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Karriere-Netzwerk Xing-Konzern New Work wächst zweistellig

Das boomende Firmenkundengeschäft treibt Umsatz und Ergebnis des Xing-Konzerns nach oben. CEO Vollmoeller will den Bereich E-Recruiting weiter ausbauen.
25.02.2020 - 12:31 Uhr Kommentieren
Etwa 22.000 Firmen nutzen die meist kostenpflichten Angebote des deutschsprachigen Karriere-Netzwerks. Quelle: dpa
Xing

Etwa 22.000 Firmen nutzen die meist kostenpflichten Angebote des deutschsprachigen Karriere-Netzwerks.

(Foto: dpa)

Hamburg Stepstone, Indeed, Google for Jobs – es gibt inzwischen zahlreiche Internetplattformen für die Vermittlung offener Stellen. Das deutsche Karriere-Netzwerk Xing will sich dennoch einen herausgehobenen Platz im hart umkämpften Arbeitskräftemarkt sichern. „Wir wollen sowohl der erste Ansprechpartner für Unternehmen als auch für Arbeitssuchende in Deutschland sein“, sagte Thomas Vollmoeller, CEO des Xing-Konzerns New Work, am Dienstag dem Handelsblatt.

Vollmoeller, der das Unternehmen acht Jahre geführt hat und Ende Mai 2020 die Leitung an seine Nachfolgerin Petra von Strombeck übergeben wird, bilanziert ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019: Der Umsatz ist um 16 Prozent auf 269,5 Millionen Euro gestiegen, das operative Ergebnis (Ebitda) um 14 Prozent auf 85,6 Millionen Euro. New Work hatte sich bei beiden Kennziffern für das vergangene Jahr eine zweistellige Steigerung vorgenommen. Analysten hatten in etwa mit ähnlichen Zahlen gerechnet. Der Aktienkurs stieg am Dienstagvormittag.

„Wir sind mit unseren Marken hervorragend positioniert und profitieren weiterhin vom Megatrend ,Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt‘“, sagte Vollmoeller. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse sowie die demografischen Veränderungen würden die Zahl der offenen Stellen weiterhin nach oben treiben – trotz der negativen Konjunkturlage. „Für die Generation meiner Töchter wird es viel leichter sein, das machen zu können, woran sie Spaß hat“, sagte der 60-Jährige.

E-Recruiting, also die Vermittlung offener Stellen, ist der Hauptumsatztreiber der Xing-Mutter New Work. Das Wachstum lag im vergangenen Jahr bei knapp 30 Prozent. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund eine Million Stellenangebote auf seinen Seiten.

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    Etwa 22.000 Firmen nutzen die meist kostenpflichten Angebote des deutschsprachigen Karriere-Netzwerks. So gibt es beispielsweise neue Employer-Branding-Produkte, die auf der Arbeitgeberbewertungsseite Kununu basieren, die ebenfalls zu New Work gehört. Das Bewertungsportal verfügt über 3,5 Millionen sogenannter „Workplace Insights“, die sich aus Unternehmensbewertungen sowie Kultur- und Gehaltsdaten zusammensetzen.

    Mit solchen Services will Xing seinen internationalen Herausforderern trotzen. Zum Vergleich: Der große Konkurrent Linked-In, der 2016 vom IT-Konzern Microsoft gekauft wurde, veröffentlicht nach eigenen Angaben rund 20 Millionen offene Stellen auf seiner Karriere-Netzwerk-Seite und arbeitet mit etwa 30 Millionen Unternehmen zusammen – allerdings weltweit.

    Native Advertising statt Displaywerbung

    Heruntergebrochen auf den deutschsprachigen Raum nähern sich die Zahlen der beiden Anbieter deutlich an: Während Xing von 17,6 Millionen Mitgliedern spricht – ein Zuwachs von 1,9 Millionen innerhalb des vergangenen Jahres – führt Linked-In aktuell 14 Millionen Nutzer im DACH-Raum an. Weltweit zählt Linked-In 675 Millionen Mitglieder.

    New-Work-CEO Vollmoeller geht angesichts des umkämpften Arbeitskräftemarktes von weiterhin zweistelligen Wachstumszahlen aus: Im laufenden Geschäftsjahr werde das Unternehmen einen Umsatz von 300 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 100 Millionen Euro erzielen. Mehr als zehn Prozent des Umsatzes werde New Work auch in diesem Jahr in die Entwicklung neuer digitaler Produkte investieren.

    Bereits im vergangenen Jahr hat New Work einige Veränderungen vorgenommen. So wurde die Displaywerbung komplett gestrichen und durch Native Advertising ersetzt. Das käme den Ansprüchen der Nutzer entgegen, sagte Vollmoeller. Displaywerbung werde immer weniger toleriert. Vorreiter dieser Entwicklung ist das Freunde-Netzwerk Facebook, das von jeher gesponserte Posts statt Bannerwerbung schaltet.

    In diesem Jahr soll das kostenpflichtige Xing-Premiumprodukt weiterentwickelt werden. Die Plattform will seinen Mitgliedern mehr Analysemöglichkeiten zur Verbesserung des eigenen Profils und der eigenen Stärke geben, darüber hinaus exklusive Nachrichten-Inhalte sowie einen Zugang zum E-Learning-Programm anbieten.

    Noch ist New Work auf die Vermittlung sogenannter White-Collar-Jobs beschränkt. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr das Berliner Start-up Honeypot gekauft, einen digitalen Stellenmarkt für IT-Fachkräfte aus aller Welt. Vollmoeller hält eine Ausweitung des Angebotes auf den Blue-Collar-Bereich mittelfristig für denkbar. „Wir prüfen das sehr genau“, sagte er.

    Des Weiteren gibt es nach den Vorstellungen Vollmoellers noch Möglichkeiten der Vertikalisierung seines Geschäfts: „Für die Personalabteilungen werden wir als Gesprächspartner immer wichtiger“, sagte er. Entsprechend plant New Work den Bereich E-Recruiting noch weiter auszubauen.

    New Work SE ist eine 50-prozentige Tochter des Münchener Medienunternehmens Burda. Die andere Hälfte der Aktien befindet sich im Streubesitz. Vollmoeller kündigte an, der Vorstand der New Work SE werde dem Aufsichtsrat eine Anhebung der Dividende um 21 Prozent auf 2,59 Euro je Aktie vorschlagen.

    Mehr: Das sind die fünf wichtigsten Unterschiede zwischen Xing und Linked-In.

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