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Korn Ferry kauft Hay Group Großfusion der Personalberater

Der weltgrößte Headhunter Korn Ferry baute sein Geschäft mit einer Übernahme aus. Die Amerikaner kaufen für 452 Millionen Dollar die Hay Group und wollen sich so zum Komplettanbieter bei Personaldienstleistungen wandeln.
24.09.2015 - 17:28 Uhr
Der Konzern ist der weltgrößte Headhunter. Quelle: Reuters
Berater von Korn Ferry in Venezuela

Der Konzern ist der weltgrößte Headhunter.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Großfusionen sind in der Beraterbranche selten. Meist wechseln nur einzelne Berater mit ihren Teams innerhalb der Branche. Zugekauft werden von den großen Dienstleistern meist nur kleinere Boutiquen, die Anschluss an ein internationales Netzwerk suchen. Doch nun zeichnet sich in der Branche der Personalberater eine der seltenen Großfusionen ab

Der weltgrößte Headhunter Korn Ferry aus den USA hat am Donnerstag angekündigt, den ebenfalls amerikanischen  Personaldienstleister  Hay Group übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis liegt bei 452 Millionen Dollar, davon 252 Millionen in bar und den Rest in Korn-Ferry-Aktien.  Die Hay Group ist bisher im  Besitz privater Investoren und schlüpft nun unter das das der börsennotierten Korn Ferry Gruppe.

Mit dem Deal will sich Korn Ferry stärker als Komplettanbeiter bei Personaldienstleistungen positionieren. Die Amerikaner sind in den USA die unangefochtene  Nummer eins im so genannten Executive Search, also der Besetzung von obersten Managementpositionen. Korn Ferry wird in diesem auch Headhunting genannten Geschäft erst aktiv, wenn es um Positionen ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Dollar geht. Auf dieses Geschäft entfiel im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte des Umsatzes, der bei etwa mehr als einer Milliarde Dollar lag. Die Rendite der Sparte Executive Search lag bei 20 Prozent.

Doch der Konzern begnügt sich schon länger nicht mehr mit der Suche und Besetzung von  Vorständen und Boards. Die Amerikaner wollen ihre Kunden zugleich auch in Fragen des Personalmanagements  beraten, etwa wenn es um Führungskräfteentwicklung geht, um Vergütung oder in Fragen der Führung im Unternehmen insgesamt.

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    Diese Sparte „Leadership & Talent Consulting“ wird nun durch die Hay Group verstärkt. Hay ist spezialisiert  auf die Beratung in Fragen des Personalmanagements. Hay ist vor allem für seine Expertise in der Bewertung von Mitarbeitern und Positionen bekannt sowie in der Führungskräfteentwicklung bekannt.  Kunden nutzen die Datenbanken von Hay, um ihre Organisation und Manager innerhalb ihrer Branche vergleichen zu können. Darüber hinaus berät Hay Unternehmen in Organisationsfragen.

    Die erfolgreichsten Management-Berater
    Platz 10: Goetzpartners Group, München
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    Goetzpartners kommt in diesem Jahr auf einen Gesamtumsatz von 82 Millionen Euro, damit legt das Unternehmen um fünf Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Unternehmen wurde 1991 von Dr. Stephan Goetz und Stefan Sanktjohanser gegründet. International ist das Unternehmen mit 250 Beratern und 12 Büros in 9 Ländern präsent.

    Jedes Jahr stellt die Lünendonk GmBH, Gesellschaft für Information und Kommunikation, eine Liste mit den erfolgreichsten Managementberatungen auf. Dabei wurden die in Deutschland ansässigen Managementberatungen hinsichtlich ihres Gesamtumsatzes im Jahr 2014 verglichen.

    (Foto: Screenshot)
    Platz 9: Porsche Consulting Gruppe, Bietigheim-Bissingen
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    90 Millionen Euro Gesamtumsatz machte die Porsche Consulting im Jahr 2014, ebenfalls ein Plus von fünf Millionen Euro. 372 Berater beschäftigt die Firma derzeit. Die Consulting ist sowohl für Porsche als auch für externe Firmen aktiv.

    (Foto: Screenshot)
    Platz 8: Q_Perior AG, München
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    Q_Perior konnte im vergangenen Jahr um zwei Millionen Euro zulegen und machte insgesamt einen Umsatz von 92 Millionen Euro. 427 Berater zählt das Unternehmen mittlerweile – ebenfalls zwei mehr als im Vorjahr. Q_Perior hat unter anderem Standorte in Hamburg, Frankfurt, München, Zürich und New York.

    (Foto: Screenshot)
    Platz 7: D-fine GmbH, Frankfurt am Main
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    D-fine machte im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 95,5 Millionen Euro, satte 13,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Auch bei den Mitarbeitern konnte die Firma zulegen, von 471 ging es auf 530 Beschäftigte hoch.

    (Foto: Screenshot)
    Platz 6: KPS, München
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    KPS machte insgesamt einen Umsatz von 111,1 Millionen Euro, 14,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Mitarbeiterzahlen sind fast explodiert: Von 171 auf 317. Die Gesellschaft ist 2008 aus dem Reverse-Take-Over der Haitec AG durch die KPS Consulting GmbH entstanden. Unternehmenssitz der KPS ist in München mit weiteren Geschäftsstellen in Österreich und der Schweiz sowie in Skandinavien. Das Unternehmen ist ein im General Standard gelistetes börsennotiertes Unternehmen.

    (Foto: Screenshot)
    Platz 5: Kienbaum, Gummersbach
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    Kienbaum legte um drei Millionen Euro zu, auf insgesamt 115 Millionen Euro Gesamtumsatz. Bei den Mitarbeitern ging es etwas zurück, von 710 auf 670. Kienbaum wurde am 15. Oktober 1945 von Gerhard Kienbaum gegründet. Heute bietet das Unternehmen Beratungsleistungen in den Bereichen Executive Search, Human Resource Management, Vergütungsberatung sowie Management Consulting und Unternehmenskommunikation.

    (Foto: Screenshot)
    Platz 4: Horvath, Stuttgart
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    Horvath machte insgesamt einen Umsatz von 122 Millionen Euro, ein Plus von 16,5 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt die Consulting 536 Mitarbeiter.

    (Foto: Screenshot)

    Korn Ferry hat dieses Geschäft bereits durch mehrere Übernahme ausgebaut, so übernahmen die Amerikaner zuletzt die Anbieter PDI und Pivot. Der Kauf von Hay bringt den Konzern aber in eine viel größere Dimension. Korn Ferry kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von etwas mehr als einer Milliarde Dollar und einen operativen Gewinn von 114 Millionen Dollar. Hay setzte rund 500 Millionen Dollar um kam auf einen Gewinn (Ebitda) von 40 Millionen Dollar.  

    Korn Ferry selbst hat in seinem jüngsten Geschäftsbericht eine weitere Konsolidierung auf dem Markt der Personaldienstleister prophezeit. Immer Kunden wollen sich aus Sicht der Amerikaner auf ein Komplettanbieter verlassen, der ihnen nicht nur bei der Suche nach Führungskräften hilft, sondern auch bei der Frage, wie die Talente im Unternehmen gehalten werden könnten.

    Korn Ferry hat weltweit 3900 Mitarbeiter in 37 Ländern, die Hay Group ist mit 3100 Angestellten in 50 Ländern vertreten.

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