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Landesbanken NordLB-Aufsichtsratschef wehrt sich vehement gegen Abwicklungsforderung

Die Zukunft der angeschlagenen NordLB ist weiterhin offen, die Gespräche mit Finanzinvestoren führten noch nicht zum Erfolg. Der Aufsichtsratschef wehrt sich gegen Kritik.
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Die Bank spreche derzeit wohl mit drei US-Beteiligungsfirmen über einen Einstieg als Minderheitsaktionär. Quelle: dpa
NordLB

Die Bank spreche derzeit wohl mit drei US-Beteiligungsfirmen über einen Einstieg als Minderheitsaktionär.

(Foto: dpa)

Berlin Der NordLB-Mehrheitseigentümer Niedersachsen weist Forderungen nach einer Abwicklung der Landesbank zurück. Landesfinanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag: „Wer sich in dieser entscheidenden Phase öffentlich für die Abwicklung der Bank ausspricht, verunsichert die Finanzmärkte und schadet damit nicht nur der Bank und den dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern am Ende auch dem Land.“

Vielmehr liefen die Gespräche mit den Finanzinvestoren über einen Einstieg bei dem Institut wie geplant. „Ich bin zuversichtlich, dass es sehr zeitnah eine Richtungsentscheidung geben wird.“ Der oppositionelle Grünen-Politiker Stefan Wenzel hatte jüngst kritisiert, die NordLB habe in den vergangenen Jahren Milliardensummen verbrannt.

„Dass die Steuerzahler dafür zur Kasse gebeten werden, muss ein Ende haben“, sagte Wenzel vor kurzem der „Braunschweiger Zeitung“ und plädierte für die Abwicklung der Bank. Der ehemalige Minister ist Vorsitzender des Landtagsausschusses für Haushalt und Finanzen. Auch die NordLB hatte Wenzels Äußerungen zurückgewiesen.

Die Eigentümer der NordLB suchen seit rund einem Jahr nach Wegen, das dünne Finanzposter der Bank zu stärken. Im Gespräch ist ein Kapitalbedarf von rund 3,5 Milliarden Euro. Man arbeite intensiv daran, „das Institut zukunftsfähig aufzustellen und die Kapitalquoten mittels einer Kapitalstärkung zu erhöhen“, bekräftigte Hilbers (CDU). Hierzu würden derzeit verschiedene Optionen geprüft.

Wie Reuters bereits vor einiger Zeit berichtet hatte, spielen die Beteiligten alle Varianten durch. Dazu gehört neben einer Abwicklung auch die Variante einer Auffanglösung durch die öffentlich-rechtliche Bankengruppe. Minister Hilbers merkte jedoch an, das Hannoveraner Institut sei „in ihrem Kern eine profitable Bank und kein Sanierungsfall“.

So habe die NordLB in den vergangenen Jahren einige Milliarden Euro Risikovorsorge bei Schiffskrediten verarbeiten können, weil sie in anderen Geschäftsbereichen profitabel sei. „Deshalb setze ich auch darauf, dass die Gespräche mit den Investoren erfolgreich sein werden.“

Insidern zufolge spricht die Bank derzeit mit den drei US-Beiteiligungsfirmen Cerberus, Centerbridge und Apollo über einen Einstieg als Minderheitsaktionär. Zuletzt wurden Apollo laut Finanzkreisen geringere Chancen eingeräumt. In den nächsten Tagen seien dann verbindliche Angebote zu erwarten. Niedersachsen ist auch offen für eine öffentlich-rechtliche Lösung.

Im Gespräch war eine Fusion der NordLB mit der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba), die Insidern zufolge inzwischen aber als unwahrscheinlich gilt. Die NordLB-Träger peilen demnach eine Grundsatzentscheidung für Ende Januar an und wollen dann beschließen, mit wem sie finale Verhandlungen beginnen. Im Februar könnte der Deal über die Bühne gehen. Niedersachsen hält knapp 60 Prozent an der NordLB, die niedersächsischen Sparkassen gut 26 Prozent und Sachen-Anhalt fast sechs Prozent.

  • rtr
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