Beschäftigtenzahl im Inland möglich. „Die Infrastruktur in Deutschland ist in einer desolaten Verfassung“, sagte Matuschka. Und bis 2030 werden die Ansprüche an die Infrastruktur weiter wachsen. Nach Berechnungen von Experten nimmt der Pkw-Verkehr bis dahin um 12 Prozent zu, der Güterverkehr sogar um 38 Prozent.

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